Ryzen Threadripper 3990X: Erste Messwerte aus dem 3D Mark Time Spy

22
News Andreas Link Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Ryzen Threadripper 3990X: Erste Messwerte aus dem 3D Mark Time Spy (1)
Quelle: AMD

Zum Ryzen Threadripper 3990X sind erste Messwerte aus dem 3D Mark Time Spy aufgetaucht. Die CPU sieht in diesem Benchmark nicht so übermächtig aus, wie 64 Kerne vermuten lassen, da die Anwendung schlechter skaliert. Im Cinebench wäre es wohl anders.

Auf der CES 2020 hat AMD den Ryzen Threadripper 3990X näher vorgestellt, der auf der High-End-Consumer-Plattform 64 Kerne ins Feld führt. Ganz günstig ist die Angelegenheit natürlich nicht - 4.000 US-Dollar will AMD für die CPU, aber dafür bekommt man auch recht viel Leistung. Insbesondere in parallelisierten Szenarien stürmt der Ryzen Threadripper 3990X die Spitze - in anderen Szenarien dürfte es der 3990X schwerer haben.

Und so sieht es wohl auch aus, denn im Time Spy Benchmark des 3D Marks liefert die CPU laut einem Eintrag rund 11.200 Punkte. Das an sich sagt wenig, hier zwei Werte zum Vergleich: Ein Ryzen Threadripper 3970X liefert rund 12.000 Punkte und ein Ryzen Threadripper 3960X liefert rund 13.500 Punkte.

Jetzt mag sich jemand fragen, warum die kleinen Threadripper schneller sind als der 64-Kerner: Der normale Time-Spy-Benchmark skaliert nicht wahnsinnig gut und schon gar nicht auf 64 Kerne. Außerdem hilft Takt. Von dem hat der Ryzen Threadripper 3990X zwar noch im Boost 4.300 MHz, aber in der Basis sind es "nur" 2.900 MHz.

Die Ansicht wird sich ändern, wenn Anwendungen wie Cinebench getestet werden. Der skaliert mit Kernen nämlich hervorragend und das dürfte dann eine Disziplin sein, in dem der Ryzen Threadripper 3990X glänzt. Am Ende war schon ohne Messwerte klar, dass eine CPU für 4.000 US-Dollar und mit 64 Kernen nichts für jeden ist, sondern schon recht spezielle Szenarien bedient. Am 7. Februar soll der 64-Kerner in den Verkauf gehen, das Embargo für entsprechende Testberichte dürfte ebenfalls an diesem Tag fallen.

22
    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Duvar Kokü-Junkie (m/w)
      • Von gaussmath
        Zitat von Casurin
        Nope. Das ist noch immer nicht wie CPUs funktionieren - woher nehmen manche diese Atemberaubend schlechten ideen?
        Der war bei Threadripper 2xxx nötig weil die CPU keine einheitliche SPeicheranbindung hatte. Bei Threadripper 3xxx bringt das nix mehr.
        Es war ja nur von Zen und Zen+ die Rede. Aber das klären wird jetzt mal fix. HisN, wo steckst du??

        Edit: Gesagt, getan. Hier hat HisN gemessen: CPU interne Latenzen - SiSoftware Benchmark

        Es ist also überhaupt nicht egal, denn es gibt ganz klar einen Cluster, der deutlich über jenen 70ns liegt, da man bei einem Mainstream Ryzen 3000 mit zwei Chiplets erwarten kann.
      • Von Casurin BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von HeavensRejected
        Also mein 3900X verhält sich genau so, single/dual threaded Last zieht er laut Ryzen Master etwa 50-60W bei ~4.5GHz, wenn ich ihn künstlich auf 60W beschränke ändert sich an single core Benchmarks überhaupt nichts aber unter multi core Last bricht er komplett ein weil er 60W auf 10 Kerne verteilt anstatt ~150W?
        Nope. Das ist noch immer nicht wie CPUs funktionieren - woher nehmen manche diese Atemberaubend schlechten ideen?

        Zitat von gaussmath
        Meine Tests haben zum Beispiel ergeben, dass ich oftmals bis zu 20% mehr Leistung hatte mit dem Game Mode. Das natürlich im reinen CPU-Limit. Mal abgesehen davon, dass die Frametimes sehr viel glatter waren.
        Der war bei Threadripper 2xxx nötig weil die CPU keine einheitliche SPeicheranbindung hatte. Bei Threadripper 3xxx bringt das nix mehr.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Bevier
        Richtig, er darf genauso viel verbrauchen, nur können sich die Watt dann auf weniger Kerne aufteilen. Effektiv steht dann pro Kern mehr Energie zur Verfügung, was dafür sorgen sollte, dass er eben etwas höher takten kann.
        Auch runtergetaktete Kerne brauchen Strom. Vielleicht läppert sich das einfach.

        Zitat von shootme55
        Könnt man darüber nachdenken das in den PCGH-Benchmarkparcours einzubauen. Alle Benchmarks nochmal laufen lassen während im Hintergrund ein bestimmtes Video gerendeet wird. Und dann möcht ich die Frametime und die Renderzeit sehen. Mal sehen ob der 9900k dann noch immer 1. Wahl ist...
        Ist natürlich absurder Aufwand, weshalb das nicht passieren wird. Spezialtests in die Richtung gab es aber ja schon öfter. Da die meisten Leute beim Zocken nichts rendern, hat das im Spiele-Index auch nichts verloren. Man testet Sportwagen ja auch nicht standardmäßig mit Anhänger.

        Zitat von JanJake
        Das war schon immer AMDs Parade Disziplin, wenn eben genau das gemacht wird.
        Schon immer finde ich jetzt übertrieben. Aus heutiger Sicht hätte ich mir damals mein Upgrade vom P4 mit 3 GHz auf einen A64 3500+ vermutlich gesteckt, weil der Performancegewinn für meine heutigen Maßstäbe zu gering war und es durch das fehlende SMT eigentlich eher ein Sidegrade war. Man hat das schon gemerkt.
      • Von gaussmath
        Zitat von shootme55
        Ich hab ja auch schon so Experimente mit meinem TR veranstaltet, den halben CPU und SMT ausgeschaltet und somit auf 8 echte Threads reduziert. Das Ergebnis warn ein paar Fps mehr und ein bissl höherer Takt. Aber mein Test unter Alltagsbedingungen schaut halt anders aus. Ich spiel eine Stunde AC während im Hintergrund gerendert wird. Merken tut man davon natürlich nix weil für beide Anwendeungen 8 Kerne zur Verfügung stehen.
        Meine Tests haben zum Beispiel ergeben, dass ich oftmals bis zu 20% mehr Leistung hatte mit dem Game Mode. Das natürlich im reinen CPU-Limit. Mal abgesehen davon, dass die Frametimes sehr viel glatter waren.

        Und beim Multi-Process-Test ist der TR sogar ungewöhnlich stark eingebrochen, dass aus dem GPU-Limit oftmals ein CPU-Limit wurde. Das ganze trotz Quad-Channel Interface.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk