Von Junior-PCs, dem Pentium Pro und dem Ende von WfW 3.11 (PCGH-Retro, 1. November)

13
News Carsten Spille Henner Schröder Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Von Junior-PCs, dem Pentium Pro und dem Ende von WfW 3.11 (PCGH-Retro, 1. November)
Quelle: PC Games Hardware

Von Junior-PCs, dem Pentium Pro und dem Ende von WfW 3.11 - das geschah am 1. November. Jeden Tag wirt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.

… 1983: Nachdem der "große" Personal Computer die Büros der westlichen Welt erobert hatte, versucht IBM nun auch den Markt der Heimcomputer zu stürmen, der noch von Commodores C64 und dem Atari 800 XL dominiert wird: Am 1. November 1983 kommt der PC Junior auf den Markt. Zum Preis von mindestens 669 US-Dollar gibt's wie beim großen Bruder einen Intel 8088 mit 4,77 MHz, 64 KiByte RAM (128 beim größeren Modell) und Microsofts PC-DOS 2.1. Auch ein Monitor ist dabei, ebenso eine Tastatur, die kabellos per Infrarot angebunden wird. Der "Junior" wird aber nicht zu einem Erfolg, ist er doch nach wie vor zu teuer, zu schlecht aufrüstbar und nicht mit allen PC-Programmen kompatibel. Die Heimcomputer-Konkurrenz wird der PC Jahre später trotzdem verdrängen.

… 1995: Am 1. November 1995 veröffentlicht Intel den Pentium Pro. Der Prozessor läuft anfangs mit 150 und 200 MHz, sitzt auf dem neuen Sockel 8 und besteht aus 5,5 Millionen Transistoren. Sein fortschrittliches Design ermöglicht erstmals Out-of-order execution und ist auf 32-Bit-Code optimiert, läuft daher aber nicht sehr schnell auf 16-Bit-Systemen wie dem neuen Windows 95. So kommt es nicht zur geplanten Ablösung des Pentium durch die Pro-Variante - stattdessen bringt Intel später den Pentium 2 auf den Markt, der das Design des Pentium Pro mit der MMX-Einheit des Pentium MMX vereint.

… 2008: Nein, das Jahr ist kein Tippfehler. Weder handelt es sich im ein falsch abgkürztes World of Warcraft noch ist die Jahreszahl verkehrt: Tatsächlich stellte Microsoft die OEM-Lizenzierung für Windows for Workgroups 3.11 erst an diesem Tag im Jahre 2008 ein - das Betriebssystem war bis dahin noch für OEM-Hersteller von Embedded-Systemen tatsächlich noch verfügbar.

Bildergalerie

13
    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Der_Strumpf PC-Selbstbauer(in)
        Letztes Jahr hat die DB nach ITlern gesucht, die Win3.11 beherrschen, weil das wohl noch in vielen Zügen läuft.
      • Von Der_Strumpf PC-Selbstbauer(in)
        Letztes Jahr hat die DB nach ITlern gesucht, die Win3.11 beherrschen, weil das wohl noch in vielen Zügen läuft.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von yummycandy
        Windows 95 unterstützte zwar auch 16Bit Anwendungen, war aber im Kern ein 32Bit Betriebssystem.
        Nicht ganz.
        Die DOS Routinen wurden teilweise als Betriebssystemteile benutzt, alle DOS-TSRs bleiben geladen und ein 32bit Programm kann wegen des eingeschränkten Speicherschutzes immer moch den PC komplett lahmlegen.
        Microsoft Windows 95 – Wikipedia.
      • Von yummycandy Software-Overclocker(in)
        @Redaktion, Windows 95 unterstützte zwar auch 16Bit Anwendungen, war aber im Kern ein 32Bit Betriebssystem.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Mischu
        Weiß jemand, was da alles zu sehen ist? Ich tippe mal darauf, dass neben dem eigentlichen CPU-Kern ein externen Cache verbaut ist.
        Sieht so aus:
        https://de.wikipedia.org/... .

        Zitat von Mischu
        Das Ganze in einer defekten Prototyp-Version (wegen der vermutlich von Hand gelöteten Drähte,
        Schon mal was vom Bonden gehört:
        https://de.wikipedia.org/....

        Und die Prototypen wurden tatsächlich von Hand gebondet.
      • Von Mischu Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Mich irritiert gerade das Bild des Pentium Pro. Weiß jemand, was da alles zu sehen ist? Ich tippe mal darauf, dass neben dem eigentlichen CPU-Kern ein externen Cache verbaut ist. Das Ganze in einer defekten Prototyp-Version (wegen der vermutlich von Hand gelöteten Drähte, die teils uninspiriert in der Landschaft hängen). Aber was macht dann das Kupfer-Gebilde drumherum? Sieht ja so aus, als würden alle Kontakte kurzgeschlossen. Und als Produktions-Abfall, der am Ende abgeschnitten wird, wäre das etwas überdimensioniert...
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk