Ryzen Threadripper 2990WX und 2950X im Test
Der Ryzen-Refresh ist nun auch bei den Threadripper-Modellen angelangt: Wir testen die beiden Flaggschiffe der WX- und X-Linie im Vergleich zu den Vorgängern und zu Intels Core-CPUs - insbesondere den Core i9-7980XE.
In diesem Artikel
Update: Wir haben die Spiele-Benchmarks auf Seite 2 nun noch um Rise of the Tomb Raider erweitert.
Bei AMD ist es seit dem letzten Jahr üblich, neue Prozessorfamilien in Wellen zu veröffentlichen. Nachdem die zweite Generation der Ryzen-Prozessoren vor einigen Monaten erschienen ist und den CPU-Markt ordentlich aufgemischt hat, folgt nun auch die zweite Generation der mächtigen Ryzen-Threadripper-Reihe. Damit reagiert AMD auf den kommenden 28-Kerner von Intel und führt die Linie der Desktop-Prozessoren mit Epyc-Server-Elementen weiter. AMD unterteilt die TR-Familie diesmal in zwei Kategorien: Die X-Reihe für CPUs mit bis zu 16 Kernen, welche für Gamer und Enthusiasten ausgelegt ist. Die zweite Reihe wird mit "WX"-Suffix betitelt und enthält CPUs mit bis zu 32 Kernen. Sie ist für Content-Creation und professionelle Anwendungen, wie z.B. Maya oder Blender, ausgelegt.
| Modell | Kerne/Threads | Basistakt | Max. Boost inkl. XFR 2 | L3-Cache | TDP | Preis (UVP bei Release) | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen Threadripper 2990WX | 32/64 | 3,0 GHz | 4,2 GHz | 64 MiByte | 250 Watt | 1.799 USD | 13. August |
| Ryzen Threadripper 2970WX | 24/48 | 3,0 GHz | 4,2 GHz | 64 MiByte | 250 Watt | 1.299 USD | Oktober |
| Ryzen Threadripper 2950X | 16/32 | 3,5 GHz | 4,4 GHz | 32 MiByte | 180 Watt | 899 USD | 31. August |
| Ryzen Threadripper 1950X | 16/32 | 3,4 GHz | 4,2 GHz | 32 MiByte | 180 Watt | 999 USD | gegeben |
| Ryzen Threadripper 2920X | 12/24 | 3,5 GHz | 4,3 GHz | 32 MiByte | 180 Watt | 649 USD | Oktober |
| Ryzen Threadripper 1920X | 12/24 | 3,5 GHz | 4,2 GHz | 32 MiByte | 180 Watt | 799 USD | gegeben |
| Ryzen Threadripper 1900X | 8/16 | 3,8 GHz | 4,2 GHz | 16 MiByte | 180 Watt | 549 USD | gegeben |
Insgesamt wird es vier neue Ryzen-Threadripper-Modelle geben. Zuerst erscheint das "höchste" WX-Modell, der Threadripper 2990WX, am 13. August. Das höchste X-Modell erscheint Ende August. Die "kleineren" Modelle 2970WX und 2920X folgen dann im Oktober. Mit den frischen Funktionen der zweiten Ryzen-Generation (z.B. XFR 2 und Precision Boost 2) im Gepäck, will AMD mit den neuen Modellen nun endgültig zu Intel aufschließen und sogar überholen. Ob es AMD nun endlich geschafft hat, erfahren Sie nun im Threadripper-2000-Test.
Grundlegend handelt es sich bei den neuen Threadripper-Modellen um einen Refresh in der neuen Zen+-Architektur. Zur Threadripper-1-Architektur sowie zur zugrundeliegenden TR4-Plattform haben wir separate Artikel im Angebot - hier soll es rein um einen Blick auf die Performance gehen.
Im Rahmen des von AMD zur Verfügung gestellten Test-Kits verwenden wir für die ersten Threadripper-Tests ein Asus ROG Zenith Extreme mit dem passenden Upgrade-Kit (für bessere Kühlung). Zugeschickt wurden uns zudem das MSI MEG X399 Creation Motherboard, ein Cooler Master Wraith Ripper, eine Enermax LiqTech TR4 360 Komplett-Wasserkühlung, 4 x 8GB G.Skill Flare X schwarz DDR4-3200 (Single-Rank) und natürlich die Threadripper 2990WX und 2950X Modelle.
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel ist lediglich ein Ausschnitt der umfangreichen, noch laufenden Tests. Weitere Threadripper-2000-Ergebnisse (Frametimes, mehr Spiele, mehr Anwendungen, ausführliches Overclocking u.v.m.) finden Sie in der kommenden PCGH-Ausgabe 10/2018 - ab 5.9. am Kiosk.
Das ist neu bei Ryzen 2000 Threadripper
Quelle: AMD
Datenblatt des 2990WX und 2950X.
Die erste Generation der Ryzen Threadripper sind bereits beliebte CPUs bei Adobe-Nutzern, Streamern und auch High-End-Enthusiasten. So eine hohe Kernanzahl gab es bis dahin nur bei Intels Xeon-Plattform. Diese trumpfen zwar mit einer ordentlichen Anzahl an Kernen auf, takten jedoch relativ niedrig und sind recht teuer.
Quelle: PC Games Hardware
Die beiden High-End Ryzen Threadripper 2990WX & 2950X bringen ordentlich viel Rechenkraft ins Rennen.
Deswegen waren die vergleichsweise günstigen Threadripper bisher ein gutes Angebot für Nutzer, die von einer hohen Kernanzahl profitieren können. Um das Spektrum zwischen Gamern und Content-Creators noch besser abzudecken, teilt AMD die Threadripper -Modelle in zwei Kategorien auf: Die X-Reihe bleibt wie bisher die Wahl für Gamer. Die Anzahl an Kernen bleibt beim 2950X (16K/32T) und 2920X (12K/24T) gleich, jedoch wird der maximale Boost ein wenig angehoben und Precision Boost und XFR auf die zweite Version gebracht. Die TDP von 180 Watt bleibt bestehen.
Die WX-Reihe ist die Wahl für Medienschaffende und Streamer. Die Anzahl an Rechenherzen reicht dabei von 24 Kernen und 48 Threads beim 2970WX bis hin zu 32 Kernen und 64 Threads beim 2990WX. Beim Letzteren beträgt zwar der Basistakt 3,0 GHz, der wird aber sowieso quasi nie verwendet und der maximale Boost von 4,2 GHz bietet genügend Taktkraft. Auch hier kommen Precision Boost 2 und XFR 2 zum Einsatz und ermöglichen - eine gute Kühlung vorausgesetzt - längeren maximalen Boost. Auch der L3-Cache wird auf 64 MiByte angehoben. Um so viele Kerne effektiv antreiben zu können, wird das thermische Budget auf nun 250 Watt TDP angehoben. Die beiden Gaming-Modelle besitzen auch weiterhin nur zwei von vier aktivierten Dies, die Content-Creation-Modelle verfügen über die vollen vier aktivierten Dies. An der Anzahl der Speicher-Controller wurde ebenfalls nicht gerüttelt: Sogar der große 2990WX verfügt nur über zwei Controller.
Passend zum Thema: Ryzen Threadripper 1000 versus Ryzen Threadripper 2000 im Direktvergleich
Nach wie vor gilt: Alle (neuen) Ryzen- Threadripper -Modelle besitzen einen freigeschalteten Multiplikator für problemloses Overclocking-Experimente und aktives SMT, welches die parallel zu bearbeitenden Threads virtuell verdoppelt.
Ryzen 2000 Threadripper: Cache und Speicher
| Speicherunterstützung | 4/4 Riegel, Single Rank | 4/4 Riegel, Dual Rank | 4/8 Riegel, Single Rank | 4/8 Riegel, Dual Rank | 8/8 Riegel, Single Rank | 8/8 Riegel, Dual Rank |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen Threadripper 2000 | DDR4-2933 | DDR4-2933 | DDR4-2667 | DDR4-2667 | DDR4-2133 | DDR4-1866 |
| Ryzen Threadripper 1000 | DDR4-2667 | DDR4-2400 | DDR4-2667 | DDR4-2400 | DDR4-2133 | DDR4-1866 |
Wie bei der ersten Generation und bei den Ryzen-2000ern wird zwischen Dual-Rank- und Single-Rank-Bauweise unterschieden. Standardmäßig testen wir Ryzen-2000- Threadripper-Prozessoren mit 4× DDR4-2933 in Dual-Rank-Bauweise. Dual-Rank hatte sich in der Vergangenheit dabei als schneller herausgestellt, ob dies immer noch der Fall ist, haben wir in einem kurzen Test überprüft. Einige Beispiel-Werte sehen Sie im Benchmark-Diagramm Dual-Rank VS. Single-Rank.
Die überarbeitete Zen+-Architektur bringt seine Verbesserungen bei RAM-Latenzen und am Cache mit sich. Laut AMD bringt das bei den neuen Threadripper-Modellen Folgendes:
- Eine Reduktion der L3 Cache Latenz um etwa 15%
- Eine Reduktion der L2 Cache Latenz um etwa 9%
- Eine Reduktion der L1 Cache Latenz um etwa 8%
- Eine Reduktion der DRAM Latenz um etwa 2%
- Offizielle Unterstützung von JEDEC DDR4-2933 (in der ersten Generation war es 2667)
Ob AMD diese Angaben halten kann, prüfen wir in der Print-Ausgabe 10/2018.
Neues im Ryzen Master Tool 1.4
Auch das hauseigene und beliebte Ryzen Master Tools wurde auf den neuesten Stand gebracht und bietet nun einige nette Funktionen: Da manche Spiele mit einer so hohen Anzahl an Kernen und Threads nicht vernünftig laufen (oder sich sogar erst gar nicht starten lassen), gibt es den sogenannten Legacy Compatibility Mode. Dieser war zwar schon davor enthalten, wird aber besonders bei den WX-Modellen hervorgehoben. Damit kann die Kernanzahl wieder halbiert oder geviertelt werden und so kann man aus einem 2990WX einen "2950X" machen.
Auch ist der von AMD eingeführte Precision Boost Overdrive nun für die neuen Threadripper-Modelle verfügbar. Das ist ein von AMD vorkonfiguriertes Overclocking-Profil, welches jedoch die Vorteile von Precision Boost und XFR behält. Beim "händischen" Overclocking verlieren
Quelle: AMD
Datenblatt zu den Unterstützen Overclocking-Modi des Ryzen Master Tools.
Threadripper diese beiden Funktionen. Die Anzeige des Package Power Tracking (PPT), der Thermal Design Current (TDC) und der Electrical Design Current (EDC) sowie ein Stern für die Darstellung der "schnellsten" Kerne wurde ergänzt. Die individuelle Einstellung des Clock Speeds für einzelne CCX und die Gruppierung der Kerne in der UI nach ihrer physikalischen Lage auf der CPU runden die neue Version gut ab. Zuletzt ist der Hintergrund des Tools jetzt semi-transparent, um ein modernes Look & Feel zu erzeugen.
Ryzen 2000 Threadripper: Zubehör
Quelle: PC Games Hardware
Alle bisherigen X399-Mainboards sind über ein BIOS-Update kompatibel.
Viel ändert sich beim Zubehör der Threadripper-Modelle nicht: Die neuen Modelle werden in einer überarbeiteten und eigentlich ganz schicken Verpackung ohne Boxed-Kühler verkauft. Zudem hat AMD in Zusammenarbeit mit Cooler Master einen passenden und speziellen Kühler für die neuen Rechenmonster, den Wraith Ripper, erstellt. Dieser verfügt nun auch über einstellbare RGB-Beleuchtung. Ob das nötig war, bleibt jedem selbst überlassen. Alle bisherigen
X399-Mainboards sind über ein BIOS-Update kompatibel und verfügen über den vollen Funktionsumfang. Es gibt keine Einschränkungen, wenn man einen neuen Threadripper mit dem bisherigen Boards verwendet. Asus hat für sein ROG Zenith Extreme ein Kühler-Upgrade-Kit vorgestellt, mit dem das Mainboard auch die 250 TDP "aushält" und MSI hat mit dem MEG X399 Creation ein Mainboard für Concent-Creator und den 2990WX im Speziellen veröffentlicht. Dieser soll auch besonders gut für Overclocking geeignet sein. Zuletzt veröffentlicht auch Gigabyte mit dem X399 AORUS XTREME ein neues Mainboard für die Threadripper-Plattform, mit besonderen Hinblick auf die neuen Modelle und die erhöhte TDP.

Im Geforce 399.24 WHQL beinhaltet diese Fehlerbehebung:
Download: Drivers | GeForce
Epyc 7551 vs 6850K; Fluent Bench -- CFD Online Discussion Forums
Und hier sind 8 Speicherkanäle am Werk, anstatt nur 4 wie beim 2990WX. Sobald Speicherbandbreite gefordert wird, sieht es sehr schlecht für den 32 Kerner aus. Im Vergleich, ein Dual Epyc System mit 2x 16 Kernen ist doppelt so schnell wie der 32 Kerner.
http://extreme.pcgameshardware.de/attachment.php?attachmentid=1006379&stc=1
Selbst mit den alten Geforce 391.35 WHQL (via Test von Hexus.net) brachen Leistung ein. Es liegt irgendwo tiefer drinnen.
Krass, aber wer da wieder Böses denkt......
hat vermutlich recht
Scheint ein Problem mit dem nv-Treiber zu sein.