Ryzen 9 7900X im Videotest: Aktuell leider sinnloses Zwischenmodell
Der AMD Ryzen 9 7900X sucht seine Identität: Einerseits müssen sich Content-Creator mit 12 Kernen begnügen. Andererseits soll er mit Intels Topmodellen in Spielen konkurrieren. Im Videotest klären wir, warum der aktuelle Zwölfkerner in keine Nische so richtig reinpasst.
Wir werfen einen Blick auf den AMD Ryzen 9 7900X mit 12 Kernen, der als Allrounder antritt. Die Vorgänger Ryzen 9 3900X und 5900X haben den Spagat zwischen Gaming und Content-Creation relativ gut hinbekommen, wobei der 5900X sogar die beste Wahl für Gamer aller Ryzen-5000-Prozessoren war. Im Vergleich zur Effizienz des 5800X und 5950X hat sich der 5900X am Ende ebenfalls gut platziert. Das gelingt dem Ryzen 9 7900X leider nicht.
Dank seines Kerndesigns und einer PPT-Beschränkung scheinen die Temperaturen besser beherrschbar zu sein als bei seinem größeren Bruder, dem 7950X. Er könnte ein Prozessor für diejenigen sein, die viel mit Videos oder der Erstellung von Render-Inhalten zu tun haben. Der Prozessor könnte ein Sweet Spot wie die Vorgänger-Zwölfer sein, aufgrund seiner außergewöhnlichen Leistung und der neuen Architektur, die PCI Express 5.0 und DDR5 ermöglicht, die schnell den 5,6- und bei guter Kühlung den 5,7-GHz-Bereich erreicht. Für Gaming sieht das aber aktuell nicht so aus und der Preis ist dafür auch noch nicht attraktiv genug. Und dann gibt es ja auch noch die neue TDP-Klasse von 170 Watt.
AMDs größtes Problem liegt in der Preisgestaltung, selbst wenn wir die Einführung von Raptor Lake am 20. Oktober ignoriert hätten: Intel hat zuversichtliche Leistungsaussagen gemacht: 15 Prozent mehr Leistung im Single-Thread, 41 Prozent mehr Leistung im Threading und 40 Prozent mehr Leistung insgesamt, was bedeutet, dass Raptor Lake und Ryzen 7000 eng beieinander liegen werden.
In Anbetracht von AMDs Preisproblemen im Zusammenhang mit dem AM5-Motherboard-Ökosystem und DDR5-Speicher, ganz zu schweigen von Intels teilweise aggressiven Alder- und Raptor Lake-Preisen, wird der Ryzen 9 7900X eine deutliche Preissenkung benötigen, um mit anderen modernen Angeboten konkurrenzfähig zu sein.

Man muß nur über den Tellerrand blicken.
Hab ich was verpasst? Oder sollte es statt 5090X einfach nur 5000er heißen?
Wenn AMD nichts liefern kann, dann können sie es gleich lassen. Von daher war das vermutlich die richtige Entscheidung, auch wenn ich mich auf den 7900X3D freuen würde.
Mit der x3d-Technologie in der Schublade hätte man sich diese Luftnummer eines 7000 non x3d sparen können.
Wenn alle Welt weiß, dass da mehr in der Hinterhand wartet, sollte man sich nicht über ausbleibende Absätze wundern.
Gerade AMD weiß prinzipiell, dass Sie ein Klientel bedienen, was sich etwas näher mit Hardware auseinandersetzt - was meinen die also wer groß auf den stani 7000ér abfährt?
Besonders in einer Zeit wo jeder auf den Klingelbeutel achtet und zweimal überlegt, ob der Zugewinn den Kosteneinsatz rechtfertigen würde.
@topic
Was denn nun Manu? Überflüssig oder nicht? Wenn ja, warum verwundert es dann nicht, dass es die beliebteste CPU ist nach Verkaufszahlen? Widerspricht sich das nicht eigentlich, oder steh ich auf der Leitung? Kann ja sein.
Ich vermute dass viele den 7900X gern mit einer RX7900XT kombinieren möchten. Allein des Namens wegen.
Selbst ich warte ja aktuell noch auf raptorlake und die X3D Varianten um mir ein Bild zu machen. AMD hat sich hier selbst die Zahlen madig gemacht durch die Ankündigung dass noch Varianten mit V-Cache kommen.
Selbst das wäre aber für viele gar nicht soo wichtig, wenn die Boardpartner, wie du schon richtig angemerkt hast, nicht so freche Preise für Ihre Hauptplatinen aufrufen würden.
Edit: danke an [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] , gestern abend wars für mich ein langer Tag.