AMD kündigt Athlon (K7) an (PCGH-Retro, 13. Oktober)

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AMD kündigt Athlon (K7) an (PCGH-Retro, 13. Oktober)
Quelle: PC Games Hardware

AMD stellt zum ersten Mal Details zur K7-Architektur vor und Bob Barnett telefoniert mobil - das geschah am 13. Oktober. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.

... 1983: Von einem Motorola DynaTAC wurde der erste Mobilfunk-Anruf über ein kommerzielles Telefonnetz getätigt: Von Bob Barnett, der aus dem Soldier-Field-Stadion in Chicago den Enkel des Telefon-Pioniers Alexander Graham Bell anrief, der sich zu der Zeit in Deutschland befand. Kostenpunkt des DynaTAC 8000x: 3.995 US-Dollar.

... 1998: AMD stellt auf dem Microprocessor Forum in San Jose, Kalifornien, zum ersten Mal Details zur K7-Architektur vor. Der K7 sollte nicht nur erstmals eine AMD-exklusive Plattform etablieren, sondern auch die Leistungskrone erobern. So gesehen war der K7 ein großer Wurf, der allerdings erst am 23.6.1999 offiziell unter den Namen "Athlon" vorgestellt wird.

Verantwortlich für seine Entwicklung zeichnet ein Team um Dirk Meyer (späterer AMD-CEO), der zuvor bei DEC Alpha-Prozessoren entwickelt hatte, von denen der K7 auch das Busprotokoll erbt. Gleichzeitig kann AMD durch eine Kooperation mit Motorola erstmals Kupfer für die Halbleiterherstellung nutzen und damit endlich auch die Fertigungsprobleme vergangener Tage in den Griff bekommen. AMD hatte aus der FPU-Schwäche der Vorgänger gelernt und spendierte dem K7 gleich drei FPU-Pipelines, hinzu kommen mehr L1-Cache und eine vom DEC Alpha entliehene Infrastruktur mit einem Frontside-Bus im Double-Data-Rate-Verfahren. Als Basis dient der neue Slot A; erstmals versucht AMD damit eine eigenständige, auf keinem Intel-Pendant basierende Plattform zu etablieren, für die es allerdings anfangs nur wenige Mainboards gibt, da Intel angeblich Druck auf die Mainboard-Hersteller ausübt. In Benchmarks jedoch macht der K7 mit Intels Pentium III "Katmai" kurzen Prozess, nicht zuletzt dank schon anfangs sehr hoher Taktfrequenzen von 500 bis 650 MHz.

In dieser Konstellation machen sich AMD und Intel später zum legendären Gigahertz-Rennen auf, das AMD im Jahr 2000 mit dem K75, der ersten Ausbaustufe des K7, für sich entscheidet. Dem Slot-A-Athlon folgt bald der Umstieg auf den billiger zu produzierenden Sockel A. Der L2-Cache - bis dahin als separater SRAM-Chip auf der Slot-Karte untergebracht - wandert dank eines Die-Shrinks wieder in den CPU-Kern: Der Thunderbird ist geboren. Damit ist die K7-Evolution noch nicht abgeschlossen: Da Intel mit dem Pentium 4 zulasten der Pro-Takt-Leistung auf hohe Taktfrequenzen setzt, greift AMD ab 2001 das Performance-Rating des K5 wieder auf und benennt die mit Data-Prefetching und SSE weiterentwickelten Athlon-XP-Prozessoren mit "Palomino"-Kern nach einem neuen Nummernschema, der Athlon XP mit 1.333 MHz etwa heißt "1500+".

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Wenn Sie mehr über AMDs CPUs erfahren wollen, empehlen wir unseren Hintergrundartikel zu 40 Jahren AMD. Wallaper zu AMD finden Sie in AMD CPU-Wallpaper Pack zum Phenom I und Phenom II und Wallpaper: Die-Shots und Wafer von AMD-CPUs.

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    • Kommentare (76)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Rollora
        Aktuell ist die CPU Landschaft also sehr gut für uns Spieler und Nerds, es gibt viel Leistung für annehmbare Geldsummen.

        Wir sind jetzt endlich weg von den 4 Kernern auf einer Mainstream Plattform, dafür zahlt man auch deutlich mehr (Intel hat für die schnellsten Gaming-CPUs ca 300€ verlangt beim Start, aktuell sind wir beim 9800X3D bei 500 oder beim 9950X3D bei 800 (jeweils die Startpreis))
        Wir leben definitiv in guten Zeit, was CPU-Performance angeht, man bekommt sie aktuell im Vergleich zu früher für ein Appel und nen Ei. Und das sogar bei Apple (SCNR) in Form des MacMinis.

        Was oftmals vergessen wird ist der Umstand, dass nach der Anfangsphase mit sündteuren Prozessoren, großen Performancesprüngen und einem schnellen Preisverfall als nächstes eine Phase kam, in der alles nichts brachte. War ja schön, dass man statt einem Core2Duo auch einen Core2Quad kaufen konnte oder einen frühen Core i, doch die Anwendungen profitierten selten von vielen Kernen, Spiele profitierten nicht von vielen architektonischen Verbesserungen und so weiter. Dann kam die Zeit der Intel-Quadcore-Stagnation, in der alles immer etwa gleich viel kostete und langsam einen Tacken besser wurde — und zwar so langsam, dass eine enttäuschende Gen heute mehr Fortschritt als eine gute Gen während der Stagnation brachte. Das große Problem in dieser zweiten und dritten Phase war, dass man die eigenen Probleme nicht mit Geld erschlagen konnte. Egal, was du gezahlt hast, die Spiele haben nicht profitiert.
        Jetzt hingegen gibt es mit V-Cache endlich mal etwas, das auch tatsächlich Bottlenecks in Spielen lösen kann, gleichzeitig bekommt man aber (wie in Phase 2 und 3) auch gute Midrangehardware.
        Das Erschlagen-mit-Geld sollte als nächstes nur mal langsam meiner Meinung nach auch noch stärker werden, seit Vermeer-X bleibt es beim Warten auf mehr als ein V-Cache-DIE, seit Bergamo warte ich zumindest auf die Kombi aus Dense- und Classic-Cores in einem Verbund. Und natürlich muss Intel endlich mal bzgl. V-Cache für Consumer in die Puschen kommen, immerhin geht es bei Serverhardware gerade los. (wenngleich als Level-n+1-Cache und nicht als Level-n-Cache)
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Rollora
        Aktuell ist die CPU Landschaft also sehr gut für uns Spieler und Nerds, es gibt viel Leistung für annehmbare Geldsummen.

        Wir sind jetzt endlich weg von den 4 Kernern auf einer Mainstream Plattform, dafür zahlt man auch deutlich mehr (Intel hat für die schnellsten Gaming-CPUs ca 300€ verlangt beim Start, aktuell sind wir beim 9800X3D bei 500 oder beim 9950X3D bei 800 (jeweils die Startpreis))
        Wir leben definitiv in guten Zeit, was CPU-Performance angeht, man bekommt sie aktuell im Vergleich zu früher für ein Appel und nen Ei. Und das sogar bei Apple (SCNR) in Form des MacMinis.

        Was oftmals vergessen wird ist der Umstand, dass nach der Anfangsphase mit sündteuren Prozessoren, großen Performancesprüngen und einem schnellen Preisverfall als nächstes eine Phase kam, in der alles nichts brachte. War ja schön, dass man statt einem Core2Duo auch einen Core2Quad kaufen konnte oder einen frühen Core i, doch die Anwendungen profitierten selten von vielen Kernen, Spiele profitierten nicht von vielen architektonischen Verbesserungen und so weiter. Dann kam die Zeit der Intel-Quadcore-Stagnation, in der alles immer etwa gleich viel kostete und langsam einen Tacken besser wurde — und zwar so langsam, dass eine enttäuschende Gen heute mehr Fortschritt als eine gute Gen während der Stagnation brachte. Das große Problem in dieser zweiten und dritten Phase war, dass man die eigenen Probleme nicht mit Geld erschlagen konnte. Egal, was du gezahlt hast, die Spiele haben nicht profitiert.
        Jetzt hingegen gibt es mit V-Cache endlich mal etwas, das auch tatsächlich Bottlenecks in Spielen lösen kann, gleichzeitig bekommt man aber (wie in Phase 2 und 3) auch gute Midrangehardware.
        Das Erschlagen-mit-Geld sollte als nächstes nur mal langsam meiner Meinung nach auch noch stärker werden, seit Vermeer-X bleibt es beim Warten auf mehr als ein V-Cache-DIE, seit Bergamo warte ich zumindest auf die Kombi aus Dense- und Classic-Cores in einem Verbund. Und natürlich muss Intel endlich mal bzgl. V-Cache für Consumer in die Puschen kommen, immerhin geht es bei Serverhardware gerade los. (wenngleich als Level-n+1-Cache und nicht als Level-n-Cache)
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von XD-User
        Einige Jahre später und es ist alles anders, AMD hat das um Welten effizientere Produkt und das bessere P/L Verhältnis für Gamer. Intel hat AMD Marotten von früher aufgegriffen und verbraucht Strom ohne Ende um Konkurrenzfähig zu sein. Konkurrenz ist was schönes.
        Das schnellere, effizientere Produkt ja.
        Vor allem zum Zeitpunkt deiner Zeilen, wo das Beste von Intel eine CPU war die bis 300W gepostet hat. Vorbei sind die Zeiten von immer nur 4 Kernen dabei jedes Jahr etwas effizienter...

        P/L: pauschal nicht, gehst du auf Geizhals und suchst aktuell CPUs bis 300€ findest du hervorragende Angebote beider Hersteller, tendenziell ist Intel bis 150€ sogar besser aufgestellt. Das liegt auch an der eigenen Fertigung und man ist bei Intel günstiger dran: ein 14600er mit RAM und Mainboard kommt hier günstiger als ein vergleichbar schnelles AMD Gespann.

        Über 300 wird's dann Tricky: will ich nur spielen, gibts hier etwa den 9800X3D um ca 430€. Der ist dann die eindeutig schnellste Spiele CPU. Intel hat so etwas gar nicht.
        Man kann dort aktuell nur "Allrounder" kaufen, also CPUs die überall gut, aber nirgends die besten sind: so kann man etwa den 265 nehmen, der ist in Spielen dann 20% langsamer als der 9800X3D
        Dafür in Anwendungen deutlich flotter

        Oder man nimmt den 285er, allerdings schon um eher 500€.
        Der ist dafür von der Leistung in Spielen eher an X3D dran, macht sich in Anwendungen mit AMDs 16 Kernern (9950 um ca 450; 9950X3D um 600-700)

        Aktuell ist die CPU Landschaft also sehr gut für uns Spieler und Nerds, es gibt viel Leistung für annehmbare Geldsummen.
        Wir sind jetzt endlich weg von den 4 Kernern auf einer Mainstream Plattform, dafür zahlt man auch deutlich mehr (Intel hat für die schnellsten Gaming-CPUs ca 300€ verlangt beim Start, aktuell sind wir beim 9800X3D bei 500 oder beim 9950X3D bei 800 (jeweils die Startpreis))
        Zitat von EvilCloud86
        AW: AMD kündigt Athlon (K7) an (PCGH Retro 13. Oktober)



        350€ und mehr wo lebst du hinterm Mond??
        Nein, mei 3500+ hat das gekostet, auch knapp 200€ für den Einstieg wie du ihn erwähnst war eben alles andere als günstig, wenn man bei Intel CPUs aus der aktuellen Fertigung und Architektur unter 100€ bekam
      • Von XD-User Volt-Modder(in)
        Einige Jahre später und es ist alles anders, AMD hat das um Welten effizientere Produkt und das bessere P/L Verhältnis für Gamer. Intel hat AMD Marotten von früher aufgegriffen und verbraucht Strom ohne Ende um Konkurrenzfähig zu sein. Konkurrenz ist was schönes.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Nuallan
        AW: AMD kündigt Athlon (K7) an (PCGH Retro 13. Oktober)

        Schon lustig was sich in dem einen Jahr seit deinem Kommentar geändert hat, nämlich gar nix. Außer das der Ivy-Wischmob jetzt noch mehr Saugkraft hat beim Boden wischen..
        immerhin: jetzt, 12 Jahre später, hat sich was getan
        eigentlich schon früher (2017 Zeneinführung, 2018 Zen+ aber vor allem seit 2019 (Zen 2) und 2020 (Zen 3) siehts besser für AMD aus.
      • Von Animaniac Freizeitschrauber(in)
        Zitat von cultraider
        Wie hoch war denn Ihr Nettoeinkommen im Jahr 1999 wenn ich fragen darf?
        Ganz neue Hardware war auch damals schon teuer, aber 4 Monate später schon wieder halb so teuer, so habe ich es noch in Erinnerung, weil ab 2000 habe ich meine Lehre begonnen und von dort an ging das regelmäßige Aufrüsten los

        Ich habe Dez. 1999 einen Komplett PC von meinem Jugendweihegeld gekauft.
        Athlon 600, 12GB Hdd, 64MB Ram, Savage 4 für 1999DM
        P.S. Mainboard und CPU funktionieren immernoch

        Das war eine tolle Zeit! UT99, Quake 3, Thief 2, Heavy Metal Fakk², NFS Porsche
        Da ich meine Ausbildung ebenfalls erst im September 2000 begonnen habe waren das noch die Zeiten in denen ich im örtlichen Kino geschuftet habe um mir dieses Hobby leisten zu können.
        Das müssten zu der Zeit so 230DM/Monat gewesen sein, netto (also 3 Monate arbeiten für eine CPU ).
        Mit Beginn der Ausbildung Ende 2000 waren das dann schon so 700DM netto, da ging der Aufrüstwahnsinn dann richtig los. Heute hab ich zwar das Geld aber nicht mehr die Motivation es im PC zu versenken. Wozu auch, mit meinem UWQHD Monitor, 10850K und 3080Ti komme ich noch die nächsten 8 Jahre aus (bis auf die Grafikkarte).

        Quake 3 war mein absoluter Favorit, das hab ich gezockt bis mir dir Finger blau wurden. Jedes "Turnier" im Umkreis hab ich mitgenommen, dumm nur das meine Freunde irgendwann nicht mehr mitgespielt haben, permanent 100 zu 3 zu verlieren war wohl irgendwie blöd für die. Das konnte ich echt gut damals, heute bin ich der letzte Noob in jedem Multiplayer Shooter
        Damals gab es unzählige neue Titel die mega Spaß gemacht haben, CS1.6, BF1942, Serious Sam... es gab ja ständig was wirklich Neues.
      Direkt zum Diskussionsende
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