AMD Ryzen 9 7950X3D: 1,55 Volt führen zu Totalschaden
Offiziell sind die X3D-CPUs von AMD nicht übertaktbar. Nichtsdestotrotz hat sich der Tuner Roman "der8auer" Hartung daran versucht, vielleicht dennoch ein paar Anpassungen vorzunehmen und dabei potenzielle Probleme aufzudecken.
Roman Hartung, vielen besser bekannt als "der8auer", war kürzlich in Taiwan unterwegs und hat dabei im Labor von Asus mit dem AMD Ryzen 9 7950X3D experimentiert. Auf dem Programm stand dabei der Versuch, der CPU trotz von offizieller Seite verneinten Overclocking-Spielraum eventuell doch etwas zusätzliche Leistung zu entlocken und mögliche Fallstricke aufzudecken. Ob das Experiment geglückt ist, verrät Hartung in seinem kürzlich veröffentlichen Video-Log zum Taiwan-Trip.
Erfolgreich waren die Versuche letztlich zwar bedingt, doch der Prozessor segnete recht zügig das Zeitliche. Ursächlich war dafür die eingestellte Spannung, die der CPU alles andere als gut bekommen ist.
Getestet wurde auf einem Asus ROG Crosshair X670E, welches die Anpassung der Kernspannung beim Ryzen 9 7950X3D, ungeachtet vorangegangener Restriktionen bei den X3D-CPUs, erlaubt. Im ersten Anlauf erhöhte Hartung die Spannung auf zunächst 1,35 Volt, während in der Standard-Konfiguration unter Last rund 1 Volt anliegt. Dass es dabei sehr wahrscheinlich zu hitzig für den Einsatz einer All-in-One-Wasserkühlung zugeht, war zumindest erwartbar, schließlich erreicht die CPU ohne Anpassungen bereits in Spitze Temperaturen im Bereich von 80 bis 90 Grad Celsius. Dementsprechend erfolgte ein direkter Griff zu Flüssigstickstoff.
Der Betrieb des Ryzen 9 7950X3D mit 1,35 Volt bereitete keine Probleme. Im Cinebench R23 hielt der Prozessor den Takt, während sich die Temperatur zwischen 85 und 90 Grad Celsius bewegte. Nach diesem erfolgreichen Erstanlauf entschied sich Hartung, die Kernspannung auf 1,55 Volt anzuheben. Wie er selbst im Video erklärt, ist das für aktuelle Intel-Prozessoren und Non-X3D-CPUs von AMD unproblematisch, für die Ryzen 9 7950X3D hingegen bereits ein deutlicher Sprung mit fatalen Folgen. Bereits unmittelbar nach Übernehmen des Wertes war das getestete Exemplar hinüber.
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Letztlich resümiert Hartung, dass das Anheben der Spannung bei X3D-CPUs auf derartige Werte generell mit einem erhöhten Risiko verbunden ist. Dabei soll allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei dem recht schnellen Ableben des genutzten Exemplars womöglich um einen schlichten Zufall handelt. Gleichwohl verwundert es laut Hartung eher, dass die Anpassung der Kernspannung, insbesondere auf derartige Werte, bei dem Ryzen 9 7950X3D überhaupt möglich war, während andere und eher unproblematischere Parameter nicht angepasst werden können. Nach Rücksprache mit Asus und AMD scheint das letztliche Resultat das Deckeln der maximal einstellbaren Spannung auf 1,35 Volt zu sein, um unschöne Überraschungen zu vermeiden.


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1,4v Prime95 waren mit Custom-WaKü. Laut Shamino taktet sich die CPU dabei zwar dauerhaft runter, aber hat den Langzeittest überlebt.
Bezüglich Power Mods: Ey, in deiner Position muss man Herausforderungen auch mal annehmen und meistern.
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