Echtes Retro-PC-Gehäuse aus dem 3D-Drucker: Dateien sind gratis verfügbar

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Echtes Retro-PC-Gehäuse aus dem 3D-Drucker: Dateien sind gratis verfügbar
Quelle: Potatozeng

Ein Community-Projekt zeigt ein kompaktes PC-Gehäuse im Retro-Stil aus dem 3D-Drucker. Die zugehörigen Dateien sollen frei verfügbar sein und richten sich an Bastler mit entsprechender Ausrüstung.

Ein Mitglied aus der 3D-Druck-Community hat ein PC-Gehäuse im Retro-Design entwickelt und die zugehörigen Druckdateien öffentlich bereitgestellt. Konkret stammt das Projekt vom Reddit-Nutzer "Potatozeng", der seine Umsetzung im Subreddit r/3Dprinting vorgestellt hat. Die STL-Dateien sind frei auf Plattformen wie Thingiverse und Printables verfügbar.

Das Gehäuse orientiert sich optisch an klassischen Desktop-Systemen der 90er-Jahre, ist technisch jedoch auf kompakte Systeme ausgelegt. Unterstützt werden Mini-ITX-Mainboards in Verbindung mit einem ATX-Netzteil. Gleichzeitig bleibt der verfügbare Bauraum stark eingeschränkt. So liegt die maximale Höhe für Luftkühler bei rund 50 Millimetern, während alle Gehäuseteile auf Druckflächen von unter 220 Millimetern ausgelegt sind. Damit soll sich das Projekt auch für kleinere 3D-Drucker eignen.

Bildergalerie

Eine Besonderheit ist die Frontgestaltung. Das Gehäuse bietet einen 3,5-Zoll-Schacht an der Front, der sich entweder für ein I/O-Modul oder optional für ein Diskettenlaufwerk nutzen lässt. Auf zusätzliche Gehäuselüfter verzichtet das Design vollständig. Die Kühlung erfolgt ausschließlich über den CPU-Kühler.

Deutliche Einschränkungen zeigen sich bei der Erweiterbarkeit. Dedizierte Grafikkarten werden nicht unterstützt, auch Low-Profile-Modelle sind laut Beschreibung nicht vorgesehen. Ebenso fehlt eine feste Halterung für 2,5-Zoll-Laufwerke. SSDs könnten stattdessen im Innenraum, etwa oberhalb des Netzteils, befestigt werden.

Der Bau selbst ist vergleichsweise aufwendig. Für den vollständigen Druck werden rund ein Kilogramm Filament sowie etwa 85 Stunden Druckzeit angegeben, basierend auf typischen Einstellungen wie 0,15 Millimeter Schichthöhe und 40 Prozent Infill. Das Gehäuse besteht aus insgesamt 17 Druckdateien mit rund 20 Einzelteilen. Ergänzend werden zahlreiche Komponenten benötigt, darunter Schrauben in verschiedenen Längen, Gewindeeinsätze, Kabel, LEDs samt Widerständen sowie Taster für Power und Reset.

Neben einem Lötkolben zum Einpressen der Gewindeeinsätze und zum Verbinden der Elektronik ist unter anderem Sekundenkleber für die Montage vorgesehen. Zusätzlich wird ein Front-I/O-Modul im 3,5-Zoll-Format benötigt.

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Quelle: Potatozeng via Reddit

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von XT1024 Volt-Modder(in)
        Dazu muss man noch einen 15" Monitor kaufen?
        Es gibt bestimmt einen Grund, warum man so eine große Kiste nicht mehr unter diesem haben will.
      • Von XT1024 Volt-Modder(in)
        Dazu muss man noch einen 15" Monitor kaufen?
        Es gibt bestimmt einen Grund, warum man so eine große Kiste nicht mehr unter diesem haben will.
      • Von Penman PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von EM_EN
        Der Gedanke ist cool, allerdings auf Grund der Beschränkungen weiter ausbaufähig. Sicherlich braucht man dafür einen Drucker mit entsprechender Größe und Leistung.
        In der Beschreibung steht, dass es ein 220mm Druckbed benötigt. Damit ist es relativ gut druckbar.

        Zitat von h_tobi
        Dann lieber ein Mini/Miditower, man kann die Teile ja aufteilen und dann kleben, nur so macht das Case für normale
        Systeme wenig Sinn oder man verbaut ein kleines NT und macht sich dann einen Miniserver (RasPi?) drau
        Definiere ein "normales" System. Mini ITX Systeme kommen in der Regel mit krassen Kompromissen daher. Leute flexen teilweise an ihren Gehäusen herum, damit alles passt. Hier haben wir eine Variante aus dem 3D-Drucker. Als gepresstes Plastik wäre es in größerer Stückzahl sicherlich deutlich günstiger und etwas besser zu produzieren, aber dafür müsste es eben auch eine entsprechende Abnahmemenge geben. Und da punktet der 3D-Drucker, auch der Druck eine Weile dauert. 1 kg Filament zu drucken dauert schon ein Weilchen. Da könnte man schon locker 24h reine Druckzeit einplanen. Also eher 2-3 Tage je nachdem, welche Möglichkeiten man hat.

        Für 50mm Kühlerhöhe scheint es Kühler mit ungefähr 100W TDP zu geben. Da sowieso keine GPU verbaut werden kann, dürfte sich das Problem auch nicht ergeben, da man zu den 65W CPUs greifen muss. Ich diskutiere zu viel Reserven gerne bei einem Netzteil weg, aber bei einem Kühler darf man gerne 50% über dem Bedarf liegen

        Ich mag kompakte Rechner. Mein Daily Driver ist ein µATX Rechner in einem 22 L Gehäuse. Da wäre sogar noch Platz für eine 2 Slot GPU. Kompakte Systeme haben auch ihre Stärken gegenüber dem Raum voller Luft in den großen Gehäusen. Einmal über 50L gehabt und ich bin beim Anblick nur noch traurig geworden. Seit der Festspeicher direkt auf dem Mainboard sitzt und keine optischen Laufwerke mehr verbaut werden, kann man sich wirklich viel Platz einfach sparen. Da wird eine große GPU eher zum Problem 300 mm sind in diesen Maßen schon viel.

        Auch verlinkt: Ein 6 Liter Gehäuse gedruckt. Da passt sogar eine kleine GPU rein.
      • Von aluis Freizeitschrauber(in)
        Zitat von BxBender
        das Colani-Design von Vobis war unschlagbar schick damals, im Gegensatz zu Escoms graue Klötze
        Wenn man sieht was auf dem Gehäusemarkt gerade los ist, wundert mich die nicht-Existenz von großen Designern. Gehäuse von Louis Vuitton, Chanel oder Gucci wären doch mal was. Es gibt ja anscheinend einen großen Markt für 500€+ Gehäuse.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        das Colani-Design von Vobis war unschlagbar schick damals, im Gegensatz zu Escoms graue Klötze
      • Von h_tobi Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von EM_EN
        Der Gedanke ist cool, allerdings auf Grund der Beschränkungen weiter ausbaufähig. Sicherlich braucht man dafür einen Drucker mit entsprechender Größe und Leistung. Finde individuelle Gehäuse genial, sofern man die Datei dann hat, lässt sie sich bestimmt noch modifizieren. Erst mal kein Thema für mich.
        Das Case bietet ja auch nicht so viel.

        Dann lieber ein Mini/Miditower, man kann die Teile ja aufteilen und dann kleben, nur so macht das Case für normale
        Systeme wenig Sinn oder man verbaut ein kleines NT und macht sich dann einen Miniserver (RasPi?) draus...
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