AMD Ryzen 7 9850X3D: Spiele-Benchmarks
In 16 Spielen und sechs Anwendungen muss sich der neue Ryzen 7 9850X3D nicht nur gegenüber dem Ryzen 7 9800X3D beweisen, sondern auch gegen Intel Arrow Lake antreten!
Inhaltsverzeichnis
Stammleser wissen, dass die PCGH-Redaktion jedes Jahr die Abläufe rund um die Prozessor- und Grafikkarten-Benchmarks optimiert und erweitert. Die Basis für die CPU-Tests bildet unser Testparcours, der von Hand ausgesuchte Spiele mit einigen Anwendungen kombiniert, um möglichst variantenreich die Leistung eines Prozessors abbilden zu können. Für dieses Jahr haben wir vor allem neue Spiele in das Testprozedere integriert. Neu hinzugekommen sind: Cities: Skylines 2, Dying Light: The Beast, Jurassic World Evolution 3, The Outer Worlds 2 und Anno 117: Pax Romana. Sie ergänzen die übliche Basis um interessante Einblicke in andere Grafik-Engines und deren CPU-Skalierung.
Für alle Benchmarks kommt ein Testsystem, bestehend aus einer Geforce RTX 5090, einer PCI-Express-4.0-NVMe-SSD, einem 1.500-Watt-Netzteil sowie der Asus Ryujin-3-360-Wasserkühlung, zum Einsatz. Die Wahl der Mainboards beruht auf vorhergehenden Tests: In der Regel verwenden wir für Prozessortests Platinen, die weder überdurchschnittlich gut noch schlecht abschneiden, um ein möglichst neutrales Bild der Performance zu zeichnen. Als Betriebssystem verwenden wir Windows 11 Pro in der jeweils aktuellen Version, die uns vor den Tests angeboten wird. Für die Dauer der Benchmarks werden Updates pausiert. Spiele-Benchmarks werden mit der aktuellen Version von CapframeX erstellt.
Ansonsten gilt, was bei CPU-Benchmarks einzig sinnvoll ist: Alle Spieletests laufen auf der geringstmöglichen 16:9-Auflösung bei maximalen Details ab. Wir wissen um die Kritik, dass Prozessortests auch in höheren Auflösungen gefordert werden, um realitätsnah zu sein, doch bei einem CPU-Test geht es um die Komponente an sich. Die Leistung kann nur ermittelt werden, wenn andere Bereiche möglichst ausgeklammert werden. Bei einem Prozessor-Benchmark ist das in der Regel die Grafikkarte: Sobald wir uns im GPU-Limit befinden, testen wir nicht mehr die CPU, sondern die Grafikkarte. Das ist nicht Ziel eines CPU-Benchmarks.
Spiele und Anwendungen
Wir haben im Vorfeld der Benchmarks keine Wunder erwartet. Selbst wenn der neue 9850X3D auf allen Kernen dauerhaft 5,60 GHz hält, reicht das bei sonst identischer Konfiguration zum 9800X3D nur für drei bis vier Prozent Mehrleistung. Was wir dann jedoch bei den Tests erlebt haben, ist in einer Hinsicht besorgniserregend, doch der Reihe nach. Wie das Diagramm unten zeigt, fällt es dem 9850X3D schwer, seinen Boost-Takt komplett auszufahren. Mal liegen 5,45 GHz an, mal 5,60 GHz, oft etwas dazwischen. Dabei ist der höhere Boost kein (offizieller) Single-Core-Boost, jedoch ausdrücklich eine "bis zu"-Angabe, die AMD nicht umsonst so wählt. Wie hoch der Takt ausfällt, hängt von der Last ab: Werden alle Kerne eingesetzt, ist die Taktfrequenz geringer als bei dynamischen Single-Core-Loads. Im Diagramm geben wir jeweils den durchschnittlichen Takt während der 16 Spiele-Benchmarks an. Mitteln wir diesen Wert noch einmal, kommen wir gerundet bei 5,50 GHz heraus.
Quelle: PCGH
Während der Vorgänger Ryzen 7 9800X3D seinen Takt dauerhaft halten kann, hat der neue Ryzen 7 9850X3D Schwierigkeiten damit. Das macht deutlich, was eine "Bis zu"-Angabe bei der Taktangabe des Boosts bedeutet. Im Mittel beträgt der Takt des 9850X3D rund 5,50 GHz.
Zur Performance generell: Nicht immer ist ein Ryzen 7 9850X3D schneller als ein 9800X3D, obwohl laut diversen Tools mehr Takt anliegt. Benchmarks haben wir daher doppelt geprüft und Ausreißer eliminiert. Doch, warum ist das eigentlich so? Dazu müssen wir kurz eine Erinnerung wachrufen, die schon beim Launch von Ryzen 5000 von Bedeutung war: Analyse-Tools zeigen nur die halbe Wahrheit. Jeder CPU-Kern verändert in jeder Millisekunde Spannung und Takt und passt sich dynamisch an die Last an, also allein bereits ca. 400 Mal, während Sie blinzeln. Kein Programm dieser Welt kann den real anliegenden Takt so schnell erfassen. Dazu kommt das Phänomen Clock Stretching: Bei geringer Last will der Boost den Maximaltakt, doch die Spannung kann für einen Moment nicht dafür ausreichen. Der effektive Takt liegt dann tiefer, die Performance leidet darunter. Da wir offenbar ein besonders durstiges Exemplar von AMD erhalten haben, schießt sich der neue Ryzen 7 9850X3D mit seiner einzigen Neuerung selbst ins Boost-Aus.
CPU-Index
Im CPU-Index gibt es keine Überraschungen. Da ein Ryzen 7 9850X3D außer etwas mehr Takt sonst nichts neu oder anders macht, gibt es zum Ryzen 7 9800X3D nur ein paar Prozente obendrauf. Das schiebt den neuen Achtkerner vom Gesamtwert her weiter nach oben, vorbei am Intel Core Ultra 9 285K und dem hauseigenen Ryzen 9 9950X. Bei Spielen legt der 9850X3D die Messlatte minimal weiter oben an. Der Unterschied zum 9800X3D beträgt jedoch nur 2,35 Prozent. Dagegen liegt man merkliche 30 Prozent vor dem Topmodell der Konkurrenz. In Anwendungen zeichnet sich ein ähnliches Bild wie im Gesamtverlauf ab: Acht Kerne sind nicht zum Arbeiten gedacht, der Abstand zum 9800X3D beträgt aber immerhin fünf Prozent.
Damit ist die Leistungsbeurteilung abgeschlossen. Auf der kommenden Seite widmen wir uns nun dem Elefanten im Raum. Wir haben bereits gezeigt, dass die Leistungsaufnahme beim 9850X3D gegenüber dem Ryzen 7 9800X3D zu hoch ausfällt. Weitere Eindrücke und eine Erklärung folgen auf der nächsten Seite.

Entweder hat AMD eine schwäche mit deren eigenen CPUs und bevorzugt Intel CPUs oder aber die AMD GPU hängt schon mit der Intel CPU voll im GPU Limit, irgendwas passt da nicht zusammen, denn in CPU Limit sollten die Zugewinne zumindest ähnlich Nvidia ausfallen.
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Nicht immer schlechtreden, andere machen auch gute Arbeit ❤️.
Da ändert sich sogar einiges.
Takt , Cache, IPC. Der im Test verglichene 12100F 4 Kerner hat NICHTS davon in relevantem ausmaß.
Es geht darum herauszustellen das 4 Kerne reichen , bei selbem IPC und cache. Am besten noch auf TDP gedeckelt.
Die einzige möglichkeit sowas zu testen, ist Kerne auf einer schenllen multicore cpu zu deaktivieren, weil es keine schnellen 4 und 6 Kerner mehr gibt.
Bei selber TDP wird die cpu mit weniger kernen meist Welten schenller sein.
Der PCGH vergleich ist daher etwas sinnlos.
Da ändert sich sogar einiges.