Monkey-Island-Miterfinder Ron Gilbert hält 2D-Point-and-Click-Abenteuerspiele nicht mehr für zeitgemäß
In einem umfangreichen Interview plaudert Ron Gilbert über Spieleentwicklung und die veränderte Spielweise heutiger Spieler. Die Spiele, mit denen er bekannt wurde, sind nicht mehr die, die man heute spielen möchte, meint er.
Bei Ron Gilbert denkt man unwillkürlich an Point-and-Click-Abenteuerspiele. Mit der Monkey-Island-Serie hat er sich in dem Genre praktisch ein Denkmal gesetzt und konnte 2022 mit Return to Monkey Island durchaus einen Erfolg feiern. Trotzdem verriet er im Interview mit Arstechnica, dass diese Art von Spiel seiner Meinung nach nicht mehr große Publikumserfolge werden können und er Spiele in dieser Art daher nicht mehr entwickeln möchte.
Zunächst äußert sich Gilbert zum veränderten Spielerverhalten, wenn es um Geschichten geht. Er ist der Meinung, dass vielen die Geschichte eines Spiels gleichgültig ist: "Sie wollen rennen, sie wollen ballern... und klicken sich so schnell durch Dialoge, dass sie diese gar nicht wahrnehmen". Und er habe sogar bei seinen narrativen Spielen Thimbleweed Park und Return to Monkey Island beobachtet, dass die Spieler eher durch die Dialoge hetzen, wenn sie denken, sie wissen genau, was zu tun sei. Es sei daher für ihn als Entwickler eher frustrierend, wenn er den Eindruck habe, Spieler würden so agieren, als schauten sie einen Film, und überspringen alles außer den Actionszenen.
Als Spieleentwickler könne man aus diesem Grund keine wichtigen Details mehr tief in der Geschichte verankern, da diese von vielen übersehen werden könnten. Ergo müsse man die Geschichte dementsprechend heute eher optional behandeln. Dazu komme, dass etwa die SCUMM-Engine von Lucasarts, bei der man Verben auf Nomen anwendet, veraltet sei und eher mit einem Schwarzweiß-Stummfilm vergleichbar sei: Die Spieler werden weniger und älter, oftmals schwingt eher die Nostalgie mit. Daher habe er kein Interesse daran, weitere Point-and-Click-Spiele in diesem Stil zu entwickeln.
"Es gibt zwar einige jüngere Leute, die Point-and-Click-Adventures durchaus mögen, aber ich denke, das ist eines dieser Dinge, die wahrscheinlich nicht mehr existieren werden, wenn wir alle tot sind." (Ron Gilbert, maschinell übersetzt)
Ron Gilbert sieht jedoch auch Licht am Ende des Tunnels: Spiele wie Blue Prince oder Lorelei and the Laser Eyes seien narrative Spiele von cleveren Entwicklern mit modernen Techniken und Benutzeroberflächen. Wenn ein weiteres Monkey-Island-Spiel realisiert werden würde, könne dieses durchaus in die Richtung solcher 3D-Titel gehen. Gleichwohl würde Gilbert nicht wissen, wie man Rätsel in solch einem 3D-Gameplay umsetzen könne, das sei dann eine spannende Herausforderung. Ob jedoch Monkey Island für so ein Spielprinzip geeignet sei, hält er eher für unrealistisch, da viele Spieler hier eher im nostalgischen Sinn an dem Spiel festhalten. Warum Gilbert sein Zelda-mäßiges Projekt stoppen musste, verrät er hier.
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Quelle: Ron Gilbert, via Arstechnica

LucasArts ar top prime, kann niemand was gegen sagen.
Sierra danach auch noch cool.
Für Kinder in DE noch Paulchen Panther.
Was dann? Lange Leere, dann evtl noch Daedalic und dann war der Bumms eigentlich tod bzw. wir alten Säcke hätten noch was mitgenommen, aber etwas für Team Jugend, da war doch nichts...
Für Monkey Island bin ich Gilbert aber definitiv dankbar (und für Fate of Atlantis und alle anderen SCUMM - Werke auch
Return to Monkey Island von 2022 war aber für mich ein Flop.
Return to Monkey Island von 2022 war aber für mich ein Flop.
Als ich die Grafik gesehen hatte fand ich die echt mies.
Als ich das dann mal ein Video zur Sprachausgabe gesehen hatte wurde das sogar noch schlimmer.
(Die Grafik in Bewegung; die deutsche Sprachausgabe habe ich als gut in Erinnerung)
Würde eher vermuten er vergleicht den Umsatz mit Spielen wie vielleicht Fortnite.
Da sollte klar sein das ein "klassisches" Spielgenre gegen den Massenmarkt keine Chance hat.
Aber die Grafik hat mich nicht gestört. Mich stört eher zu pixelige Grafik wie bei "Timbleweed Park".
Bei Return to Monkey Island fand ich aber auch die Rätsel und den "Humor" nicht gut. Das habe ich nicht durchgespielt, das erste MI das nicht durchgespielt wurde.
Timbleweed Park, ist ja leider nur mit englischer Audio und wurde daher nicht gespielt.