AMD Ryzen 4000 Renoir: Ryzen 7 4700G, Ryzen 5 4600G und Ryzen 3 4300G sind offiziell
Das Warten hat endlich ein Ende: Heute erscheinen offiziell die Zen-2-APUs mit dem Codenamen Renoir. Die neuen Ryzen-4000-Modelle verfügen über bis zu acht Kerne, 4,4 GHz Boosttakt, 65 Watt TDP und eine neu getaufte iGP mit dem Namen Radeon Graphics mit bis zu 2,1 GHz Takt. Wir haben alle Informationen übersichtlich für Sie zusammengefasst.
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Der Launch der letzten APU-Generation "Picasso" von AMD liegt inzwischen rund ein Jahr zurück. Zwischenzeitlich wurden neue Ryzen-4000-Modelle für Notebooks veröffentlicht, welche bereits einen Vorgeschmack auf die Desktop-Pendants liefern sollten. Diese werden heute offiziell vorgestellt. Die größten und schnellsten APUs sind dabei Ryzen 7 4700G, Ryzen 5 4600G und Ryzen 3 4300G. Von jeder dieser APUs gibt es auch ein Modell mit GE-Suffix, welche statt 65 Watt nur eine TDP von 35 Watt aufweisen. Anhand des Datenblatts allein lässt sich nicht erkennen, woher die erhebliche Reduzierung der Leistungsaufnahme um immerhin 30 Watt herkommt. Der Singlecore-Boost ist quasi identisch (nur beim Ryzen 7 4700 gibt es 100 MHz Unterschied), bei den Allcore-Takten gibt es je nach Modell Unterschiede zwischen 9 und 14 Prozent. Der Grafiktakt ist auch jeweils identisch, mit Ausnahme des Top-Modells (100 MHz Unterschied zwischen 4700G und 4700GE).
Apropos Grafik: Bei einer APU sollte man meinen, dass AMD in seiner Präsentation großen Wert auf den Grafikteil legt. Das ist aber nicht wirklich der Fall. AMD bezeichnet zwar den Ryzen 7 4700G als den "ultimativen Desktop-Prozessor mit der weltschnellsten Grafik", bietet aber kaum technische Details abseits der Anzahl der Grafikkerne und der Taktraten. Laut Präsentation soll jeder einzelne "Radeon-Graphics-Core" dabei rund 60 Prozent schneller arbeiten als die Vega-Grafikeinheiten in den älteren Modellen. Allerdings reduziert AMD die Anzahl der CUs bei Renoir: Sind beim 3400G noch deren 11 vorhanden, sind es beim Top-Modell 4700G noch deren 8. Dafür erhöht sich der Takt massiv von 1.400 MHz auf nun 2.100 MHz, um bei den beiden APUs zu bleiben. Die Aussage "60 Prozent schneller pro CU" ist also ziemlich kreativ, denn für diesen Beleg nimmt AMD die nicht näher benannten 3DMark Timespy-Werte und dividiert diese durch die Zahl der Compute Units. Absolute Zahlen findet man in der Präsentation sowieso nicht, aber die 60 Prozent pro CU bedeuten, dass der absolute Timespy-Wert nur ca. 16 Prozent höher liegt. Die 50 Prozent theoretische Mehrleistung durch den Takt werden durch die reduzierte Zahl an CUs teilweise wieder aufgefressen. In der Folie zur "dominierenden 1080p-Leistung out of the box" steht auch nur im Kleingedruckten, dass "Low Settings" für die Benchmarks verwendet wurden.
Quelle: AMD
AMD Ryzen 4000 Renoir: Ryzen 7 4700G, Ryzen 5 4600G und Ryzen 3 4300G vorgestellt (5)
AMD Ryzen 4000 Renoir: Bis zu acht Zen-2-Kerne und 4,4 GHz Boost
Das Topmodell möchte neue Maßstäbe in Sachen APUs setzen. Laut AMD steigt die Leistung um das 2,5-fache gegenüber der Vorgänger-Generation an. Das ist eine Hausnummer. Alle Ryzen-4000-APUs basieren auf Zen-2-Genen, sind somit in 7 nm gefertigt, unterstützen DDR4-3200 Arbeitsspeicher und sind laut AMD auf Mainboards mit 400-, und 500er-I/O-Hubs lauffähig. Ein Ryzen 7 4700G entspricht CPU-seitig einem Ryzen 7 3700X, allerdings mit (viel) weniger L3-Cache. Das hatte beim Ryzen 5 3500 schon Nachteile in der Leistung gezeigt. Wie sich das bei den neuen APUs auswirkt, wird sich noch zeigen müssen, Samples wurden von uns bereits bei AMD angefragt. Zu den Preisen ist bisher leider nichts bekannt, auch nicht, ob die Modelle direkt lieferbar sind - in der Präsentation klang es so, dass zuerst OEM-Kunden für vorgefertigte PCs beliefert werden und Endkunden mit Selbstbau-Ambitionen später. Wir unterrichten Sie selbstverständlich über Neuigkeiten, sobald uns diese vorliegen.
Quelle: AMD
AMD Ryzen 4000 Renoir: Ryzen 7 4700G, Ryzen 5 4600G und Ryzen 3 4300G vorgestellt (15)
AMD Ryzen 4000 Renoir: Neue Athlons in gold und silber
Auch die altehrwürdige Athlon-Serie erhält frische Neuzugänge. Zuletzt hat AMD mit dem Ahtlon 3000G auf sich aufmerksam gemacht. Die CPU ist und war für Einsteiger eine gute Wahl. AMD vergleicht die neuen Athlon Gold- und Silber-Modelle mit den aktuellen Pentium-Prozessoren von Intel. Sie erscheinen mit bis zu 4 Kernen, verzichten jedoch auf SMT und einen Boost. Die iGP wurde hier nur mit "Radeon Graphics" angegeben, sollte aber potenter als die Vega 3 im Vorgänger ausfallen. Ernsthafte Spiele-Ambitionen sollte man damit nicht haben, doch sie bieten einen preisgünstigen Einstieg in die Welt der AMD-APUs und sind in Sachen Grafikbeschleunigung auf jeden Fall potenter als vergleichbare Intel-CPUs mit iGP.
Quelle: AMD
AMD Ryzen 4000 Renoir: Ryzen 7 4700G, Ryzen 5 4600G und Ryzen 3 4300G vorgestellt (4)
AMD Ryzen 4000 Renoir: Neue Hoffnung am Horizont
Viele Interessenten haben genau auf solche APUs gewartet. Speziell die Sechs- und Achtkerner dürften auf Seiten der (CPU-)Performance eine überzeugende Darstellung abliefern. Selbst wenn man damit "nur" die Spieleleistung eines Ryzen 5 3600 erreicht, was für uns zumindest als wahrscheinlich gilt, würde AMD damit eine solide CPU-Basis schaffen. Full-HD-Gaming soll laut AMD mit den neuen APUs kein Problem darstellen, but can it run Crysis? Sobald uns Samples vorliegen, werden wir prüfen was an den geschönten Marketing-Aussagen dran ist. In der Bildergalerie haben wir alle relevanten Folien für Sie zusammengestellt und wünschen Ihnen jetzt viel Spaß beim Stöbern.

Renoir mobile = x8 für PEG
Gaming'-'Notebooks in der Klemme: Ryzen 4000 APUs im Bandbreitenlimit, Tiger Lake kommt 2020 wohl vorerst mit nur 4 Kernen und Ampere braucht mehr Feuer | igor sLAB
Renoir Desktop = x16 für PEG
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"As expected, the chips support a PCIe 3.0 x8 connection to the PEG slot and a x8 connection to the integrated graphics. AMD says it remained with PCIe 3.0 as it was baked in from the mobile chips to meet a certain power threshold, but it's noteworthy that those power thresholds are much higher for the desktop chips."
Ebenso auch AnandTech:
"All the APUs support DDR4-3200, and have eight PCIe 3.0 lanes for add-in cards (and perhaps more for NVMe, although AMD didn't elaborate). On the PCIe lanes, this is because the mobile chip was built with eight PCIe 3.0 lanes for add-in cards, to save on power in a mobile environment."
Du wirst wohl problemlos eine 16x-Karte in PEG betreiben können, die läuft dann aber halt effektiv mit PCIe 3.0 und nur 8 Lanes.
Kann man in (wenigen) NB-Tests lesen und wird von diversen Mobo-Specs bestätigt.