AMD Ryzen: Das bringt die Direct-Die-Kühlung nach dem Köpfen
PCGHX-Mitglied der8auer hat sich angesehen, was eine Direct-Die-Kühlung bei AMDs Ryzen-CPUs bringt. Dabei wird der Heatspreader entfernt (die CPU "geköpft"), der Chip mit Flüssigmetallpaste versehen und der CPU-Kühler direkt aufgelegt. Bei den Ryzen-CPUs bringt das gegenüber einer normalen Kühlung nur wenige Grad Celsius.
In einem Video hat der8auer bereits gezeigt, wie Nutzer am besten einen Ryzen-Prozessor köpfen können. Das ist nicht ganz trivial, da die CPUs erstens verlötet werden und zweitens um den Die herum Kondensatoren angebracht sind. Die klassische Schraubstockmethode funktioniert deshalb nicht. Stattdessen muss der Heatspreader auf etwa 170 °C erhitzt werden, damit sich das Indium-Lot darunter löst. In weiteren Tests hat sich der8auer nun angesehen, wie sich das Köpfen auf die Temperaturentwicklung auswirkt.
Dazu hat er den Heatspreader komplett weggelassen und stattdessen den Die mit Flüssigmetallpaste versehen. Ein Vorher-Nachher-Vergleich zeigt, dass das ganze Unterfangen nicht sonderlich viel bringt. Beim Einsatz eines Raijintek Ereboss sank die durchschnittliche Kerntemperatur um 3,5 °C, die maximale um gerade einmal 1 °C. Der Ryzen 7 1800X wurde während der Tests bei einer nominellen Spannung von 1,4 Volt auf 3,9 GHz übertaktet.
Damit zeigt sich, dass sich der Aufwand für die Kühlung kaum lohnt. Die Indium-Lotschicht auf den Ryzen-CPUs ist dünn genug, um die Kühlung nicht allzu stark zu beeinflussen. Das Risiko, dass beim Köpfen etwas schief läuft, ist für den Gewinn sehr hoch: Beim Köpfen selbst kann die CPU beschädigt werden. Anschließend muss der Nutzer das restliche Lot auf dem Die mit einer Rasierklinge entfernen. Zudem ist ist der Kunststoffsockel an einer Seite höher als die CPU ohne Heatspreader, was die Kühlerauswahl einschränkt, wenn man den Kunststoff nicht abschleifen möchte. Der Raijintek Ereboss passt wegen seiner kleinen Bodenplatte, gängige Wasserkühlungsblöcke sind hingegen schon zu groß.

Natürlich macht Intel das um den Gewinn zu maximieren.
Kann man das nachvollziehen? Klar.
Muss man das deswegen gut finden und schön reden? Definitiv NEIN!
Es gibt in anderen Bereichen Hersteller die die extra Meile gehen um ein Produkt qualitativ hochwertiger als das von der Konkurrenz zu bauen und deswegen ein Alleinstellungsmerkmal zu haben - nur das Intel die letzten Jahre einfach keine Konkurrenz hatte und es sich leisten konnte Billigpampe auf die teuren Prozessoren zu schmieren (Nochmal, hier geht es nicht um Pentiums oder i3, sondern modelle von 200€ und aufwärts).
Man verlangt nicht nur mehr für k-CPU´s und Z- Mainboards, sondern limitiert auch noch den OC Spielraum und Lebensdauer durch billige WLP.
Mein 4670k ging mal 4,6 Ghz, jetzt nach 3-4 Jahren sind mit selber Vcore nur noch 4,3 ghz stabil drin. Ich nenne das geplante Obsoleszenz...
Ich wette wenn ich das Ding köpfe, bröckelt mir staubtrockene WLP entgegen....
Gesendet von meinem HTC 10 mit Tapatalk
Wenn dem so wären, dann würde intel doch eine super duper special Edition eines 7700K als 7800K bringen mit 200 MHz mehr Takt, der die beste WLP der Welt hat und mal eben 100 Euro draufschlagen.
Macht intel aber nicht, warum wohl?
Das hat nicht nur was mit Gewinnmaximierung zu tun, sondern man schlägt gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:
1. die Prozessoren sollen lange nutzbar sein, also WLP die lange hält, da geht es um deren Ruf solide lange nutzbare Hardware zu liefern und nicht um OC-Spielkiddies
2. klar soll die WLP günstig sein, Gewinnmaximierung, Primärziel ist aber ein zuverlässiger Betrieb über lange Zeiträume
3. OCler sind nicht deren Hauptzielgruppe, können diesen aber so eine einfache Möglichkeit geben ihr Hobby auszuleben (Köpfen, Flüssigmetal, Whatever) und erhalten so noch kostenfrei Werbung und einen geilen Ruf als total super zu übertaktende CPU
4. Wenn AMD was besseres abliefert, hat man noch etwas Luft nach oben
Da intel bisher keine Konkurrenz hatte, warum sollen die "die extra Meile gehen"? Verdienen auch so ganz gut und haben die Gewissheit, dass ihr Ruf nicht durch übertrieben hohe Frequenzen geschädigt wird. intel macht alles richtig.
Du kannst ja was dran ändern, wenn es dir nicht passt: kauf AMD.
Natürlich macht Intel das um den Gewinn zu maximieren.
Kann man das nachvollziehen? Klar.
Muss man das deswegen gut finden und schön reden? Definitiv NEIN!
Es gibt in anderen Bereichen Hersteller die die extra Meile gehen um ein Produkt qualitativ hochwertiger als das von der Konkurrenz zu bauen und deswegen ein Alleinstellungsmerkmal zu haben - nur das Intel die letzten Jahre einfach keine Konkurrenz hatte und es sich leisten konnte Billigpampe auf die teuren Prozessoren zu schmieren (Nochmal, hier geht es nicht um Pentiums oder i3, sondern modelle von 200€ und aufwärts).