Nach Nvidia und Intel: Nun auch AMD mit dramatischer Umsatzwarnung
Nun muss auch AMD vor dramatisch gesunken Umsätzen warnen: Im dritten Quartal fehlen AMD aller Voraussicht nach 1,1 Mrd. US-Dollar Umsatz, vor allem durch CPU-Client-Verkäufe. Ryzen 7000 zählt noch nicht in die Umsätze.
Es musste fast so kommen: Nachdem AMD bisher glänzend durch das schwierige Jahr gekommen war, während Nvidia und Intel massive Probleme hatten, muss man nun gesunkene Umsätze eingestehen.
1,1 Mrd. USD Umsatz fehlen
Bisher hatte AMD 6,7 Mrd. US-Dollar Umsatz für das dritte Quartal prognostiziert. Das Quartal endete am 25.09., AMD schickt aber schon jetzt eine sogenannte Umsatzwarnung heraus. Man plant mit 5,6 Mrd. USD Umsatz, also 1,1 Mrd. weniger. Auch die Bruttomarge schrumpft: Anstatt 54 Prozent sollen es nur 50 Prozent werden. Finale Zahlen stellt AMD dann am 1.11. vor. Immerhin: Im Vergleich zum Vorjahresquartal steht damit noch immer ein Umsatzwachstum von 29 Prozent in den Plänen. Eigentlich wollte man aber 55 Prozent über Vorjahr liegen. Aussagen zum Gewinn gibt es bisher nicht.
Doch wo drückt bei AMD konkret der Schuh? Vor allem die Client-Sparte (CPUs und APUs: Desktop und Mobile) bricht gegenüber dem Vorquartal deutlich ein, AMD spricht von 53 Prozent weniger Umsatz. Der PC-Markt sei schwächer als erwartet und es gebe "erhebliche Bestandskorrekturen in der PC-Lieferkette". Letztendlich wurden dadurch weniger Client-CPUs (Desktop- und Notebook-CPUs und -APUs) ausgeliefert und deren Durchschnittspreis war auch niedriger als bisher. Außerdem muss AMD rund 160 Mio. US-Dollar für Lagerbestände, Preisgestaltung und damit verbundene Rückstellungen im "Grafik- und Client-Geschäft" aufwenden. Die im Handel stark gesunkenen Preise für Grafikkarten dürften sich hier widerspiegeln. Explizit keine Probleme haben die Bereiche Data Center, Gaming (insgesamt, mit Konsolen-SoCs) und Embedded: Hier liegt man auf Plan oder sogar über Plan.
| Umsätze (Mrd.) | |||
|---|---|---|---|
| Q3 (vorläufig) | Vorquartal | Vorjahresquartal | |
| Data Center | ~$1,6 | Up 8% | Up 45% |
| Client | ~$1,0 | Down 53% | Down 40% |
| Gaming | ~$1,6 | Flat | Up 14% |
| Embedded | ~$1,3 | Up 4% | Up 1,549% |
| Total | ~$5,6 | Down 15% | Up 29% |
"Der PC-Markt hat sich in diesem Quartal deutlich abgeschwächt", erklärt Dr. Lisa Su, CEO von AMD. "Obwohl unser Produktportfolio nach wie vor sehr stark ist, führten die makroökonomischen Bedingungen zu einer niedrigeren PC-Nachfrage als erwartet und zu einer erheblichen Bestandskorrektur in der gesamten PC-Lieferkette. Während wir die aktuellen Marktbedingungen meistern, sind wir mit der Leistung unserer Segmente Data Center, Embedded und Gaming sowie der Stärke unseres diversifizierten Geschäftsmodells und unserer Bilanz zufrieden. Wir konzentrieren uns weiterhin auf die Umsetzung unserer führenden Produkt-Roadmap und freuen uns darauf, unsere 5-nm-Rechenzentrums- und Grafikprodukte der nächsten Generation später im Quartal auf den Markt zu bringen." Su meint hier vermutlich, dass Radeon RX 7000 im vierten Quartal erscheint, also noch dieses Jahr.
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Sobald sich abzeichnet, dass der Umsatz niedriger ausfällt, als die veröffentlichten Vorhersagen, müssen diese Warnungen rausgegeben werden, damit die Aktionäre rechtzeitig reagieren können.
Sobald sich abzeichnet, dass der Umsatz niedriger ausfällt, als die veröffentlichten Vorhersagen, müssen diese Warnungen rausgegeben werden, damit die Aktionäre rechtzeitig reagieren können.
AMD:
Umsatz sinkt im Vergleich zum letzten Quartel um 15% und steigt im Vergleich zu vor einem Jahr um 29%
Ja, sie verdienen weniger, als angenommen... allerdings ist das noch immer mehr als im letzten Quartal.
Gaming Umsatz im Vergleich zum Vorquartal ungefähr gleich (genauer sind die vorläufigen Zahlen nicht).
Im Vergleich zum letzten Jahr um 14% gestiegen.
Die GAAP Marge sank von 46% auf 42%.
Bei AMD muss man sich die Zahlen ein wenig zusammensuchen, da die endgültigen Q3 Zahlen ja erst am 01.11. veröffentlicht werden
Die vorläufigen Q3 Zahlen
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Vergleich dazu die Q2 berichteten Zahlen
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Nvidia:
Umsatzrückgang um 19% im Vergleich zum Vorquartal - immerhin noch ein Plus von 3% im Vergleich zum letzten Jahr.
Gaming ging um 44% zurück im Vergleich zum Vorquartal - im Vergleich zum Vorjahr noch 33% Rückgang.
Die GAAP Marge sank von 65,5% auf 43,5%
Nvidias Q2 2023 Zahlen:
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Sie kommen aktuell also auf ähnliche Margen.
Ja, beide haben einen Rückgang einzustecken.
Die eine Firma im Quartalsvergleich, die andere sowohl im Quartalsvergleich, als auch im Jahresvergleich.
Den Gewinn kann man aktuell noch nicht vergleichen, aber zumindest im Vergleich zu den Q2 Zahlen von AMD liegt Nvidia aktuell auf einem ähnlichen Niveau
Ganze 23 Tage vor der Vorstellung der neuen Generation hat AMD nichts, was mit der frisch vorgestellten 4000er Nvidia Generation mithalten kann?
You don't say!!
2,8 Mrd USD Schulden vs. 6 Mrd USD in Cash und Cash äquivalenten...
Sieht ja sehr ungesund aus.
Der Umsatz mit den neuen Ryzen 7000er CPUs ist aktuell nicht gerade berauschend.
Raptor Lake dürfte da in die gleiche Situation kommen.
Das Geld sitzt halt nicht mehr so locker.