Der letzte Gegner von AMD und Intel (PCGH Retro, 30. Mai)
Von Capcom und Cyrix - das geschah am 30. Mai. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
...1979: An diesem Tag wird in Japan die Firma Capsule Computers gegründet - die jedoch bekannt wird unter ihrem Kurznamen: Capcom. Der Entwickler bringt bald einige der bekanntesten und erfolgreichsten Arcade-Maschinen und Videospiele auf den Markt, darunter die Serien Street Fighter, Mega Man und Resident Evil; einige davon bringt Capcom auch auf den PC - und in Zusammenarbeit mit Valve liefern die Japaner 2007 sogar den ersten spielbaren Titel mit Direct-X-10-Unterstützung heraus, die Demo zu Lost Planet.
...1997: Intel ist nicht allein: Auch andere Hersteller bieten x86-Prozessoren an, darunter AMD und Cyrix. Letztere haben mit dem 6x86 einen durchaus konkurrenzfähigen Prozessor im Angebot, der an diesem 30. Mai einen Nachfolger erhält: Der 6x86MX (Codename MII) bietet gegenüber seinem Vorgänger die Befehlssatzerweiterung MMX (hier EMMI genannt), einen vergrößerten L1-Cache und weitere Verbesserungen; bei 133 bis 233 MHz (in einer IBM-Version auch 250 MHz) kann er jedoch mit Intels neuem Pentium II nicht mithalten. Cyrix verliert Marktanteile und die neue Konzernmutter National Semiconductor ist weitaus mehr an den kleinen Media-GX-Chips interessiert, sodass die Weiterentwicklung der Desktop-Sparte ins Stocken gerät; der 6x86MX-"Nachfolger" MIII ist nichts als ein umbenannter MII. Später übernimmt Via den Entwickler und bringt mit dem Cyrix III dessen letztes x86-Produkt auf den Markt, das jedoch nur noch auf dem Low-End-Markt mitspielt. So bleibt der 6x86MX der wohl letzte ernsthafte Konkurrent für AMD und Intel.

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