Von gewagten Prognosen, einem Via-Chipsatz und dem Windows-Quellcode (PCGH-Retro, 12. Februar)

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Von gewagten Prognosen, einem Via-Chipsatz und dem Windows-Quellcode (PCGH-Retro, 12. Februar)
Quelle: PC Games Hardware

Von gewagten Prognosen, einem Via-Chipsatz und dem Windows-Quellcode - was geschah am 12. Februar? Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.

...1948: Am 12. Februar wird Raymond Kurzweil geboren. Der US-Amerikaner macht später vor allem als Visionär im Bereich der künstlichen Intelligenz von sich reden. In seinen Büchern wagt Kurzweil einige Voraussagen über die Entwicklung des Computers: Demnach soll im Jahre 2019 jeder 1.000-Dollar-Computer die Rohleistung des menschlichen Gehirns bieten, zehn Jahre später sogar 1.000 Mal so schnell sein. Allerdings erweisen sich einige seiner Prognosen bald als etwas zu optimistisch: So sollten Computer schon kurz nach dem Jahr 2000 in der Lage sein, menschliche Sprache direkt zu übersetzen oder im Straßenverkehr ein Auto zu steuern - beides war auch zehn Jahre später noch nicht erreicht.

...2004: Die letzten Athlon-XP-Versionen wurden bereits Anfang 2003 vorgestellt, längst konzentriert sich AMD auf den deutlich schnelleren Nachfolger Athlon 64 - doch jetzt liefert Via noch einen Chipsatz für den alternden Prozessor: den KT880, der am 12. Februar 2004 vorgestellt wird. Er ersetzt den KT600 und tritt vor allem gegen Nvidias populären Nforce 2 Ultra 400 an. Mit Unterstützung von PC3200-DDR-RAM und SATA-Festplatten ist er auf der Höhe der Zeit, die große Zeit dieser Plattform ist aber vorüber.

...2004: Nach Valve trifft es jetzt auch Microsoft: Am 12. Februar 2004 finden sich Teile der Quellcodes von Windows NT 4.0 und Windows 2000 im Internet wieder und werden in Tauschbörsen verbreitet. Anders als im Falle des Half-Life-2-Codes ist allerdings kein Einbruch ins Firmennetz verantwortlich - so heißt es jedenfalls bei Microsoft. Da beide Systeme längst durch Windows XP abgelöst wurden, hält sich der Schaden in Grenzen.

...2007: Nach einem langen Tal der Tränen, durch welches Nvidia mit der glücklosen Cine-FX-Architektur wandern musste, war im November 2006 die Überraschung groß als die Kalifornier den G80-Chip mit Unified Shader-Architektur vorstellten. In allen maßgeblichen Belangen lag man auf einmal vor der Konkurrenz, welche mit den Radeon-Karten plötzlich ins Hintertreffen geraten waren: Fps-Leistung, Bildqualität und Techlevel - überall setzte die neue Geforce-8800-Reihe einen drauf. Leider auch beim Preis - und so verwundert es wenig, dass Nvidia eine kostenoptimierte Version der sowieso schon "kleineren" Geforce 8800 GTS mit 320 anstelle von 640 MiByte GDDR3-Grafikspeicher nachschob. Das geschah an diesem 12. Februar im Jahre 2007. PCGH brachte natürlich pünktlich einen Kurztest von Nvidias Geforce 8800 GTS/320.

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    • Kommentare (41)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Trollmanns Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich wollte Mal generell anmerken, das ich diese täglichen Retro-Beiträge genial finde. Da ich mir eh nichts merken kann, bleibt es auch jedes Jahr wieder interessant xD
      • Von Trollmanns Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich wollte Mal generell anmerken, das ich diese täglichen Retro-Beiträge genial finde. Da ich mir eh nichts merken kann, bleibt es auch jedes Jahr wieder interessant xD
      • Von onkel-foehn
        Zitat von ruyven_macaran
        Fazit: Mal jemand mit erstaunlich realistischeren Vorhersagen.
        Die anderen Schwanken ja immer zwischen 10GHz 2010 und max. 5 Computern weltweit
        Nun ja, INTEL hat sich Anno Dazumal lediglich dazu geäußert, dass die Netburst Architektur des Pentium 4 auf bis zu 10 GHz ausgelegt sei.
        An der 4 GHz Hürde war ja dann bekanntlich Schluss …

        MfG, Föhn.
      • Von Bartmensch Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Hat überhaupt jemand den KT 600 Chipsatz gekauft?
        Ich glaube meine meisten meiner AMD K7 Mainbaords hatten entweder Nforce 2(A7N8x) oder SiS Chipsatz (K7S5A).
        Davor vielleicht noch VIA KT133 und KT400a. Aber keinen KT600.

        Geforce 8 ist an mir vorbei gegangen. War damals schon im Lager von ATI/AMD.
        Habe aber noch eine GTS9800 liegen aus einem Alt PC eines Kumpels. Wartet noch auf Einbau nach Lüfterumbau (der alte ist einfach nur laut ohne Lüftersteuerung).
      • Von nudelhaus Freizeitschrauber(in)
        die 8800gts 320mb hab ich noch, für damalige 170€ erworben und für 1680 etc. hatte sie richtig kraft.
      • Von Bevier Volt-Modder(in)
        2015 ist immer noch kurz genug nach der Jahrtausenwende und erste Fahrzeuge dürfen ab diesem Jahr selbstständig fahrend auf deutsche Autobahnen. Sind zwar nur Tests aber die Vorhersage war ja nicht, dass jeder so ein Auto fährt ^^

        Aktuelleren Vorhersagen nach werden 2018 erste Computer in der Lage sein, menschliches Denken zu simulieren und dabei ähnliche Leistungen zu erreichen. Natürlich sind die etwas teurer als 1000 Dollar aber andererseits fehlt dort noch die Wertkorrektur des Dollars von 1948 gegenüber heute... ok, reicht trotzdem nicht aus um sich einen Supercomputer zu kaufen aber Schuld könnte hier der Mangel an Konkurrenz in dem Segment sein. Ohne Konkurrenz stagnierende Weiterentwicklung, wie kann man sonst erklären, dass die Leistung der Prozessoren sich über Jahre hinweg stetig vervielfacht hat, aber in den letzen 5 Jahren insgesamt kaum über 50% Mehrleistung zustande kamen...
        Selbst vor 10 Jahren ging man noch von einer deutlich schnelleren Entwicklung aus. Nach damaligem Verständnis wäre ein Nanocomputer nicht nur ein Raspberry Pi gewesen, sondern ein System mit der Leistung eines damaligen Supercomputers auf der Fläche einer Kreditkarte.

        Und im Bereich Spracherkennung tut sich auch einiges. Windows 10´s Cortana ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.

        Letztendlich kann man heutzutage nur darüber streiten was "kurz nach 2000" genau heißt, vielleicht hatte er ja doch Recht? ^^
      Direkt zum Diskussionsende
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