Ryzen Threadripper 3990X: Erste Messwerte aus dem 3D Mark Time Spy
Zum Ryzen Threadripper 3990X sind erste Messwerte aus dem 3D Mark Time Spy aufgetaucht. Die CPU sieht in diesem Benchmark nicht so übermächtig aus, wie 64 Kerne vermuten lassen, da die Anwendung schlechter skaliert. Im Cinebench wäre es wohl anders.
Auf der CES 2020 hat AMD den Ryzen Threadripper 3990X näher vorgestellt, der auf der High-End-Consumer-Plattform 64 Kerne ins Feld führt. Ganz günstig ist die Angelegenheit natürlich nicht - 4.000 US-Dollar will AMD für die CPU, aber dafür bekommt man auch recht viel Leistung. Insbesondere in parallelisierten Szenarien stürmt der Ryzen Threadripper 3990X die Spitze - in anderen Szenarien dürfte es der 3990X schwerer haben.
Und so sieht es wohl auch aus, denn im Time Spy Benchmark des 3D Marks liefert die CPU laut einem Eintrag rund 11.200 Punkte. Das an sich sagt wenig, hier zwei Werte zum Vergleich: Ein Ryzen Threadripper 3970X liefert rund 12.000 Punkte und ein Ryzen Threadripper 3960X liefert rund 13.500 Punkte.
Jetzt mag sich jemand fragen, warum die kleinen Threadripper schneller sind als der 64-Kerner: Der normale Time-Spy-Benchmark skaliert nicht wahnsinnig gut und schon gar nicht auf 64 Kerne. Außerdem hilft Takt. Von dem hat der Ryzen Threadripper 3990X zwar noch im Boost 4.300 MHz, aber in der Basis sind es "nur" 2.900 MHz.
Die Ansicht wird sich ändern, wenn Anwendungen wie Cinebench getestet werden. Der skaliert mit Kernen nämlich hervorragend und das dürfte dann eine Disziplin sein, in dem der Ryzen Threadripper 3990X glänzt. Am Ende war schon ohne Messwerte klar, dass eine CPU für 4.000 US-Dollar und mit 64 Kernen nichts für jeden ist, sondern schon recht spezielle Szenarien bedient. Am 7. Februar soll der 64-Kerner in den Verkauf gehen, das Embargo für entsprechende Testberichte dürfte ebenfalls an diesem Tag fallen.
AMD Ryzen Threadripper 3990X CPU Outperforms Two Xeon 8280 Chips
Der war bei Threadripper 2xxx nötig weil die CPU keine einheitliche SPeicheranbindung hatte. Bei Threadripper 3xxx bringt das nix mehr.
Edit: Gesagt, getan. Hier hat HisN gemessen: CPU interne Latenzen - SiSoftware Benchmark
Es ist also überhaupt nicht egal, denn es gibt ganz klar einen Cluster, der deutlich über jenen 70ns liegt, da man bei einem Mainstream Ryzen 3000 mit zwei Chiplets erwarten kann.
Und beim Multi-Process-Test ist der TR sogar ungewöhnlich stark eingebrochen, dass aus dem GPU-Limit oftmals ein CPU-Limit wurde. Das ganze trotz Quad-Channel Interface.