Emulation mit Linux: So baut man eine Retro-Spielkonsole auf einem USB-Stick
Beliebte Retro-Spiele oder sogar vollwertige Retro-Spielkonsolen ganz einfach emulieren, das macht die speziell für solche Zwecke ausgelegte Linux-Distribution Batocera.Linux 39 ("Painted Lady") möglich. Wir zeigen Ihnen in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie das funktioniert.
Inhaltsverzeichnis
Batocera.Linux 39 ("Painted Lady") ist eine speziell angepasste Linux-Distribution mit einer vollständig vorkonfigurierten Emulations- und Benutzeroberfläche, welche verschiedenste Heimcomputer, Retro-Computersysteme und Spielkonsolen exakt emulieren kann.
Batocera.Linux ist eine quelloffene und völlig kostenlose Gaming-Distribution, die auf einen USB-Stick oder eine SD-Karte kopiert werden kann, mit dem Ziel, jeden Computer in eine Spielkonsole zu verwandeln, für ein Spiel oder dauerhaft.
- Batocera.Linux -
Ganz gleich ob der Commodore 64 ("C64"), Amiga 500, NES, Super NES, Nintendo Wii oder die Playstation ("PSone") bis zur Playstation 3, Batocera.Linux transformiert jedes handelsübliche USB-Speichermedium problemlos in eine echte "Multi-Plattform-Retro-Spielkonsole". Das schafft wirklich jeder Spieler im Handumdrehen mit dieser ausführlichen Anleitung.
- Systemabbild herunterladen
- Image auf Datenträger schreiben
- Datenträger auf System booten
- Mit dem Spielen loslegen
Einfacher lassen sich Retro-Spielkonsolen und Heimcomputer der 1970er, 80er und 90er sowie die verschiedensten "altehrwürdigen" Betriebssysteme und Plattformen nicht nachbilden. Batocera 39 ist simpel.
Ohne Spuren
Dabei nimmt das Betriebssystem selbst keinerlei Modifikationen am eingesetzten Host-System vor.
Batocera.Linux erfordert keine Änderungen an Ihrem Computer. Beachten Sie, dass Sie die Spiele, die Sie spielen, besitzen müssen, um dem Gesetz zu entsprechen.
- Batocera Linux -
Auf Wunsch lässt sich selbstverständlich aber auch eine dauerhafte Installation auf einem der unterstützten Systeme vornehmen. Ein USB-Speichermedium oder eine SD-Speicherkarte mit 8 GiByte reicht aber ebenfalls vollkommen aus.
Die Zutaten für Retro
Spielkonsolen aus der 8-Bit-/16-Bit-Ära sowie die Playstation 1 und Arcade-Spielautomaten, also im Grunde alle Plattformen bis in die Jahre 1996 und 1997 hinein, laufen auch auf zuvor aussortierter "alter" Hardware und vergleichsweise leistungsschwachen Kleinstsystemen und Einplatinencomputern, wie dem bekannten Raspberry Pi, dem Banana Pi und dem Odroid C2. Für "neuere" Spielkonsolen, wie den Nintendo 64, das Sega Dreamcast und der Sony PSP, braucht es dann ein wenig mehr Leistung, während die Emulation der Playstation 2, Playstation 3 sowie der Wii respektive Wii U zumindest eine halbwegs aktuelle Hardwareplattform voraussetzen, um flüssige Frameraten zu erreichen.
(A)miga bis (X)box emulieren
Mittlerweile unterstützt Batocera.Linux bereits "out of the box" unzählige Retro-Spielkonsolen, Heimcomputer und Computersysteme, von denen nachfolgend die unter Spielern populärsten und relevantesten Plattformen genannt werden sollen:
- Atari ST
- Atari 800
- Amiga 500
- Amiga 1200
- Commodore 64
- Commodore 128
- Commodore Plus/4
- Sinclair ZX Spectrum
- Sony Playstation Portable
- Sony Playstation 1 bis 3
- Sony Playstation Vita
- Nintendo Game Boy
- Nintendo Wii U
- Nintendo 3DS
- Nintendo Wii
- Apple II GS
- Xbox 360
- Xbox
Doch damit nicht genug, denn neben Retro-Spielkonsolen, legendären Heimcomputern und Arcade-Spielautomaten lassen sich auch diverse Betriebssysteme wie (MS-)DOS problemlos nachbilden sowie weitere Emulatoren wie Dolphine und RetroArch installieren und direkt über die Retro-Distribution nutzen. Batocera.Linux liefert alles aus einer Hand, wie auch das sehr sehenswerte YouTube-Video von den Kollegen von c't demonstriert.
Mit mehr als 190 Plattformen
Insgesamt stehen mittlerweile mehr als 190 Plattformen zur Auswahl, die mit der Hilfe von Add-ons realisiert und eingebunden werden und beispielsweise auch auf dem Steam Deck und anderen Handheld-PCs laufen. Eine vollständige Übersicht aller unterstützten Systeme und Spielkonsolen offeriert der Internetauftritt und das Wiki von Batocera 39. Impressionen liefert das Vorstellungsvideo der direkten Vorgängergeneration.
Batocera.Linux ist laut der Entwickler auf die größtmögliche Einfachheit ausgelegt, was die PCGH-Redaktion nach einem kurzen Testlauf nur absolut unterstreichen kann.
Images für Installationsmedien
Unter dem selbst gewählten Motto "Ready to Retro" stellen die Entwickler von Batocera.Linux eine Vielzahl speziell angepasster Systemabbilder ("Images") für Installationsmedien aller Art zur Verfügung. Sowohl sehr relevante als auch vergleichsweise kleine Plattformen werden unterstützt, was eine Vielzahl verschiedenster Retro-Gaming-Systeme möglich macht.
Quelle: Batocera.Linux
Das Projekt bietet maßgeschneiderte ISO-Dateien und Abbilder für alle unterstützten Plattformen, darunter Desktop-PCs, Handheld-PCs wie das Steam Deck, Einplatinencomputer wie der Raspberry Pi, der Banana Pi oder der Odroid C2 sowie ältere und bereits aussortierte 32-Bit-Retro-PCs, an. Batocera.Linux setzt kaum Grenzen.
Klassiker mit Komfort spielen
Die zahlreichen Retro-Spieleklassiker, für die der Spieler selbstverständlich freie oder offiziell erworbene ISO-Dateien oder ROMs besitzen muss, werden über die mächtige Libretro-API mit vielen Komfort-Features aufgewertet.
- Das umfangreiche Featureset umfasst unter anderem deutlich verbesserte Shader, eine Zurückspulen-Option für den aktuellen Spielstand sowie die Möglichkeit, Spiele jederzeit speichern und laden zu können.
- Die Distribution unterstützt von Haus aus Controller vom Typ Xbox 360 sowie DualShock 3 und DualShock 4 sowie zahlreiche weitere Fabrikate verschiedenster Hersteller.
- Wirksames Upscaling, eine erweiterte Kantenglättung und zusätzliche Auflösungen für viele Klassiker und Spielkonsolen.
Nachdem das Systemabbild auf einen entsprechend bootfähigen Datenträger geschrieben wurde, kann das (Retro-)Gaming-Betriebssystem direkt von diesem Ort aus hochgefahren werden. Batocera.Linux 39 lässt sich kinderleicht installieren, starten und einrichten.
Die Alternativen
Als Alternative zu Batocera.Linux kann das Retro-Gaming-Betriebssystem Lakka mit RetroArch gelten, wenngleich auch Batocera.Linux 39 auf RetroArch zurückgreift. Die elf nachfolgenden Alternativen sind ebenfalls einen Blick wert, wenngleich Batocera.Linux aktuell den besten und auch ausgereiftesten Eindruck hinterlässt.
- Emby
- Lakka
- RetroPi
- Recallbox
- Arcade HQ
- Batocera.Linux
- Homemade Arcade Automat
- AmberELEC
- RetroArch
- M.A.M.E.
- PCSX2
Hinweis: Der Autor weist darauf hin, dass es in Deutschland nicht erlaubt ist, einen wirksamen Kopierschutz zu umgehen. Es ist nur dann legal, eine ISO-Datei zu nutzen, wenn diese vom Hersteller offiziell herausgegeben wurde oder aber das entsprechende Videospiel in der Zwischenzeit als Open Source oder FOSS gilt.
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Quelle: Batocera, c't, LibRetro

Ist zwar schon nen Jahr alt:
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Und die beiden Kanäle sind bzgl. Hardware für Retro-/Emu-Gaming auch nicht schlecht:
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Max wäre der ein oder andere Gamecube und PS2 Titel.
Hauptsächlich die üblichen Verdächtigen: NES, SNES, Genesis, Mame.
SNES und NES kann sogar der PI Zero..
Ich verwende dafür aber Retro Pie als Betriebssystem.
Also zB als Mini-PC damit man das ding samt Controllern direkt am TV verwenden kann?
Ist zwar schon nen Jahr alt:
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Und die beiden Kanäle sind bzgl. Hardware für Retro-/Emu-Gaming auch nicht schlecht:
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