PCGH-Plus Label [PLUS] Ryzen Threadripper vs. Intel: UMA vs. NUMA in sechs Spielen und sechs Anwendungen

PCGH Plus: AMD erlaubt beim Ryzen Threadripper 2950X, zwischen zwei Zugriffsmodi des Arbeitsspeichers zu wählen. NUMA ist fürs Gaming, UMA für Anwendungen gedacht. Doch bringt der Wechsel etwas? Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 11/2018.

0
Special Daniel Hoffmann Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
 Ryzen Threadripper vs. Intel: UMA vs. NUMA in sechs Spielen und sechs Anwendungen
Quelle: PC Games Hardware

Threadripper UMA vs NUMA

Vielen Lesern dürften diese beiden Begriffe nichts oder nicht viel bedeuten, da der normale Nutzer selten damit in Berührung kommt. Dabei handelt es sich um Konzepte, wie die CPU auf welchen (Arbeits-)Speicher zugreifen darf. Jedes Konzept bietet dabei Vor- und Nachteile in gewissen Situationen.

Die meisten Prozessoren im Desktop-Segment besitzen einen Die, welcher alle zur Verfügung stehenden Speicherkanäle zum Arbeitsspeicher verwenden darf. Deswegen benutzen so gut wie alle Desktop-CPUs das UMA-Konzept (Uniform-Memory-Access): Hier darf die CPU bzw. der eine Die auf den gesamten Arbeitsspeicher zugreifen. Gibt es mehr als einen Die, kann das NUMA-Konzept zu einer erhöhten Latenz und zu einem Leistungsverlust führen. Die Speicherbandbreite bleibt hier zwar gleich, durch die Verwendung eines Interconnects (QPI bei Intel und Infinity Fabric bei AMD) steigt die Latenz jedoch an. Bei latenzabhängigen Andwendungen, wie etwa Adobe Premiere, führt das zu deutlichen Leistungseinbußen. Auch gibt es hier Probleme mit doppelten Einträgen im Speicher oder zeitgleichem Zugriff auf dieselbe Adresse.

Bei mehreren Dies kann das NUMA-Konzept (Non-Uniform Memory Access) helfen: Jeder Die bekommt einen festen Speicherbereich zugeteilt. Überkreuzte Zugriffe sind hier nicht mehr möglich und die durchschnittliche Speicherlatenz sinkt, was jedoch auf Kosten der Speicherbandbreite geht.

Das Ryzen Master Tool

Mit der Ryzen-Architektur ist AMD ein großes Risiko eingegangen, hat die Firma doch damit eine komplett neue Architektur aus dem Boden gestampft. In der Planungsphase hat sich der Hersteller mit den Vorteilen von vielen Kernen, höheren Taktraten, Die-zu-Die-Latenzen und dem Speicherzugriff beschäftigt. Herausgekommen ist ein recht umfangreiches Ryzen Master Tool, welchen dem Ryzen-Nutzer eine große Auswahl an Einstellungsmöglichkeiten bietet.

PC Games Hardware PLUS
Jetzt für 0,99 € kaufen
oder Werbefreiheit und Zugriff auf alle PLUS-Artikel (Monatsabo)
Für 4,80 EUR PLUS-Abo abschließen Bitte loggen Sie sich in Ihren PCGH-Community-Account ein, um diesen Artikel kaufen zu können. Alle Angebote für PLUS (Monatsabo, Jahresabo, Upgrades für Werbefrei) finden Sie auf unserer Supporter-Seite
Das finden Sie im Artikel:
  • Vergleich der Konzepte: UMA versus NUMA
  • Anwendungs-Benchmarks: 7-Zip, Adobe Premiere Pro, Handbrake 1.10 (Apple HEVC), Handbrake 1.10 (H.264), Cinebench R15, Adobe Lightroom
  • Spiele-Benchmarks: Cities Skylines, The Witcher 3, Far Cry 5, Assassin's Creed Odyssey, Prey, Rise of the Tomb Raider
  • Getestete CPUs: i7-7980XE, TR 2950X, TR 2990 WX, i7-8700K, R7 2700X
INFO: Sie können PCGH-PLUS-Artikel einzeln kaufen oder ein PLUS-Abo erwerben.
Als PCGH-Digital-Abonnent erhalten Sie kostenfrei Zugriff auf alle PLUS-Artikel.

0
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk