AMD Ryzen: AGESA 1.0.0.6 für umfangreiche Kontrolle des Arbeitsspeichers [Update]
Systeme mit Ryzen-Prozessoren können je nach Mainboard und den verwendeten Speichermodulen Probleme bereiten, wenn das RAM jenseits der offiziellen JEDEC-Spezifikationen betrieben wird. Eine neue Version der "AMD Generic Encapsulated System Architecture" (AGESA) soll Abhilfe bringen und auch einige andere Verbesserungen bieten.
Update: Mittlerweile gibt es auch von Gigabyte ein entsprechendes Beta-BIOS mit AGESA 1.0.0.6 für experimentierfreudige AM4-Anwender. Unterstützt werden das AX370-Gaming K7 (F4D), das AX370-Gaming 5 (F6F) und das AB350-Gaming 3 (F7A). Nach den bisherigen Erfahrungen bei Reddit kann man festhalten, dass sich die Installation durchaus lohnen kann, sofern man entsprechend schnellen DDR4-RAM verwendet. 3200 MHz mit CL16 sind bei einigen Usern kein Problem, manche berichten sogar von DDR4 mit 3600 MHz - allerdings nicht immer stabil.
Die "AMD Generic Encapsulated System Architecture" (AGESA) ist der Kern der BIOS-Versionen aktuellem AM4-Mainboards für Ryzen-Prozessoren und beispielsweise für die Initialisierung der CPU und des Speichers verantwortlich. Die Mainboard-Hersteller erhalten diesen Kern von AMD und bauen darauf ihr jeweiliges BIOS für ihre Produkte auf. Aktuell kommt dabei AGESA 1.0.0.4 zum Einsatz.
In einem Blogbeitrag schreibt Robert Hallock von AMD, dass die neue AGESA-Version 1.0.0.6 wie versprochen seit Anfang Mai getestet wurde und ein Release Candidate kurz bevorsteht. Läuft bei AMD und den Herstellern alles nach Plan, dürften die ersten BIOS-Updates mit AGESA 1.0.0.6 gegen Mitte bis Ende Juni 2017 angeboten werden. Es gibt aber auch schon Mainboards wie das Gigabyte GA-AX370-Gaming 5 und ASUS Crosshair VI, für die es entsprechende Beta-BIOS-Versionen gibt.
AGESA 1.0.0.6 unterstützt PCI Express Access Control Services (ACS) und damit beispielsweise auch IOMMU-Gruppen für 3D-beschleunigte Grafik in virtuellen Maschinen. Für die meisten Nutzer interessanter dürften aber die 26 neuen Parameter sein, mit denen der Arbeitsspeicher auf Ryzen-Systemen eingestellt werden kann.
Das ist vor allem dann hilfreich, wenn es sich um Speicher handelt, der sich nicht an die JEDEC-Spezifikationen hält. Dazu gehören Übertakten, Betrieb mit mehr als 2.667 MHz oder auch XMP2-Profile. AMD hat hier beispielsweise neue Teiler integriert, so dass Taktraten von bis zu DDR4-4000 eingestellt werden können, ohne den Referenztakt ändern zu müssen. Die ausführliche Beschreibung aller Parameter finden Sie im Blogbeitrag von AMD.
Neues Update AGESA 1.0.0.6a sind draußen
Soll wohl für noch bessere RAM-Unterstüzung sorgen
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Dann sind es auch bei mir fast 40 Sekunden, bis ich vom Drücken des Power-Buttons das erste Programm öffnen kann (Asrock x370 gaming k4, bios 2.40 mit AGESA 1004)
Hab immer Schnellstartfunktionen an, BIOS Post messages an aber no Raid tools, oder sonstiges aktiviert .
C6H ca. 12 Sekunden Bootzeit. Win.10
X99-S ca. 12 Sekunden Bootzeit. Win.10
Z77 M-P. ca. 5 Sekunden Bootzeit. Win.07
Ins Windows + 1 Sekunde arbeitsfähig.
C6H mit Agesa 1.0.0.4 und RAM 2933 MHz
Bei dieser bootzeit Diskussion sollten die poster vielleicht noch angeben ob sie schnellstartfunktionen, oder BIOS Post messages, Raid tools, oder sonstiges de/aktiviert haben.
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Ripjaws 3200 16-18-18-18-38 @ 1.35V laufen nun mit 2933 und genannten Timings.Gute Verbesserung verglichen mit 2400