Konami tritt auf den Plan, Microsoft verhagelt Datensammelwut und Runes of Magic kommt (PCGH-Retro, 19. März)
Mit Konami tritt einer der bekanntesten Entwickler für Videospiele auf den Plan - das geschah am 19. März. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
...1973: Das japanische Unternehmen Konami existiert bereits seit 1969, ist aber bislang auf die Vermietung und Reparatur von Jukeboxen spezialisiert. Das ändert sich am 19. März 1973: An diesem Tag richtet sich Konami neu aus und produziert fortan Arcade-Maschinen, 1978 kommt schließlich der erste Videospiel-Automat heraus. In den Spielhallen feiert Konami 1981 mit Frogger einen gewaltigen Erfolg, später folgen Spiele für den PC und schließlich für Spielkonsolen von Nintendo. Konami wird später verantwortlich für einige der erfolgreichsten Videospielreihen überhaupt: von Castlevania über Contra bis Metal Gear, Silent Hill und Pro Evolution Soccer.
…2001: Microsoft kündigt sein Projekt Hailstorm ("Hagelsturm") offiziell an. Die Sammlung .NET-basierter Webdienste soll Entwicklern helfen, E-Commerce-Anwendungen zu programmieren, welche den Aufschwung des weltweiten Handels rund um das noch neue Massenmedium Internet unterstützen. Zu Beginn der Initiative führt Microsoft prominente Partner wie American Express, ClickCommerce, expedia und ebay ins Feld. In der Pressemitteilung wird retrospektiv allerdings schnell klar, warum das Projekt zum Scheitern verdammt ist und die New York Times am 11. April 2002, also ein gutes Jahr später die Einstellung von Hailstorm vermeldet. Denn Microsofts Group Vice President for .NET Services, Bob Muglia, wird mit den Worten zitiert:
"Hailstorm" turns the industry debate over online privacy on its head, "said Muglia." It starts with the fundamental assumption that the user owns and controls their personal information so only the user decides with whom they share their information and under what terms.
Dass so etwas den Informationssammlern des Internets nicht schmecken würde, ist aus heutiger Sicht zehn Jahre danach, keine große Überraschung mehr.
…2009: Nach offizieller Verlautbarung der hauseigenen Webseite startet Frogsters MMORP-Spiel Runes of Magic heute im Rennen um die Gunst der Spieler - und darum, Blizzards Platzhirsch World of Warcraft die zahlende Kundschaft streitig zu machen: Runes of Magic lockt mit Free-2-Play-Angeboten, bietet gegen Bares im sogenannten Item-Shop aber bessere Ausrüstungsgegenstände und Co. an. Runes of Magic wird von der taiwanischen Firma Runewaker Entertainment entwickelt und basiert auf dem asiatischen MMORPG Radiant Arcana, an welchem Frogster 2008 internationale Vermarktungsrechte erworben hatte.

Interessant.
Microsoft hat 2001 das Versucht was heutzutage Google und Facebook tagtäglich praktizieren.
Warum akzeptieren die Leute das unkontrollierte Datensammeln plötzlich?
Ich denke der Großteil der Menschen ist einfach zu bequem, möchte nicht auf die praktischen Sprachassistenten verzichten, möchte sich nicht damit beschäftigen oder weiß gar nicht wie problematisch das in der Zukunft werden kann. Wir sind schon an einem Punkt, an dem politische Wahlen damit beeinflusst/gewonnen werden können.
Der Klassiker ist "Ich habe doch nichts zu verbergen." <- Privatsphäre nicht verstanden.
Bessere Alternativen zu Google, Apple, Microsoft und Co wären auch hilfreich.
Linux, GrapheneOS, LineageOS usw. sind für manche dann leider doch noch zu umständlich bezüglich Installation und Handhabung.
Immerhin steigt ja momentan wenigstens bei den Gamern das Interesse an Linux.
Es war dann doch irgendwie nicht sehr erfüllend.
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Interessant.
Microsoft hat 2001 das Versucht was heutzutage Google und Facebook tagtäglich praktizieren.
Warum akzeptieren die Leute das unkontrollierte Datensammeln plötzlich?