Smart-TV per Diskette bedienen: Entwickler baut Floppy-Fernbedienung

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Smart-TV per Diskette bedienen: Entwickler baut Floppy-Fernbedienung
Quelle: Blog Smartere

Ein Entwickler hat ein klassisches Floppy-Disk-Laufwerk zu einer physischen Smart-TV-Steuerung umgebaut. Statt Menüs und Apps wählen Kinder Inhalte durch das Einlegen beschrifteter Disketten.

Unter dem Projektnamen "FloppyDiskCast" hat ein Entwickler ein Steuerungssystem realisiert, das ein klassisches 3,5-Zoll-Floppy-Disk-Laufwerk als Eingabegerät für einen Smart-TV nutzt. Das Prinzip ist bewusst einfach gehalten. Das Einlegen einer Diskette startet eine Wiedergabe, das Entfernen pausiert sie wieder. Auf zusätzliche Tasten, Menüs oder Touchflächen wurde einfachheitshalber vollständig verzichtet.

Im Zentrum der Umsetzung stand ein zweigeteilter Aufbau. Ein AVR-basierter Mikrocontroller übernimmt die direkte Kommunikation mit dem Floppy-Laufwerk und kümmert sich um alle zeitkritischen Abläufe. Ergänzt wird dieser durch ein separates WLAN-Modul auf ESP-Basis, das ausschließlich für die Weitergabe der Steuerbefehle im Netzwerk zuständig ist. Beide Einheiten sind über eine serielle Verbindung gekoppelt und erfüllen klar getrennte Aufgaben, was die Komplexität überschaubar hält.

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Eine der größten Herausforderungen bestand dem Entwickler zufolge allerdings darin, den Moment des Disketteneinlegens zuverlässig zu erkennen. Viele klassische Floppy-Laufwerke registrieren einen Datenträger erst dann, wenn aktiv auf ihn zugegriffen wird. Für das Projekt war dieses Verhalten ungeeignet. Entsprechend wurde das Laufwerk mechanisch angepasst und mit einem zusätzlichen Schaltkontakt versehen. Dieser meldet das Einlegen unmittelbar und weckt den Mikrocontroller aus dem Ruhezustand.

Nach der Erkennung wird das Laufwerk kurzzeitig aktiviert und liest eine einzelne Konfigurationsdatei aus dem Dateisystem. Diese liegt gezielt am Anfang des Datenträgers, um die Zugriffszeit möglichst gering zu halten. Der Inhalt beschränkt sich auf einen einfachen Steuerbefehl, der anschließend unverändert an das WLAN-Modul weitergereicht wird. Dieses löst daraufhin über das lokale Netzwerk die gewünschte Aktion aus, etwa das Starten oder Anhalten eines Streams auf einem angebundenen Abspielgerät.

Die Disketten selbst dienen dabei lediglich als physische Träger dieser Befehle. Unterschiedliche Farben und aufgeklebte Motive sorgen für eine eindeutige Zuordnung. Die eigentlichen Medien liegen weiterhin auf externen Streaming-Plattformen. Für die Nutzer entsteht allerdings der Eindruck, dass der Inhalt direkt mit der jeweiligen Diskette verknüpft ist. Wird sie entfernt, endet auch die Wiedergabe.

Auch die Stromversorgung erforderte einige Anpassungen. Floppy-Laufwerke ziehen beim Hochfahren kurzfristig vergleichsweise hohe Ströme, was einen Akkubetrieb erschwert. Gelöst wurde dies durch einen Step-up-Wandler sowie zusätzliche Pufferkondensatoren, die Spannungseinbrüche abfangen. Nach dem kurzen Lesevorgang schaltet sich das Laufwerk wieder ab und das System wechselt in einen energiesparenden Zustand.

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Quelle: Blog Smartere

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Ich war damals auch ein Floppy-Flüsterer und Disk-Jockey.
        Und machmal habe ich denen einen geblasen und am Ende gehustet.
        Ok, das klingt jetzt etwas abartig, aber so war das damals halt.
        In die Ritze reinpusten, bis einem schwindelig wird, und ab und an mal ordentlich schütteln.
        Und dann beten, dass die Daten doch gelesen werden.
        lol

        Ich finde die Idee auf jeden Fall sehr interessant.
        So kann man seine langjährigen Erfahrungen den Kids auch wieder zugänglich machen.
        Wäre ja cool, wenn man mit dem Einlegen von Videos Filme auf Streamingdiensten direkt starten könnte.
        Und ab und zu vertüdelt sich das Band und man darf wieder ausrichten und mit den Fingern aufrollen etc..
        Das hatte ich bei Audi-Kassetten oft genug.
        ahaha, war das "geil" damals, Frust pur, aber was für ein Gefühl, wenn es denn geschafft war und alles noch ging.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Ich war damals auch ein Floppy-Flüsterer und Disk-Jockey.
        Und machmal habe ich denen einen geblasen und am Ende gehustet.
        Ok, das klingt jetzt etwas abartig, aber so war das damals halt.
        In die Ritze reinpusten, bis einem schwindelig wird, und ab und an mal ordentlich schütteln.
        Und dann beten, dass die Daten doch gelesen werden.
        lol

        Ich finde die Idee auf jeden Fall sehr interessant.
        So kann man seine langjährigen Erfahrungen den Kids auch wieder zugänglich machen.
        Wäre ja cool, wenn man mit dem Einlegen von Videos Filme auf Streamingdiensten direkt starten könnte.
        Und ab und zu vertüdelt sich das Band und man darf wieder ausrichten und mit den Fingern aufrollen etc..
        Das hatte ich bei Audi-Kassetten oft genug.
        ahaha, war das "geil" damals, Frust pur, aber was für ein Gefühl, wenn es denn geschafft war und alles noch ging.
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Ausgefallen, würde ich sagen. Wem man Zeit für so ein Projekt hat, ist das für die Kinder sicher was interessantes technisches zum spielen.
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