Intels erste Extreme Edition und 3Dfx' Voodoo 2 (PCGH-Retro, 3. November)
Intels erste Extreme Edition kommt auf den Markt und 3Dfx kündigt die Voodoo 2 an - das geschah am 3. November. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
… 1997: Die Voodoo-Graphics-Macher 3Dfx kündigen an diesem 3. November per Pressemitteilung offiziell den Nachfolger des 3D-Pioniers an: Voodoo 2 soll er heißen und im ersten Quartal 1998 im Handel erhältlich sein. Nicht gerade bescheiden preist 3Dfx die Vorzüge des Voodoo-Graphics-Nachfolgers an. Der Videospeicher (nach wie vor getrennt nach Textur- und Framebuffer) ist mit insgesamt 192 Bit Breite an die drei Chips angebunden und liefert 2,2 GByte pro Sekunde an Übertragungsrate. Die Triangle-Setup-Einheit soll 3 Millionen Dreiecke pro Sekunde verarbeiten (der Praktikant ist noch am Nachzählen…) und die beiden Textur-Chips mit 90 Millionen Texeln pro Sekunde Füllrate Quake 2 von id Software auf mehr als 110 Fps beschleunigen. Insgesamt auf 50 Milliarden Operationen pro Sekunde soll es Voodoo 2 bringen - wobei man wie üblich jede Funktion, die nicht bei drei auf den Bäumen war, einzeln zählte.
Zwei Karten, koppelbar per Scan-Line-Interleave-Technik (auch bekannt als SLI) sollten die Bildraten verdoppeln - und auch mit Z-Buffer eine Auflösung von 1.024 x 768 bieten. Das klappte in der Praxis auch meist, obwohl schon damals einige Spiele CPU-limitiert waren.
Etwas pikant: In der damaligen Pressemitteilung sprach 3Dfx noch davon, dass Voodoo 2 speziell darauf ausgelegt sei, den hohen Datendurchsatz des AGP gewinnbringend zu nutzen.
Voodoo 2 is also an AGP-capable technology designed to utilize the higher bandwidth available through AGP (Accelerated Graphics Port) A high-speed 32-bit port from Intel for attaching a display adapter to a PC. It provides a direct connection between the card and memory, and only one AGP slot is on the motherboard. and will support 3D games with resolutions up to 1024 X 768.
Fast alle öffentlich verfügbaren Karten waren jedoch lediglich PCI-Modelle und auch die Nachfolger in Form der Voodoo-3-Generation konnten zwar mechanisch mit einem AGP-Stecker ausgestattet werden, aber keinen weiteren Nutzen außer dem höheren Takt daraus ziehen.
… 2003: Der Athlon 64 rollt den Markt auf: AMDs neuer High-End-Prozessor mit dem Codenamen K8 ist nicht nur schneller als sein Vorgänger Athlon XP, er zieht in den meisten Benchmarks auch Intels Pentium 4 davon. Intel hat dem K8 nichts entgegenzusetzen, die nächste P4-Generation auf Prescott-Basis lässt noch bis Anfang 2004 auf sich warten - eine schnelle Antwort muss her. Diese wurde im September auf dem Intel Developers Forum vorgestellt und kommt an diesem 3. November auf den Markt: der Pentium 4 Extreme Edition.
Der Prozessor mit Gallatin-Kern basiert auf dem Serverchip Xeon, passt im Gegensatz zu diesem jedoch auf den Desktop-Sockel 478 und zielt damit auf leistungshungrige Anwender, vor allem Spieler. Seinen 512 KiByte L2- stehen zusätzlich 2 MiByte L3-Cache zur Seite, die Taktfrequenz liegt anfangs bei 3,2 GHz - damit kann sich der EE jedoch kaum vom zivilen Northwood-P4 mit 3,4 GHz absetzen, auch der Athlon bleibt vor allem in Form des Topmodells FX in den meisten Benchmarks vorn. Da der "Extreme"-P4 auch extrem teuer ist, spielt er auf dem Markt kaum eine Rolle - etabliert aber eine neue Reihe von Extreme-Modellen, die sich auch in den folgenden Chipgenerationen fortsetzt.

auch wenn ich Sie mir niemals hätte leisten können.
EE war etwas langsamer und gönnte sich deutlich mehr.
Deja Vu.
EE war etwas langsamer und gönnte sich deutlich mehr.
Deja Vu.