Das Ende von Commodore und der Anfang vom Ende des GTX-690-NDA (PCGH-Retro, 29. April)

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Das Ende von Commodore und der Anfang vom Ende des GTX-690-NDA (PCGH-Retro, 29. April)
Quelle: PC Games Hardware

Traditionshersteller Commodore steht vor dem Aus und die ersten Berichte über die Geforce GTX 690 dürfen online gehen - das geschah am 29. April. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.

... 1994: Jeder kennt den C64: Der erfolgreichste Heimrechner der Geschichte wurde weit über 20 Millionen Mal verkauft, so mancher sammelte seine ersten Computererfahrungen mit dem "Brotkasten". Und jeder kennt den Amiga 500, den ersten Multimedia-Rechner und in den späten Achtzigern die ultimative Spielemaschine. Commodore, der Hersteller dieser beiden Klassiker, dominierte jahrelang den Markt für Heimcomputer, wurde zum Synonym für eine ganze Rechnerklasse - nur um kurz darauf vom Markt zu verschwinden.

Commodore wurde 1954 vom 2012 verstorbenen Jack Tramiel gegründet und stellte zunächst Schreibmaschinen her, schwenkte jedoch bald auf Addiermaschinen um, dann auf Taschenrechner und schließlich auf Heimcomputer. Nach dem Erfolg mit den günstigen Modellen VC20 und C64 versuchte sich Commodore auch an IBM-kompatiblen PCs - jedoch nicht sehr erfolgreich. Chaotisches Management, einige gefloppte Produkte und der alles verdrängende PC trieben die Firma schließlich in den Ruin, der an diesem Tag besiegelt wird: Am 29. April 1994 meldet Commodore Insolvenz an. Der Name lebt weiter, geht durch die Hände von Escom und anderer Firmen, um zwischenzeitlich als Marke für teure Spieler-PCs aufzuerstehen - doch mit der alten Firma Commodore, dem C64-Erfinder, hat dieses neue Unternehmen nicht mehr viel gemein.

Eine umfangreiche Galerie mit erinnerungswürdigen C64-Spielen finden Sie in unserem Special anlässlich des Todes von Jack Tramiel.

... 2012: AMD hat mit der Graphics-Core-Next-Architektur vorgelegt und Nvidia gut drei Monate später mit Kepler gekontert. Doch im Raume stand noch AMDs Ankündigung einer Dual-GPU-Karte mit dem Codenamen New Zealand, welche ebenfalls auf der neuen, effizienten Architektur aufsetzen und Nvidia die Performance-Krone wieder streitig machen sollte. Aus diesem Grund schickten die kalifornischen Geforce-Macher kurze Zeit ihr eigenes, satte 999 US-Dollar teures Dual-GPU-Schlachtschiff namens Geforce GTX 690 ins Rennen - und zwar an diesem 29. April.

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Allerdings durfte nur über die technischen Spezifikationen und Features berichtet werden, jedoch keine Benchmarks, Leistungs- oder Lautstärkemessungen veröffentlicht werden. Das wollte sich Nvidia für den 3. Mai - pikanterweise auch Geburtstag des Spams, aufsparen. Mit jeweils 1.536 Shadereinheiten sind die Chips mit dem der Geforce GTX 680 identisch, takten jedoch - und das hatte mancher angesichts des Energiepotenzials wohl anders vermutet - geringer. So kommen den Chips "nur" 915 MHz statt 1.006 MHz zugute (1.019 MHz per Boost) - der Speichertakt ist mit 3.000 MHz jedoch gleichauf mit der Single-GPU-Schwester. Bei einer TDP von 300 Watt passt die GTX 690 im Vergleich zur Geforce GTX 590 noch in die offiziellen PCI-Express-Spezifikationen - mit den beiden 8-Pin-Anschlüssen und dem über den Steckplatz fließenden Strom sind theoretisch aber bis zu 375 Watt Leistungsaufnahme möglich.

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    • Kommentare (96)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Oppenheimer Software-Overclocker(in)
        Zitat von MATRIX KILLER
        Jupp so habe ich es damals auch gemacht, dass waren noch tolle Zeiten.
        Yup, allerdings nur Anfangs, nach ein paar Monaten hab ich mir dann einen Farbmonitor angeschafft.
      • Von Oppenheimer Software-Overclocker(in)
        Zitat von MATRIX KILLER
        Jupp so habe ich es damals auch gemacht, dass waren noch tolle Zeiten.
        Yup, allerdings nur Anfangs, nach ein paar Monaten hab ich mir dann einen Farbmonitor angeschafft.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]: Der PC hat seinen Siegeszug doch gar nicht in Anwendungsbereichen gestartet, in denen Grafik oder gar Sound entscheidend wären. Ganz abgesehen davon, dass die von dir (und zuvor auch von mir) gelobten Amiga-Qualitäten nichts mit dem Untergang des C64 zu tun hatte. Letzterer hatte den Privatnutzermarkt erobert, weil er billig war. Aber ihm fehlte die Leistung, um im damals überwiegenden professionellen Markt etwas zu reißen, während der PC zügig weiterentwickelt wurde und die Führung übernahm. Der Amiga hätte das, wie gesagt, auch gekonnt. Aber weder hat er auf Software-Seite Kapital aus dem Erfolg des C64 geschlagen, noch war er anfangs günstig zu haben. Bis Commodore mal Versionen auf dem Markt hatte, die preislich mehr als Macintosh-Gegner darstellten, war der PC sechs Jahre alt, IBM hatte den Büromarkt komplett übernommen und der 80386 stand in den Startlöchern. So konnte x86 immer weiter wachsen, während der Amiga in der Multimedia-Nische eingesperrt blieb – und innerhalb dieser musste er seine Kunden noch gegen Atari auf Augenhöhe, Apple von oben sowie Nintendo und Sega von unten verteidigen.

        In Deutschland und UK klappte das einigermaßen, in den USA wohl nur noch in der "Content Creator"-Nische und in Asien meinem Wissen nach gar nicht. "PC" lief dagegen weltweit und als dieser Markt Ende der 80er von "IBM-Klone" auf "eigene Standards" kippte, hatten alle anderen verloren. Gegen das in der Summe viel größere Entwicklungsbudget und die explodierende Entwickler-Unterstützung hatte nie wieder eine Neuvorstellung eine Chance. Im Gegenteil: Mittlerweile oberhalb von Microcontrollern (und teils inklusive selbiger) existiert quasi keine Elektronik-Entwicklungslinie mehr, deren Existenz nicht zumindest zeitweise vom PC abhängig war. Einige konnten diese Hebel nutzen um selbst groß genug für eine eigenständige Nische zu werden (Apple nach der Intel-Hardware-Phase unter Nutzung von x86-BSD-Komponenten; Android ausgehend von PC-Linux und Googles Wintel-Web-Einnahmen, Nvidia versucht sich gerade zu emanzipieren), viele sind dauerhaft an diesen Markt gekettet und ganze Marktbereiche (Server, HPC, Embedded, aktuell läuft gerade KFZ) wurden geschluckt. Aber dagegen behaupten konnte sich allenfalls IBMs Z – auf einem anhaltenden Sinkflug von einstiger Größe und unter Nutzung von immer mehr Opensource aus der PC-Welt.
      • Von binär-11110110111 Software-Overclocker(in)
        Da hab ich was. Läuft gerade in meiner VBox. Die Vollversion (ISO) hat 35GB, installiert ca. 75 GB...

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Zitat von latinoramon
        Jupp das stimmt.
        Eine Karte die 10% mehr Performance bietet als eine ,5090 und dann für 799€ anbieten 😂
        Das wäre mega geil.
        Ein Voraussetzung damals für den harten Preiskampf: Commodore produzierte seine Chips selbst...

        ...auf dem heutigen Chip-Markt wäre es zumindest sicher kein Nachteil, könnten AMD oder Nvidia das tun...
      • Von latinoramon BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Kondar
        Tja
        So ein Jack Tramiel könnten wir heute auch wieder echt gebrauchen.
        Egal ob ganzen PC oder "nur" für Grafikkarten oder CPU/APU.
        Jupp das stimmt.
        Eine Karte die 10% mehr Performance bietet als eine ,5090 und dann für 799€ anbieten 😂
        Das wäre mega geil.
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