Ryzen 7 1700 mit Wraith-Spire-LED-Kühler im PCGH-Testlabor
AMDs Ryzen 7 1700 hat es in die Redaktion der PC Games Hardware geschafft. Es handelt sich um ein finales Exemplar aus dem freien Endkundenhandel, das mit einem Boxed-CPU-Kühler des Typs Wraith Spire LED ausgeliefert wird. Ein Test muss wegen der Geforce GTX 1080 Ti allerdings noch etwas auf sich warten lassen.
AMD hat seine Test-Kits im Vorfeld der Ryzen-7-Veröffentlichung mit dem Topmodell R7 1800X (Test) verschickt. Wie es in der Hardware-Branche mittlerweile gang und gäbe ist, kosten die letzten Prozent mehr Performance exponentiell mehr Geld. Für preisbewusste Käufer sind daher die kleineren CPUs R7 1700X und R7 1700 interessanter. Vor allem Letzterer erscheint mit einem Preisschild von 359 Euro attraktiv, wenn sich Nutzer nicht vor dem Übertakten scheuen.
Der Ryzen 7 1700 nutzt ein vollwertiges Zeppelin-Die mit acht Kernen, 16 Threads (SMT) und 16 MiByte L3-Cache, muss ab Werk jedoch mit einem Basistakt von 3,0 GHz und einem nominellen Boost von 3,7 GHz auskommen. Gegenüber dem R7 1700X mit 3,4/3,8 GHz sparen Käufer dafür 80 Euro. Da der Multiplikator offen ist, können Nutzer die CPU in der Theorie genauso hoch takten lassen wie einen R7 1700X oder R7 1800X. Ausgiebige Selektierungen für höhere Taktraten gibt es erfahrungsgemäß nicht mehr. Einzig der Spielraum für die Extended Frequency Range, kurz XFR, zum automatischen Übertakten, fällt beim R7 1700 geringer aus als bei den großen Brüdern.
Netter Bonus: Handelt es sich bei den X-Modellen noch um WOF-Varianten ohne beiliegenden Boxed-Kühler, bekommt der Ryzen 7 1700 einen Wraith Spire LED beigelegt. Mit Ausmaßen von 109 × 103 × 54 mm (B×L×H) fällt er noch recht groß aus. Auf dem Papier ist er für eine TDP von 95 Watt ausgelegt, während die TDP des 1700 bei 65 Watt liegt. Im Gegensatz zum Wraith Max muss er auf Heatpipes verzichten, dafür sitzt im Inneren der Strangkühlkörperkonstruktion ein Kupferkern. Der LED-Ring kann in den RGB-Farben erstrahlen.
Fraglich ist, wann PC Games Hardware den Ryzen 7 1700 testen können wird. Nächste Woche steht erst einmal der Test von Nvidias Geforce GTX 1080 Ti an, für die es wieder einige Custom-Designs geben wird. Bei Ryzen bietet es sich aktuell an, auf ausgereiftere BIOS-Versionen zu warten. Spätestens zur nächsten PCGH-Ausgabe 05/2017 sollte es aber soweit sein.
Was die IPC-Story angeht:
Es ist wohl eindeutig, dass AMD es nicht geschafft hat, Intel in dieser Disziplin zu "überholen", was sich sowohl AMD als auch viele Konsumenten gewünscht hätte(n).
Ich bin lediglich nicht mit der Behauptung, AMD bekäme "nichts auf die Reihe" einverstanden und habe dies begründet. Denn auf Sichtweite "eingeholt" haben sie Intel ja.
Auch die Gegenüberstellung der eigenen Modelle nach Preisstufe, nicht nach Anzahl der Cores/Threads und Takt seitens AMD ist ein Indiz für den Versuch, diese Fakten zu relativieren / verschleiern / auszublenden.
Wenn ich mich recht entsinne, hatte sich Intel beim Pentium D durch den Athlon64 X2 (erster "echter" Dualcore) so bedrängt gefühlt, dass man zwei eigentlich separate Dies auf einem Träger (eher notdürftig) gepaart hatte.
Beinahe gleichzeitig erklärten sie die X64 Erweiterung für obsolet und hatten auch keinen IMC, haben aber dank des Lizenztauschabkommens dann beides später "legal" in ihre Architektur reinkopiert.
WEr also heutzutage ein 64-Bit-Betriebssystem mit einer Intel-Cpu mit integriertem Dual-Triple- oder Quadchannel IMC betreibt, nutzt faktisch AMD Technologie, ob man das nun wahr haben will oder nicht.
In anderen Foren habe ich aufgeschnappt dass ein neuer Verdächtiger im Gespräch ist, nämlich die CCX-Technologie, welche beim häufigen springen von einem Core-Complex zum anderen der L3 Cache Probleme haben könnte/soll.
Vielleicht wäre es ja möglich das im PCGH Testlabor auszuprobieren.. Keine Ahnung ob man einen Core Complex komplett deaktivieren oder nur die Kerne dieses Complex dem Spiel fest zuweisen kann , aber wenn ja wäre es interessant, ob die Leistung bei 4C/8T in einem einzigen Core-Complex sich verbessert. Sollte das der Fall sein, wäre es sicher Treiberseitig seitens AMD möglich, dem zukünftig entgegenzuwirken. Ansonsten wären die Ryzen 4-Kerner dann sicher die bessere Gamer-Lösung.
...stellt sich mir allerdings auch die Frage, in wie weit das Phänomen in Alltagszocker-Kisten im wahrnehmbaren Bereich zum tragen kommt.
Schliesslich hat nicht jeder einen Titan, mit der er dann auch noch in 1080p zockt. Ich denke aufgrund langjähriger Umfrageergebnisse lässt sich hier gut abschätzen welche Leistungsklassen dominieren.
Ich lehne mich mal etwas weiter aus dem Fenster und nehme an, es sind in etwa Grafikkarten zwischen 250 und 400€, sowie CPUs zwischen 200 und 350 € Neupreis.
Sicher, die meisten (mich eingeschlossen) spielen noch in 1080p, jedoch auch nur solange 4K fähige GPUs sowie Monitore noch nicht im Mainstream-Preisbereich angekommen sind.
Daher würde ich mir bei zukünftigen Benchmarks wirklich sehr wünschen, ebenfalls ein System zu wählen, welches dem laut euren Statistiken Mainstream-Standard der realen heimischen Zockerkisten entspricht.
Klar kommt man dann irgendwo mal ins GPU/CPU-Limit, aber genau das passiert dem Gamer zuhause doch auch... und genau das wollen wir doch auch wissen, am besten im Vorhinenein.
Der Sinn von CPU-Tests besteht darin, die Leistungsfähigkeit von CPUs zu testen. Die Frage, wann CPUs und wann Grafikkarten limitieren, beantworten wir in Aufrüstspecials. Alternativ kann jeder selbst ausprobieren, ob die Spieleperformance mit reduziertem CPU-Takt deutlich fällt oder ohnehin von der GPU begrenzt wird.
Bezüglich der Optimierung warne ich davor, zwei Aspekte zu vermischen: Theoretisch kann man mit architekturspezifischen Optimierungen aus vielen Chips einiges an Mehrleistung herausquetschen. Praktisch optimieren Entwickler aber für diejenigen Prozessoren, die bereits eine große Verbreitung haben – und das ist nie der Neuankömmling, der alles anders macht. Unzählige theoretisch überlegene Alternativen zum klassischen x86-Windows-PC könn(t)en ein Lied von diesem Henne-Ei-Problem singen. (Wenn es sie denn noch gäbe.)
Was die IPC-Story angeht:
Es ist wohl eindeutig, dass AMD es nicht geschafft hat, Intel in dieser Disziplin zu "überholen", was sich sowohl AMD als auch viele Konsumenten gewünscht hätte(n).
Ich bin lediglich nicht mit der Behauptung, AMD bekäme "nichts auf die Reihe" einverstanden und habe dies begründet. Denn auf Sichtweite "eingeholt" haben sie Intel ja.
Auch die Gegenüberstellung der eigenen Modelle nach Preisstufe, nicht nach Anzahl der Cores/Threads und Takt seitens AMD ist ein Indiz für den Versuch, diese Fakten zu relativieren / verschleiern / auszublenden.
Was den PentiumD angeht:
Wenn ich mich recht entsinne, hatte sich Intel beim Pentium D durch den Athlon64 X2 (erster "echter" Dualcore) so bedrängt gefühlt, dass man zwei eigentlich separate Dies auf einem Träger (eher notdürftig) gepaart hatte.
Beinahe gleichzeitig erklärten sie die X64 Erweiterung für obsolet und hatten auch keinen IMC, haben aber dank des Lizenztauschabkommens dann beides später "legal" in ihre Architektur reinkopiert.
WEr also heutzutage ein 64-Bit-Betriebssystem mit einer Intel-Cpu mit integriertem Dual-Triple- oder Quadchannel IMC betreibt, nutzt faktisch AMD Technologie, ob man das nun wahr haben will oder nicht.
Architekturspezifische Optimierungen:
In anderen Foren habe ich aufgeschnappt dass ein neuer Verdächtiger im Gespräch ist, nämlich die CCX-Technologie, welche beim häufigen springen von einem Core-Complex zum anderen der L3 Cache Probleme haben könnte/soll.
Vielleicht wäre es ja möglich das im PCGH Testlabor auszuprobieren.. Keine Ahnung ob man einen Core Complex komplett deaktivieren oder nur die Kerne dieses Complex dem Spiel fest zuweisen kann , aber wenn ja wäre es interessant, ob die Leistung bei 4C/8T in einem einzigen Core-Complex sich verbessert. Sollte das der Fall sein, wäre es sicher Treiberseitig seitens AMD möglich, dem zukünftig entgegenzuwirken. Ansonsten wären die Ryzen 4-Kerner dann sicher die bessere Gamer-Lösung.
Entwickler-Optimierungen:
Sollte in die Xbox Scorpio bspw. eine Zen-basierte CPU Einzug halten, wäre das sicher Grund genug für Entwickler, die erforderlichen Optimierungen durchzuführen, gerade, da ja doch sehr viele Konsolenports am Markt sind.
Andernfalls sehe ich das ähnlich verhängnisvoll.. In diesem Zusammenhang fände ich es auch unerklärlich, dass Lisa Su bei New Horizon immer wieder sagte: "we love gaming" Wenn das tatsächlich eine entscheidende Rolle bei vierjährigen Entwicklung von Ryzen gespielt haben soll. Wenn man sich Gaming schon auf die Fahne schreibt, sollte man in dem Bereich auch klotzen und nicht kleckern. Da könnte ich es gut verstehen, wenn die Entwickler sich diesen Kostenfaktor vom Hals halten wollten.
Generell...
...stellt sich mir allerdings auch die Frage, in wie weit das Phänomen in Alltagszocker-Kisten im wahrnehmbaren Bereich zum tragen kommt.
Schliesslich hat nicht jeder einen Titan, mit der er dann auch noch in 1080p zockt. Ich denke aufgrund langjähriger Umfrageergebnisse lässt sich hier gut abschätzen welche Leistungsklassen dominieren.
Ich lehne mich mal etwas weiter aus dem Fenster und nehme an, es sind in etwa Grafikkarten zwischen 250 und 400€, sowie CPUs zwischen 200 und 350 € Neupreis.
Sicher, die meisten (mich eingeschlossen) spielen noch in 1080p, jedoch auch nur solange 4K fähige GPUs sowie Monitore noch nicht im Mainstream-Preisbereich angekommen sind.
Daher würde ich mir bei zukünftigen Benchmarks wirklich sehr wünschen, ebenfalls ein System zu wählen, welches dem laut euren Statistiken Mainstream-Standard der realen heimischen Zockerkisten entspricht.
Klar kommt man dann irgendwo mal ins GPU/CPU-Limit, aber genau das passiert dem Gamer zuhause doch auch... und genau das wollen wir doch auch wissen, am besten im Vorhinenein.
Bezüglich der Optimierung warne ich davor, zwei Aspekte zu vermischen: Theoretisch kann man mit architekturspezifischen Optimierungen aus vielen Chips einiges an Mehrleistung herausquetschen. Praktisch optimieren Entwickler aber für diejenigen Prozessoren, die bereits eine große Verbreitung haben – und das ist nie der Neuankömmling, der alles anders macht. Unzählige theoretisch überlegene Alternativen zum klassischen x86-Windows-PC könn(t)en ein Lied von diesem Henne-Ei-Problem singen. (Wenn es sie denn noch gäbe.)
Also müssen wir alle nun mehr Ryzen CPUs kaufen, damit es mehr Marktanteile für AMD gibt damit die Programmierer ihre Spiele/Anwendungen mehr auf Ryzen optimieren, damit wir mit Ryzen mehr Leistung bekommen...
Hört sich leider wieder nach dem typischen "Henne-Ei-Probleme" an :/
bestechen, ähhh motivieren, damit ihr am Wochenende testet, vor allem das OC-Verhalten? Sagen wir zwei Kinokarten als Entspannungsausgleich am Sonntagabend?Ihr könnt uns doch nicht so auf die Folter spannen. Das ist echt gemein. Ich halte von Euren Tests mehr, als von anderen, darum ist mir Euer Urteil wichtig, Los, kommt, von mir aus 4 Kinokarten, wenn der Praktikant auch mit macht...
Gesendet von meinem Aquaris X5 mit Tapatalk
Interessant wären auch mal Frametime-Messungen, gerade in Battlefield 1 sollen diese ja mit Ryzen bedeutend besser als bei Intel sein...
Weil irgend etwas kann da bei Ryzen von der Software/Bios-Seite nicht stimmen...
In Multicore-optimierten Spielen wie Witcher 3 müsste Ryzen eigentlich viel besser abschneiden, vor allem wenn man sieht wie Ryzen in Anwendungen abgeht
Ich persönlich hoffe dass sich da echt noch etwas tut, da ich mir schon sehr gerne einen Ryzen 7 1700X anschaffen wollte, zumal ich gerade auch einen Käufer für mein altes System habe.