AMD Ryzen 9 3950X: Warum erscheint das Flaggschiff verspätet?
AMD hatte erst letzte Woche bestätigt, was Marktbeobachter bereits erwarteten: Dass der 16-Kerner Ryzen 9 3950X nicht wie geplant im September erscheint, sondern erst im November. Die Argumentation mit der zu hohen Nachfrage nach schon veröffentlichten Ryzen-3000-CPUs schien zumindest löchrig - Digitimes weiß nun den angeblich wahren Grund.
Warum hat AMD den bereits im Juni für September angekündigten Ryzen 9 3950X kurzfristig auf November verschoben? AMD selbst spricht davon, dass man erst einmal die hohe Nachfrage nach den bereits veröffentlichen Ryzen-3000-Prozessoren befriedigen will. Das kann sich aber eigentlich nur auf das bisherige Topmodell Ryzen 9 3900X beziehen, denn alle anderen Matisse-CPUs sind seit Launch mehr oder weniger gut lieferbar. Nur der 12-Kerner glänzt damit, seit Juli bis heute quasi nie "lagernd" zu sein.
Doch es gibt natürlich auch andere Interpretationsmöglichkeiten zur Verschiebung des 16-Kerners R9 3950X. Wie Computerbase unter Berufung auf einen Paywall-Artikel von Digitimes berichtet, soll der wahre Grund in unbefriedigenden Taktraten liegen. Als Quelle sollen Mainboard-Hersteller dienen, die damit bestätigen würden, dass die Verschiebung nichts damit zu tun hat, wie TSMC AMD beliefert. Erst letzte Woche berichteten wir darüber, dass der Auftragsfertiger TSMC die 7nm-Bestellungen nur noch deutlich verspätetet bedienen kann. Das befeuerte Gerüchte, wonach AMDs Lieferproblemen mit der Situation bei TSMC zu tun hat.
Lesenswert: AMD: Ryzen 9 3950X und Threadripper 3000 erst im November
Wir erinnern uns: AMD will beim Ryzen 9 3950X einen Basistakt von 3,5 GHz und einen Maximal-Boost von 4,7 GHz erreichen - bei 16 Kernen (32 Threads) in einem 105-Watt-Korsett mit 72 MiB Gesamt-Cache. Zum Vergleich: Der 12-Kerner Ryzen 9 3900X kommt auf 3,8 GHz Basistakt und 4,6 GHz Maximal-Boost, der 8-Kerner Ryzen 7 3800X auf 3,9 GHz Basistakt und 4,5 GHz Maximal-Boost. Alle drei CPUs haben dieselbe nominelle TDP, was herausfordernd scheint.
Quelle: AMD
Ryzen 9 3950X Spezifikationen
Dass ausgerechnet der bis dato komplexeste Ryzen 3000, der 12-Kerner 3900X, so schlecht lieferbar ist und nun auch der Nachfolger in Sachen Komplexität, der 3950X mit 16 Kernern, später als geplant erscheint, deutet zumindest auf Selektionsprobleme hin. Die Verschiebung des 3950X auf November wurde von unseren Industrie-Kontakten aus dem AMD-Umfeld durchaus als Überraschung gewertet - bis kurz vor der Verschiebung ging man davon aus, dass der September als Release-Termin doch noch gehalten werden kann.

Da werden ja die Nerds verrückt..... und können es nicht mehr abwarten.
ja auch pcgh seine Klicks über Werbeeinnahmen bekommen - lesen tut sich das aber irgendwie merkwürdig, als ob es ein Fakt wäre...
Egal, woran es liegt, dass der Ryzen 3950X so verspätet erscheint, ob es nun an der Fertigung, der hohen Nachfrage im Serverbereich oder den Taktraten liegt, AMD
hat einen groben Termin vorgegeben, wann diese CPU erscheinen soll und daran kann man sich jetzt halten, wenn dann etwas Verschoben wird, dann könnte man
anfangen zu spekulieren - und eine richtige nachprüfbare Aussage wird man eh nicht von AMD erhalten.
Also schön locker bleiben und abwarten.
Die nachträgliche Erweiterung des Auftragsvolumen bei TSMC kann ja auch durch einen anderen Konkurenten verhindert werden, der z.B. keine zeitliche Verschiebung zur Fertigung seiner Produkte zuläßt, oder die Fertigung ist durch Schadsoftware unbrauchbar geworden, oder das Selektieren bringt nicht genügend Weizen, aber umso mehr Spreu, oder Intel hat TSMC mit sehr viel Geld geködert.
Der anstehende Patentstreit den TSMC erwartet, sollte eigentlich keine Hürde sein.
Wer weiß was letztlich der wahre Grund ist, ich kann nur Spekulieren.
Ich glaube sehr wohl das AMD die Nachfrage massiv unterschätzt hat und TSMC keine Kapazitäten mehr frei hat so auf die schnelle.
@Top#
Ich glaube sehr wohl das AMD die Nachfrage massiv unterschätzt hat und TSMC keine Kapazitäten mehr frei hat so auf die schnelle.