Ryzen Threadripper kam erst im Sommer 2016 auf AMDs CPU-Roadmap

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Ryzen Threadripper kam erst im Sommer 2016 auf AMDs CPU-Roadmap
Quelle: PC Games Hardware

Die High-End-Desktop-Plattform rund um Ryzen Threadripper sei erst sehr spät auf AMDs CPU-Roadmap gekommen. Die Prozessoren sollen nie einen richtigen Business-Plan gehabt haben, die Grundlagen seien von Mitarbeitern in ihrer Freizeit geschaffen worden - bis sie laut eigenen Aussagen das Management von dem Projekt überzeugen konnten. Ryzen Threadripper habe nach dem grünen Licht ein Jahr Zeit gehabt, um es auf den Markt zu schaffen.

Zur Veröffentlichung von Ryzen Threadripper (Test) hat bereits vieles auf eine kurzfristige Veröffentlichung hingedeutet. Viele Leaks gab es im Vorfeld nicht, AMD hat den riesigen LGA-4094-Sockel und das Package aus dem Server-Bereich übernommen und es gab nicht viele Mainboard- sowie Kühleroptionen. Inzwischen haben AMD-Mitarbeiter gegenüber forbes.com ein bisschen aus dem Nähkästchen erzählt und verraten, wie es zu der tatsächlich kurzfristigen Veröffentlichung kam.

Ursprünglich hätten nur die Ryzen-7/5/3-Prozessoren und die Server-Ableger rund um Epyc auf der internen Roadmap gestanden. Mitarbeiter hätten die Lücke zwischen Ryzen und Epyc gesehen und sich überlegt, wie man diese schließen könnte. Daraus sei letztendlich ein Team aus 20 bis 30 Leuten entstanden, darunter Plattformarchitekten, Kern-Designer und Mitarbeiter aus der Business-Einheit, die sich hauptsächlich in ihrer Freizeit mit dem Projekt beschäftigten. Dessen Codename sei übrigens Threadripper gewesen - eine Seltenheit, dass der Codename für das finale Produkt verwendet wird.

Die heimlichen Überlegungen an dem Projekt sollen im Jahr 2014 begonnen haben. Erst während der Computex 2016, also Ende Mai, Anfang Juni des vergangenen Jahres, sei Jim Anderson, Senior Vice President und General Manager für den Geschäftsbereich Computing and Graphics, während einer Taxifahrt auf das Projekt Threadripper aufmerksam gemacht worden. Er habe es geliebt, ihm grünes Licht gegeben und dafür gesorgt, dass es auf AMDs Roadmap kommt.

Das ursprüngliche Team habe eine Veröffentlichung 2018 vorgesehen. Erst Anderson soll auf einen zeitnahen Launch nach Ryzen bestanden haben. Viele Entscheidungen seien deshalb gefällt worden, um die Entwicklungszeit zu verkürzen - darunter die Übernahme des Server-Sockels SP3 als TR4. Einen richtigen Business-Plan habe es nie gegeben. "Wir bauten [Threadripper], weil wir wussten, dass er großartig ist, weil wir konnten und um das bestmögliche Produkt zu erstellen". Nette Anekdote: Anderson habe laut eigenen Aussagen eine beleuchtete Retail-Verpackung gewollt, diese jedoch aufgegeben, weil sie den Zeitplan um Monate zurückgeworfen hätte.

Letztendlich sei Ryzen Threadripper trotz der außergewöhnlichen Entwicklung laut einer internen Durchführbarkeitsstudie das am besten geplante Produkt seit einer langen Zeit gewesen. Das Team habe zwischenzeitlich über einen eigenen, größeren Die für Ryzen Threadripper nachgedacht, die Idee aber vor allem wegen des Zeitaufwandes von rund zwei zusätzlichen Jahren wieder verworfen.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Multithread Software-Overclocker(in)
        Manchmals ist es eben einfach eine Hand voll begeisteter Enthusiasten, welche so ein Projekt auf die Beine stellen.

        Die waren ziemlich gut Organisiert, wenn AMD deren Vorarbeit so 'leicht' übernehmen konnte. Respekt
      • Von Multithread Software-Overclocker(in)
        Manchmals ist es eben einfach eine Hand voll begeisteter Enthusiasten, welche so ein Projekt auf die Beine stellen.

        Die waren ziemlich gut Organisiert, wenn AMD deren Vorarbeit so 'leicht' übernehmen konnte. Respekt
      • Von Giesbert_PK Freizeitschrauber(in)
        Schöne Geschichte, danke an die AMD Mitarbeiter die ihren Chef überzeugen konnten.

        Der Ripper ist echt ein Monster an multicore Leistung. Und bis 4 GHz Takt bei 16 Kernen bleiben Wohl keine Wünsche beim 4K Rendern offen
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