Neue Q4-Rekorde: AMD über die Bedeutung von Zen 4, steigende Preise und Lieferketten

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AMD mit Q4-Zahlen: Zen 4 ist 2022 "sehr wichtig"
Quelle: AMD

AMD hat neue Zahlen für das vierte Quartal 2021 vorgelegt und bei Umsatz und Gewinn überzeugt. Besonders interessant ist der Blick auf die Umsätze mit Ryzen 5000, Radeon RX 6000 und PS5 bzw. Xbox Series S|X. Es gibt auch einen Ausblick auf Zen 4.

Bei AMD läuft es auch im vierten Quartal rund. Nachdem schon die ersten drei Quartale 2021 für neue Rekorde vor allem beim Umsatz, aber auch beim Gewinn sorgten, ist auch das vierte Quartal sehr positiv verlaufen.

AMD: Wieder neuer Umsatzrekord

Beim Umsatz kommt AMD laut Pressemeldung auf 4,826 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 49 Prozent zum Vorjahr und eine Steigerung von 12 Prozent zum Vorquartal. Auch beim Gewinn sieht es weiter positiv aus: Der Nettogewinn betrug starke 974 Mio. USD nach 948 Mio. im Vorquartal. Der Vergleich zum Vorjahresquartal hinkt etwas: Im Q4 2020 gab es einen Einmaleffekt von 1,3 Mrd. USD durch die Auflösung von Wertberichtigungen. Im Jahresverlauf 2021 konnte AMD den Nettogewinn in jedem Jahr steigern. Insgesamt kratzt man beim Umsatz an der 5-Milliarden- und beim Gewinn an der 1-Milliarden-Schallmauer. Das sorgte heute für ein Plus von sieben Prozent an der Börse, denn auch die Aussichten sind gut. Im ersten Quartal möchte man an die fünf Milliarden Umsatz kommen, im Gesamtjahr stellt man ein Umsatz-Wachstum von 31 Prozent zum Vorjahr in Aussicht. Mit aktuell gut 110 Euro pro Aktie ist man von den Höhenflügen im November 2021 mit 144 Euro aber noch etwas entfernt.

Ein Blick ins Kleingedruckte zeigt wie immer, wo das Wachstum bei AMD herkommt. Im Segment Computing und Graphics, wo unter anderem Ryzen (5000) und Radeon (RX 6000) verbucht werden, schaffte man einen Umsatz von 2,6 Mrd. USD, ein Plus von 32 Prozent zum Vorjahr bzw. 8 Prozent zum Vorquartal. Bei Ryzen und Radeon konnte erneut der durchschnittliche Verkaufspreis gesteigert werden und so stieg auch der operative Gewinn von 420 Mio. USD im Vorjahr auf nun 566 Mio. USD.

Die größten relativen Zuwächse kommen aber erneut aus der Sparte Enterprise, Embedded und Semi-Custom. 2,2 Mrd. USD konnte man hier umsetzen, satte 75 Prozent mehr als im Vorjahr und immerhin noch 17 Prozent mehr als im Vorquartal. Laut AMD waren die SoCs für PS5 und Xbox Series X der große Treiber, aber auch die Epyc-Verkäufe.

Was macht die Roadmap für 2022?

Aussagen von AMD zu den wichtigen Produkten für 2022 lassen sich zum Beispiel bei Seeking Alpha finden. So wiederholt man im Grunde die Pläne, die man schon zur CES vom Stapel gelassen hat. Neben dem Ryzen 7 5800X3D, der schon bald ansteht, stehen auch die Ryzen-7000-CPUs mit Zen 4 im Fokus. Die Desktop-CPUs mit Ryzen 7000 sollen eine "deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu unseren aktuellen Ryzen-Prozessoren" bieten. Dazu wird der 5-Nanometer-Zen-4-Kern mit Speicher- und IO-Technologien der nächsten Generation im neuen AM5-Sockel kombiniert, so AMD. Man sei weiter "auf dem besten Weg, sie in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 auf den Markt zu bringen".

Generell sei AMD "sehr begeistert" von seinen 5-Nanometer-Produkten. Lisa Su sieht Zen 4 dabei "als sehr wichtig" an. Zen 4 sei der Schwerpunkt für dieses Jahr, sowohl für Server als auch für Desktop. Die Arbeit am Infinity Fabric ermöglicht es AMD, das CPU- und GPU-Ökosystem gemeinsam zu optimieren. Generell sei die Nachfrage sehr stark und daher werde auch 2022 ein starkes Wachstum bringen - vor allem, wenn AMD seine "nächste Welle von Zen-4-CPUs und RDNA-3-GPUs" auf den Markt bringt. AMD hat auch "erhebliche" Investitionen getätigt, um die Fertigungskapazitäten zu sichern, die man für das Wachstum im Jahr 2022 und darüber hinaus benötigt. So will man weiterhin "deutlich" schneller als der Markt wachsen. Konkret habe man dafür Investitionen in die Wafer-Kapazität sowie in die Substrat- und Backend-Kapazität getätigt. AMD sei "sehr zufrieden" mit den Fortschritten in der Lieferkette, um die Prognose für 2022 zu erfüllen.

Und natürlich kann AMD seine Umsätze nicht nur über steigende Stückzahlen steigern, sondern auch über höhere Stückpreise. Angesprochen auf mögliche Preiserhöhungen, wie sie zuletzt die Runde aus chinesischen Medien machten, antwortet Su, dass die Branche in der gesamten Lieferkette einige Preiserhöhungen erlebt hat. AMD möchte diese Preiserhöhungen nicht 1:1 weitergeben, weshalb man mit den Partnern in der Lieferkette und Abnehmern der Produkte spricht, um einen Weg zu finden, die zusätzlichen Kosten zu teilen. Das Hauptaugenmerk lege jedoch darauf, dass man die "hohe Nachfrage mit dem Angebot befriedigen kann", so AMD.

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    • Kommentare (53)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Lamaan Software-Overclocker(in)
        @ Gruffi,

        danke für diesen informativen Beitrag und das Du Dir die Mühe gemacht hast alle Daten rauszusuchen. Wenn ich könnte würde ich dafür 3 mal thumbs up geben .

        Schade das es auf Deine Klarstellung mit folgender Gegenfrage keine Reaktion mehr gab.

        Viele Grüße
      • Von Lamaan Software-Overclocker(in)
        @ Gruffi,

        danke für diesen informativen Beitrag und das Du Dir die Mühe gemacht hast alle Daten rauszusuchen. Wenn ich könnte würde ich dafür 3 mal thumbs up geben .

        Schade das es auf Deine Klarstellung mit folgender Gegenfrage keine Reaktion mehr gab.

        Viele Grüße
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Wahrscheinlich geht es um Aussagen wie diese:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Eine weitere Unterstützung der alten Chipsätze nach Zen 2 war mit dem späten Release von Zen 3 Ende 2020 schon damals unwahrscheinlich / ein Wackelkandidat durch das Release Ende des Jahres und ich persönlich wäre mit einem 3700X auf einem B350 schon zufrieden. So nutze ich zwar nur einen 2700 mit X470-Mainboard, dafür aber mit SAM/rBAR.
      • Von gruffi PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Kann es sein, dass dir die Ausgangsfrage von Bärenmarke entfallen ist? Es ging um Enttäuschungen durch die Roadmap, also um Vorstellungen die durch AMD später erfolgten, als erwartet wurde.
        - Ryzen 4000 Retail: Erwartet im Frühjahr 2020, geliefert: Gar nicht. Erst durch Ryzen 5000G wurde die Lücke gefüllt, aber selbst zum Start des offiziell Zen/Zen+-inkompatiblen 2020 B550 hatte AMD keine Zen-2-APUs für Endkunden im Angebot.
        - Threadripper 5000: Erwartet Sommer/Herbst 21, geliefert: Gar nicht. Nicht-Pro-Versionen für TRX40-Besitzer werden wohl auch nicht mehr kommen.
        - günstige Zen-3-Modelle: Erwartet <6 Monate nach Launch 2019, geliefert: Bis auf weiteres gar nicht.
        - Milan: Erwartet 1H2020, geliefert 1H2021.
        - "Big Navi": Erwartet 2019, (aus)geliefert: Eher 2021 denn 2020.
        - Zen-3-Abwärtskompatibilität: Erwartet seit jeher, Ankündigung zur offiziellen Vorstellung. Geliefert für 300er I/O-Hubs bis heute nicht und für 400er erst nach massivem Shitstorm angekündigt.

        Wie von mir ausdrücklich geschrieben hängt es von der Definition ab, welche Rolle die Roadmp in all diesen Fällen spielte. Wie praktisch alle Hersteller gibt AMD so gut wie keine offiziellen Zukunftsperspektiven heraus und wenn dann nur extrem grobe, sodass die spätere Entwicklung garantiert nicht den Zusagen wiederspricht. Aber konkrete Erwartungen resultieren dennoch und genuau über solche Erwartungen diskutieren wir hier. Und in der Vergangenheit mussten diese auch bei AMD regelmäßig angepasst wurden, weil die Realität diesen Erwartungen deutlich hinterhinkt.
        Das ganz am Anfang dieser Frage angefeindete Arugment, dass AMD auch heute bestehende Erwartungen an die Zukunft verfehlen könnte ist also durchaus berechtigt beziehungsweise es kann nicht damit entkräftet werden, dass AMD in der Vergangenheit alle Erwartungen an Veröffentlichungstermine eingehalten hätte. Denn dem war definitiv nicht so.
        Dann zeige mir doch mal diese Roadmap vom "Ryzen 4000 Retail", der für "Frühjahr 2020" versprochen war. Und natürlich bitte eine offizielle. Ich kenne keine solche Roadmap. Ich kenne nur eine Roadmap, wo Renoir für Desktop angekündigt wurde, und auch nur generell für 2020. Mehr nicht. Und natürlich wurde Ryzen 4000 für Desktops geliefert. Wir haben in der Firma ja etliche davon verkauft.

        TR 5000 das gleiche. Ich kenne keine Roadmap oder offizielle Aussage, wo TR 5000 für "Sommer/Herbst 21" versprochen wurde. Falls doch, dann zeige mir diese bitte. Aufgrund der vorherigen TR Releases hätte man vielleicht darauf spekulieren können. Aber solange AMD nichts ankündigt, darf man eben auch nichts erwarten. Wo soll da jetzt die grosse Enttäuschung sein?

        Wo wurden "günstige Zen 3" erwartet? Ich habe dazu nie was Verbindliches von AMD gehört. Alles was ich dazu lesen konnte, waren lediglich Spekulationen.

        Die Produktion von Milan war auf der Roadmap für etwa Q3 2020 angekündigt. Demzufolge war die Auslieferung Q4 2020 / Q1 2021 zu erwarten. Wie du da auf 1H 2020 kommst, entzieht sich meiner Kenntnis.

        Navi 2x war immer für 2020 angekündigt und wurde 2020 verkauft.

        Für die Zen 3 Abwärtskompatibilität wurde ebenfalls nie was angekündigt oder versprochen. Zumindest wenn wir vom Support der 300er Chipsätze sprechen. Dass nicht alle Chipsätze unterstützt werden würden, war aber abzusehen. Gemessen an den Intel Standards wäre selbst eine Unterstützung nur der 500er Chipsätze normal gewesen. Dass AMD eingelenkt und den Support der 400er Chipsätze offiziell gemacht hat, muss man ihnen anrechnen. Mittlerweile bieten selbst diverse 300er Boards Support, die dafür Bristol Ridge rausgehauen haben.

        Sry, aber deine ganzen Aussagen hören sich danach an, dass zum einen Roadmaps nicht richtig gelesen werden. Und man sich zum anderen irgendwas erhofft, was von AMD aber nie versprochen wurde, nur am anschliessend enttäuscht zu sein. Das ist dann aber deine ganz persönliche Enttäuschung und ganz sicher nicht AMD anzukreiden. Was AMD in den letzten Jahren versprochen hat, wurde im Wesentlichen auch eingehalten.

        Wenn du dich schon über Enttäuschungen in den letzten Jahren auslassen willst, dann wäre Intel die bessere Adresse. Nicht zuletzt Arc. Das scheint auch eine unendliche Geschichte zu werden. Wie oft wurde der nun angekündigt und trotzdem immer wieder verschoben? Den Termin für Q1 2022 auf der letzten Roadmap scheint man wohl auch nicht mehr einhalten zu können. Selbst Alder Lake S war mal für früher angekündigt als er letztendlich kam. Oder was ist mit Sapphire Rapids? Einst angekündigt für 2021. War wohl nix. Vom für 2016 angekündigten 10nm Prozess, der erstmals Ende 2019 in Form von Ice Lake relevant auf dem Markt ankam, und das auch mehr schlecht als recht, will ich gar nicht erst anfangen. Die Liste kann beliebig fortgesetzt werden. Schreib doch mal was darüber, wenn du deine Enttäuschungen kompensieren willst.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Extreme Edition war eine Reaktion auf den Athlon 64. Der FX wurde von AMD seinerseits erst als Reaktion auf den P4EE und dessen Preis durch simples Optereon-Rebranding geschaffen.

        so oder so bleibt es bei einer Reaktion auf AMD und nicht einfach beliebig hohen Preisen, weil man halt Intel ist.

        Es fällt mir schon seint über 20 Jahren auf, dass man in manchen Branchen einen Preisanstieg akzeptiert, wenn nan sich in einem Konkurrenzkampf befindet und ohnediesem eben nicht. Das ist wohl ein psychologischer Faktor, kann aber auch an meiner eigenen Wahrnehmung liegen und eigentlich damit zu tun haben, dass man eine Monopolstellung nicht offen ausnutzen möchte.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von belle
        Am besten wir schieben die späte Verfügbarkeit von B550 auf allgemeine Produktionsengpässe und Lieferschwierigkeiten von Rohstoffen / Betriebsstoffen. Das ist heutzutage am leichtesten vorstellbar. Oder könnte die Qualität vom Taktsignal so stark von der Chipqualität abhängen?
        Vorgezogener Substratmangel schon 2019 ist eine vorzügliche Erklärung.

        Qualitätsunterschiede können zu Taktproblemen führen, aber eigentlich nicht in dieser Leistungsklasse zu diesem Zeitpunkt. 10-GT/s-Verbindungen, wie sie der B550 maximal bietet, sind nun wirklich ein sehr alter Hut.

        Zitat
        Was mir aufgefallen ist:
        Das MSi B450M Pro-VDH Max meiner Frau zeigt hier an dieser Stelle maximal PCIe Gen2 als verfügbar an, aber bei meinem X470 Gaming Plus Max und einer äquivalenten BIOS-Version (AGESA 1.2.0.3c) kann ich hier PCIe 3.0 wählen.
        Normalerweise sollte die Geschwindigkeit des Chipset-Uplinks PCIe 2.0 4x betragen (B350 - X470).
        Ist es wirklich das, was ich denke, der Chipset-Uplink (siehe Anhang)?

        Wegen Unklarheiten bei der Unterstützung von Zen1/+ auf B550/X570:
        Meine Erfahrungen zeigten bisher auch das größte Erfolgspotenzial bei Microcode AGESA ComboAM4 v2Pi 1.1.0.0 bis 1.2.0.2, aber die Zwischenversionen 1.1.7.x bis 1.1.9.x sollte man auch nicht probieren.
        Mangels besserer Erklärungsansätze tippe ich auch auf die Kommunikation zwischen CPU und I/O-Hub, auch wenn der Name unpassend erscheint. Richtig ist hier seit den 300ern PCI-E 3.0. Die Beschränkung auf 2.0 gilt nur für die PCI-E-Downstream-Ports von Promontory – Uplink und auch SATA-Express liefen von Anfang an mit 3.0. Deswegen ist es ja auch nicht rein technisch erklärbar, dass die mit dem B550 endlich gekommene Aufwertung so lange auf sich warten ließ.

        Viele UEFIs bieten aber an dieser Stelle nur eine Limitierung an. Das heißt es gibt unter "Auto" nur Stufen unterhalb des vorgesehenen Maximums.

        Zitat von Rollora
        Das stimmt schon, dass es eine sehr Einseitige Sicht auf die Dinge ist, weshalb ich das auch extra betont habe.
        Die P4EEs entstanden ja außerdem auch damals in der Situation als AMD noch eine ernsthafte Konkurrenz war und die Preise mit dem FX hochgezogen hat.
        Die Extreme Edition war eine Reaktion auf den Athlon 64. Der FX wurde von AMD seinerseits erst als Reaktion auf den P4EE und dessen Preis durch simples Optereon-Rebranding geschaffen.

        Zitat von gruffi
        Mal abgesehen von TR 5000 und günstigen Zen 3 Modellen, was eher schade und nachvollziehbar ist, wo genau sollen hier die "grossen Enttäuschungen" sein? Zen 3 Abwärtskompatibilität? Ernsthaft? Nur weil er offiziell auf den den 300 Chipsätzen nicht unterstützt wurde? Wenn es danach gehen würde, dann ist quasi jede Intel Generation eine herbe Enttäuschung. Da darf man schon froh sein, wenn 2 CPU Generationen auf denselben Boards laufen. Ryzen 4000 aka Renoir ist ein Mobilchip. Retail ist da sowieso kein Thema und maximal Bonus. Zeige mir doch mal die ganzen Tiger Lakes für den Retail Markt. Und was genau soll an B550 gross enttäuschend sein? Mal abgesehen davon, dass mein B550M Board nur einen PCIe 4 Slot für NVMes bietet, was aber verschmerzbar ist, bin ich super zufrieden damit. Dafür hat es eben auch keine 300+ EUR wie Boards mit grösseren Chipsätzen gekostet. Milan? Big Navi? Übertreibst du hier nicht ordentlich?
        Kann es sein, dass dir die Ausgangsfrage von Bärenmarke entfallen ist? Es ging um Enttäuschungen durch die Roadmap, also um Vorstellungen die durch AMD später erfolgten, als erwartet wurde.
        - Ryzen 4000 Retail: Erwartet im Frühjahr 2020, geliefert: Gar nicht. Erst durch Ryzen 5000G wurde die Lücke gefüllt, aber selbst zum Start des offiziell Zen/Zen+-inkompatiblen 2020 B550 hatte AMD keine Zen-2-APUs für Endkunden im Angebot.
        - Threadripper 5000: Erwartet Sommer/Herbst 21, geliefert: Gar nicht. Nicht-Pro-Versionen für TRX40-Besitzer werden wohl auch nicht mehr kommen.
        - günstige Zen-3-Modelle: Erwartet <6 Monate nach Launch 2019, geliefert: Bis auf weiteres gar nicht.
        - Milan: Erwartet 1H2020, geliefert 1H2021.
        - "Big Navi": Erwartet 2019, (aus)geliefert: Eher 2021 denn 2020.
        - Zen-3-Abwärtskompatibilität: Erwartet seit jeher, Ankündigung zur offiziellen Vorstellung. Geliefert für 300er I/O-Hubs bis heute nicht und für 400er erst nach massivem Shitstorm angekündigt.

        Wie von mir ausdrücklich geschrieben hängt es von der Definition ab, welche Rolle die Roadmp in all diesen Fällen spielte. Wie praktisch alle Hersteller gibt AMD so gut wie keine offiziellen Zukunftsperspektiven heraus und wenn dann nur extrem grobe, sodass die spätere Entwicklung garantiert nicht den Zusagen wiederspricht. Aber konkrete Erwartungen resultieren dennoch und genuau über solche Erwartungen diskutieren wir hier. Und in der Vergangenheit mussten diese auch bei AMD regelmäßig angepasst wurden, weil die Realität diesen Erwartungen deutlich hinterhinkt.
        Das ganz am Anfang dieser Frage angefeindete Arugment, dass AMD auch heute bestehende Erwartungen an die Zukunft verfehlen könnte ist also durchaus berechtigt beziehungsweise es kann nicht damit entkräftet werden, dass AMD in der Vergangenheit alle Erwartungen an Veröffentlichungstermine eingehalten hätte. Denn dem war definitiv nicht so.

        P.S.: Tiger Lake gibt es nur in verlöteten Packages und somit gar nicht einzeln zu kaufen; das war auch von Anfang an klar. Mit anhängendem Mainboard ist er in diversen NUCs zu haben.
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