AMDs Athlon 64, HD 5870 und Nintendo-Gründung (PCGH-Retro, 23. September)
Der Athlon 64 kommt und Nintendo wird gegründet - das geschah am 23. September. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
… 1889: Ja, Sie haben richtig gelesen - da steht eine Jahreszahl im Neunzehnten Jahrhundert und tatsächlich schon in diesem Jahr am heutigen Tage wurde die Firma Nintendo gegründet. Zunächst stellte sie die japanischen Hanafuda-Spielkarten her und, so weiß ein Artikel der Webseite n-sider.com zu berichten, hatte sich bis zum Jahr 1963 in so einigen Nischengeschäften versucht - inklusive eines Love-Hotels. Ab dem Jahr 1969 wandelte sich der ehemalige Spielkartenproduzent dann zu dem Videospiele-Konzern, als den ihn die meisten heute kennen dürften. Statistisch gesehen hat übrigens fast jeder zweite Erdenbürger bereits ein Nintendo-Spiel gekauft - laut einer Pressemitteilung setzt Nintendo bereits über 3,4 Mrd.Videospiele ab.
… 2003: Eine neue Ära soll er einläuten, behauptet die Pressemitteilung, und das ist kaum übertrieben: Der Athlon 64, den AMD am 23. September 2003 vorstellt, ist zweifellos einer der wichtigsten Prozessoren seiner Zeit. Der Nachfolger der alternden K7-Reihe macht 64-Bit-Technik in Desktop-PCs salonfähig, schafft den Frontside-Bus ab, führt das integrierte Speicherinterface ein - und steht vor allem für ein neues Selbstbewusstsein bei Intels größtem Konkurrenten AMD, der erstmals seit Langem wieder die Performance-Krone an sich reißen kann.
Zu Beginn stehen zwei Modelle bereit: Der Athlon 64 3200+ für den Sockel 754 mit einkanaligem Speicherinterface ist die Mainstream-Lösung, er arbeitet mit 2 Gigahertz und bietet 1 MiByte L2-Cache. Als High-End-Modell und Abkömmling des bereits vorgestellten Opterons tritt der Athlon FX-51 mit 2,2 Gigahertz an, der jedoch Buffered-RAM sowie ein Sockel-940-Mainboard verlangt und auf die Spartechnik "Cool'n'quiet" verzichtet. Beide erweisen sich in ersten Benchmarks als sehr schnell - schnell genug, um Intels Pentium 4 selbst in der teuren "Extreme Edition" in den meisten Benchmarks zu schlagen. Richtig attraktiv wird die neue Reihe zwar erst später mit dem Sockel 939, der die Vorteile der Sockel 754 und 940 vereint - doch schon die ersten Modelle der neuen Plattform beweisen: Mit AMD ist künftig wieder zu rechnen.
… 2009: … und noch eine neue Ära, nämlich die der DirectX-11-Hardware, bricht an diesem 23. September an. Im Jahre 2009 gelingt AMD der Coup und noch bevor es DirectX 11 (offiziell) in Software gibt, kommt die passende Hardware. Da die HD 5870 als Speerspitze mit Cypress-GPU auch noch als erstes High-End-Modell auf die topaktuelle 40-nm-Fertigung setzte, erlaubte AMD, satt 1.600 Shader-Einheiten unterzubringen und damit die theoretische Leistung gegenüber der Vorgängergeneration zu verdoppeln. Nvidia hatte dem Dank Verspätung seiner Grafikkarten mit Fermi-Architektur bis ins zweite Quartal 2010 performancemäßig nichts entgegenzusetzen. Alle weiteren Details finden Sie in unserem HD-5870-Launch-Test von 2009.

Hatte damals die 5850 und die war bombe!
Komisch, damals kostete die 5870 299€ UVP (ja lange Lieferzeit und alles plagten die Karte, ich weis, ich war dabei)
Aber 300€ für die schnellste Single GPU Karte der Welt? Heute bekommst dafür low end vom aller feinsten! Traurig wie teuer alles wurde.