[PLUS] AMD Ryzen 7 9800X3D versus 7800X3D im XXL-Test
PCGH Plus: Der Ryzen 7 9800X3D fegt alles weg, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Das war jedoch zu erwarten. Was uns dagegen überrascht hat, lesen Sie jetzt im XXL-Test. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 01/2025.
Eine Rakete von AMD!
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Am 21.10.24 hatte AMD die neue Generation der X3D-Prozessoren angekündigt. Dabei wurde keine CPU namentlich genannt, sodass es bis zum Schluss eine Überraschung war, welche(r) Prozessor(en) zuerst erscheinen. Die zahlreichen Gerüchte und "unbeabsichtigten" Leaks jedoch sprachen in den vergangenen Wochen eine eindeutige Sprache: Es ist der Ryzen 7 9800X3D, wie AMD schließlich auch selbst bestätigte. Der Nachfolger des extrem beliebten Ryzen 7 7800X3D tritt ein wahrlich schweres Erbe an, denn nicht nur erwarten PC-Spieler von einem Nachfolger eine bessere Performance, sondern auch insgesamt das bessere Produkt, bezogen auf die Effizienz, Kompatibilität und natürlich den Preis. Wir greifen vollständig auf, was AMD mit dem Ryzen 7 9800X3D verspricht und jagen den Prozessor durch zahlreiche Spiele und Anwendungen. Für die beste Vergleichbarkeit haben wir auch den Ryzen 7 7800X3D neu getestet. Doch eines sei vorab gesagt: Intel kann sich warm anziehen! Wir bedanken uns bei AMD für die Bereitstellung des Samples. Der Prozessor erreichte uns Boxed und versiegelt. Das NDA hat lediglich den Zeitpunkt der Veröffentlichung des Tests festgelegt und ansonsten keinen Einfluss genommen.
Übersicht und Technik
Die Ryzen-9000-Generation wird von Zen 5 angetrieben, einem überarbeiteten Zen-4-Design, das bei Ryzen 7000 und 8000 zum Einsatz kommt und wird in TSMC N4X gefertigt. Insbesondere beim Front- und Backend gibt es viele Fortschritte gegenüber Zen 4. So kann Zen 5 auf volles AVX512 setzen. Auch SMT hat eine Überarbeitung erhalten und setzt beim Arbeiten jetzt auf eine Dual Decode Pipeline. Es kommt so nicht mehr zu Interferenzen, wenn sich ein Kern-Thread und ein SMT-Thread (wie bisher) die gleiche Pipeline teilen müssen. Von den CPU-Kernen aus betrachtet, entspricht ein Ryzen 7 9800X3D einem Ryzen 7 9700X. Allerdings hat ein 9800X3D wie seine Vorgänger zusätzlich zum bereits vorhandenen L3-Cache (32 MiB) ein Paket mit weiteren 64 MiB L3-Cache an Bord. Damit stehen den acht Kernen satte 96 MiB L3-Cache zur Verfügung. Doch nicht nur deshalb ist der 9800X3D gegenüber einem 9700X im Vorteil: AMD gibt dem X3D eine TDP von 120 Watt mit auf den Weg. Die TDP-Klasse entscheidet bei Ryzen-Prozessoren darüber, wie hoch die Energie-Limits ausfallen, welche am Ende die Leistung bestimmen. Spannend ist dabei vor allem der Wert Package Power Tracking, kurz PPT, der in der Regel das 1,35-fache der TDP beträgt. Ein Ryzen 7 9800X3D kann also 162 Watt ausreizen, während sein kleiner Bruder Ryzen 7 9700X von 65 Watt TDP ausgehend nur auf 88 Watt zurückgreifen kann. Ansonsten wirken die Zahlen im Vergleich unspektakulär. Wir haben beim 9800X3D einen hohen Basistakt von 4,7 GHz, aber nur einen kaum höheren Boosttakt von 5,2 GHz. Einen 9700X lässt AMD auf bis zu 5,5 GHz takten, während der Boost zum Vorgänger nur um 200 MHz wächst.
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