Rocket Lake: Intel bestätigt Termin für Verkaufsstart, Core i7-11700K nicht mehr bestellbar [Update]
Zu Intels Rocket Lake sind der Ankündigungstermin und der Marktstart durchgesickert. Die Prozessoren werden demnach ab Ende März verkauft. Tests gibt es wohl auch erst zum Verkaufsstart.
Update vom 02.03.2021
Intel hat PCGH ein kurzes Q&A zur Verfügung gestellt, in dem es unter anderem darum geht, ob der Verkauf bei Mindfactory geplant oder ein NDA-Bruch war und ob ein Fehler passiert ist bzw. wie und ob es Konsequenzen für Mindfactory für die Aktion gibt. Intel beantwortet die Fragen zwar mit einem Verweis auf Vertraulichkeit nicht direkt, bestätigt aber immerhin den Verkaufstermin am 30. März um 15 Uhr. Man nehme die "Embargo-Vereinbarungen ernst und verfolge die Angelegenheit entsprechend weiter", so Intel. Nachdem der Core i7-11700K tagelang bei Mindfactory verkauft wurde und es auch erste Tests der Rocket-Lake-CPU unter anderem im Extreme-Forum gibt, ist die Sockel-1200-CPUs mittlerweile nicht mehr verfügbar. Laut Produktseite wurden "über 120 Stück" verkauft und es gibt 2.625 Beobachter.
Update vom 26.02.2021
Nicht nur sind offenbar die Termine für Rocket Lake durchgesickert, sondern auch Ware. Bei Mindfactory wird der Core i7-11700K für 469 Euro verkauft und als lagernd angezeigt - über 10 sind angeblich schon verkauft. Wer schnell ist, bekommt seine CPU also unter Umständen sogar vor dem eigentlichen Launch. Mindfactory begrenzt die Menge aber auf ein Stück pro Person - wohl, um dem großflächigen Abgriff vorzusorgen.
Preislich dürfte das Angebot für den Moment teuer sein. Der Core i7-11700K sollte sich wohl eher an seinem Vorgänger orientieren, der aktuell einen Straßenpreis von um 320 Euro hat und bei Intel für um 380 US-Dollar UVP deklariert ist. Der Core i9-11900K indes sollte sich am Vorgänger mit knapp 500 US-Dollar UVP orientieren; sein Straßenpreis liegt bei rund 470 Euro.
Welche Leistung man für das Geld bekommt, kann im Moment nur anhand von Leaks abgeschätzt werden. Sie dürfte grob auf dem Niveau des Ryzen 7 5800X liegen. Aufgrund der 14-nm-Technik bei Intel wird das AMD-Modell etwas sparsamer sein. Die Ryzen werden allerdings auch mal um 90 Grad warm; vom Core i7-11700K gibt es frühe Messungen mit maximal 71 Grad Celsius.
Quelle: PCGH
Intel Rocket Lake: Ankündigungstermin und Marktstart durchgesickert [Update: i7-11700K lieferbar für 469 Euro] (1)
Original-Artikel vom 25.02.2021
Nachdem es seit Wochen Gerüchte um Rocke Lake gibt, sind nun die Termine durchgesickert. Wie WCCFTech erfahren haben will, starten die Prozessoren der 11. Generation Ende März. Die Ankündigung soll am 16. März erfolgen, der Verkauf erst zum 30. März. Damit wäre einmal mehr das Quartal auch vollständig ausgeschöpft. Üblich ist in einer solchen Konstellation, dass zum 16. März bekannt gegeben wird, welche Produkte es gibt und wie die technisch aussehen. Mehr aber auch nicht. Tests sollte man erst zum 30. März erwarten, wenn die Ware frei verfügbar ist.
Weiter ist anzunehmen, dass Rocket Lake schon etwas früher hätte starten sollen, aber es ein Microcode-Update in letzter Minute gab, wodurch der Launch sich verzögert hat. Die Meldung beruft sich hier auf Quellen aus der Mainboard-Industrie.
Kritik gibt es an der Masche, dass Intel Vorbestellungen für die Prozessoren erlaubt. Das ist erst einmal nichts Verwerfliches, aber wie bei Spielen kauft man hier blind, denn unabhängige Tests folgen erst später. An und für sich könnte man nun sagen, Geduld löst dieses Problem. Die Märkte aber sind aktuell so angespannt, dass man dann vielleicht nichts mehr bekommt. Im Moment ist nicht davon auszugehen, dass Rocket Lake kaum verfügbar sein wird.
Intel hatte die Versorgungslage zuletzt im Griff und Ware war zu haben. Rocket Lake wird in 14 nm produziert, sollte daher also auch keine Überraschungen liefern. Möglich ist natürlich, dass man aufgrund der hohen Taktraten teilweise Ausbeute-Probleme hat, wie es beim Core i9-10900K war. Angesichts der letzten Gerüchte ist aber sowieso zu erwarten, dass der Core i7-11700K das wichtigste Modell wird; der Core i9-11900K ist eine selektierte Version dessen mit mehr Takt und wird ohnehin seltener sein, ebenso wie unvernünftig teuer.
Bis zum 30. März kann man sich jedenfalls nur auf die Aussagen von Intel verlassen. Die sehen den Core i9-11900K zwischen 2 und 8 Prozent vor einem Ryzen 9 5900X. Sowie 11 Prozent mehr SSD-Transferleistung gegen einen Ryzen 9 5950X. Bereits veröffentlichte Leaks von Testmustern sehen die 8-Kerner von Rocket Lake eher auf Augenhöhe mit dem Ryzen 7 5800X - je nach Anwendung mal mehr, mal weniger nah dran, aber immer im gleichen Spielfeld.

Oder mein Z490 behalten und n 11900K drauf und dann nicht alle Pcie 4.0 features nutzen kann...
Aber wenn der FPS Sprung nicht ordentlich ist, lohnt sich halt kaum...
Die Tests werden aber vermutlich noch mit einem nicht finalen Bios gemacht worden sein. Das ist aber nicht unüblich und ist bei anderen Testern nicht viel anders.
Ob der Mikrocode noch etwas an den Latenzen verändern kann, weiß ich nicht. Das scheint zumindest genau das Problem zu sein was der 11700k im Gaming hat. Ansonsten sehe ich nicht wie der Mikrocode die Performance noch deutlich verbessern soll. Im Floating Point liegen die Ergebnisse ja auch genau dort wo Intel sie beworben hat. Integer Rechnungen haben halt nicht annähernd so einen IPC-Sprung. Das ist einfach Marketing.
Interessanter Kommentar war auch, das der Microcode einiges rausholen kann und der erst zum Release fertig gemacht wird. Vielleicht besteht auch deshalb ein NDA bis zu nem Tag X das der Code bis dahin fertig ist ?
Das die Tests hier alle mit nicht finalem Bios / Microcode gemacht werden und somit nur bedingte Aussagekraft haben ?
Sind das Argumente die man gelten lassen kann ?
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Aber auch ohne AVX512 sind 224W beim vollen Boost nicht ohne und deutlich höher als bei AMDs 5800X. Allgemeine Workloads liegen dann bei 130-155W. Damit bekommt man dann auch gute Temperaturen hin.
Ein wenig höherer bis ähnlicher Stromverbrauch (bei allgemeinen Workloads) als bei Team Rot, aus meiner Sicht in Ordnung.
Problem ist denke ich eher die Performance. Im Gaming laut dem Test meist langsamer als letzte Gen, in Productivity mal besser als ein 5800X und mal hinter dem 5800X.
Wenn man im GPU Bottleneck hängt, sollte man keinen großen Unterschied sehen können.
Bin auf andere Tests gespannt. Mich würden mal stark CPU limitierte Spiele, besonders im Vergleich zum 10900k, interessieren.
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