Ryzen 9 9950X3D mit 5,9 GHz, PBO und RAM-Tuning am Limit
Im Ryzen 9 9950X3D stecken noch so manche Takt- und damit Leistungsreserven, welche sich mit PBO, Curve Optimizer und Curve Shaper sowie Undervolting und RAM-Tuning noch einmal deutlich ausdehnen lassen. Doch ist das dann noch praxisnah?
In einem AMD Ryzen 9 9950X3D stecken noch so manche versteckte Takt- und damit Leistungsreserven, welche sich mit Features wie Precision Boost Overdrive ("PBO") 2, Scalar, Curve Optimizer und Curve Shaper sowie manuellen Optimierungsverfahren wie Undervolting und RAM-Tuning noch einmal deutlich ausdehnen lassen, wie SkatterBencher nun in einem ausführlichen Tuning-Guide demonstriert.
Wie der Overclocker anhand mehrere Folien veranschaulicht, lässt sich das Taktlimit des Ryzen 9 9950X3D mit der Hilfe eines angepassten Precision Boost Overdrives und einer Übersteuerung der Maximaltaktfrequenzen ("FMAX") um 200 MHz anheben, was auf dem CCD ("Core Complex Die") mit 3D V-Cache, dem CCD0, in bis zu 5,75 anstatt 5,5 GHz resultiert, während das CCD1 ohne "gestapelten" L3-Cache gar bis zu 5,95 anstatt 5,75 GHz erreichen kann. Abseits kurzer Taktspitzen ("Peaks") sind die anliegenden Taktfrequenzen in der Praxis unter Last tatsächlich geringer.
Quelle: SkatterBencher
Während die Standard-TDP ("Thermal Design Power") im Rahmen des PBO-Tunings mit 170 Watt unverändert bleibt, wird die maximal mögliche Leistungsaufnahme, das sogenannte PPT ("Package Power Tracking"), von 200 auf 1.000 Watt theoretische 1.000 Watt angehoben und ist damit im Grunde unlimitiert. Ebenfalls ohne eine Begrenzung arbeiten die beiden Parameter TDC und EDC. Der Overclocker beschleunigt die CPU zudem mit den nachfolgenden Maßnahmen.
- AMD EXPO
- Precision Boost 2 + Scalar
- Precision Boost Overdrive ("PBO") 2
- Curve Optimizer + Curve Shaper
- Undervolting + Loadline
- DRAM-Tuning
Zudem geht der versierte Tech-YouTuber auch auf die Feinheiten des Mainboards und dessen BIOS ein und liefert viele Tipps, um noch mehr aus dem Ryzen 9 9950X3D herauszuholen. Zum Einsatz kommen neben dem aktuell schnellsten Prozessor in unserem CPU-Index zudem ein Asus ROG Crosshair X870E Hero sowie ein Speicherausbau mit 32 GiB DDR5-8000 vom Typ G.Skill Trident Z5 Neo.
Ryzen 9 9950X3D
Während die höchsten Taktfrequenzen von bis zu 5,9 GHz erwartungsgemäß mit der Kombination aller Tuning-Maßnahmen, bestehend aus PBO 2, Scalar, Curve Optimizer, Curve Shaper und manuellem RAM-Tuning erzielt werden konnten, stieg die erzielte Performance um rund 6,5 Prozent. In PyPrime wurde ein Leistungsanstieg bei der Rechenleistung auf einen Prozessorkern von mehr als 40 Prozent ermittelt.
In seinem rund 45-minütigen Testvideo geht SkatterBencher auf sämtliche Details ein und behandelt weitere interessante Themen wie etwa den DRAM-Controller, den sogenannten Integrated Memory Controller ("IMC"), genauso wie viele der essenziellen BIOS-Optionen für ein erfolgreiches Overclocking.
Neben dem YouTube-Video hat der Overclocker auch einen ausführlichen Online-Artikel mit sämtlichen Benchmarks und Einstellungen zum Nachlesen veröffentlicht.
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Quelle: SkatterBencher

Kleine Korrektur, die Standard TDP von 170W wird nicht eingehalten.
Die TDP setzt sich bei AMD aus der PPT, TDC und EDC zusammen.
Ändert man folglich die PPT, dann hat man eben nichtmehr die Standard TDP.
Korrekt wäre es daher wenn man sowas sagt wie "Die PPT wurde auf 1000W erhöht, während EDC und TDC auf den Werten des 170W TDP Limits bleibt".
Habe das Video nicht gesehen, aber hat er an EDC und TDC wirklich nichts geändert? Weil einer dieser drei Werte limitiert immer. Wahllos die PPT anzuheben ohne EDC und TDC auch anzuheben führt zwangsläufig zu einem EDC/TDC Limit, dann bringt eine so starke Erhöhung der PPT auch nichts.
Natürlich immer unter der Prämisse dass die Temperatur nicht vorher limitiert.
9800X3D bleibt "THE" Gaming CPU....