DaveGame Vol. 3: Home-Office - Der PCGH-Blog im März 2020
Das Ziel dieses Blogs ist, dass ich frei von der Seele reden kann. Er soll den Lesern einen Blick in den Redakteurs-Alltag geben. Ich möchte hier über Alltägliches sprechen, aber auch besondere Momente und Menschen hervorheben. Dafür suche ich mir jeden Monat ein Thema aus, über das ich sprechen möchte. Diesen Monat hat uns das Corona-Virus erschüttert. Fast alle Kollegen fristen ihr Dasein im Home-Office, Artikel und Specials mussten überdacht, Pläne über den Haufen geworfen und Praxis-Artikel am heimischen PC gemacht werden. Und so schreibe ich diesen Blog nun auch aus den eigenen vier Wänden. Doch keine Sorge, wir haben uns gut vorbereitet und liefern Ihnen die gewohnte Qualität.
Für diesen Monat waren eigentlich wichtige Besuche in der PCGH-Redaktion geplant. So wollte sich beispielsweise Florian Maislinger, Communications Manager Germany und Ansprechpartner für technische Rückfragen bei Intel, bei uns vorstellen. Doch wie auch wir hat er die Anweisung erhalten, im Home-Office zu bleiben. Und ich sage euch, es fühlt sich seltsam an, von zu Hause aus zu arbeiten. Ich fühle mich von der Gemeinschaft und von meinem Team isoliert, obwohl sie mit praktischen Tools wie MS Teams und Outlook nur einen Klick entfernt sind. Es fehlt die Kontrolle und das Feedback meiner Kollegen. Wenn ich aus dem Fenster sehe, kann ich die Menschen im gegenüberliegenden Supermarkt betrachten. Viele von ihnen tragen Handschuhe oder einen Mundschutz. Aus dem gleichen Fenster habe ich nur einen Monat zuvor den gewöhnlichen Alltag betrachtet. Jetzt fühlt es sich an, als würde ich in eine fremde Stadt blicken. Wenn ich mir diese Entwicklungen anschaue, dann verkommen andere Probleme zu Winzlingen.
PCGH goes Home
Nun, alles halb so schlimm, nicht wahr? Bevor das alles anfing, habe ich viel Zeit in mein "privates" CPU-Lager gesteckt. Das ist dieses kleine Ding, was immer in der Nähe meines Schreibtisch steht. Darin sind alle CPUs eingeschlossen, die wir täglich für unsere Tests benötigen. Da liegt so ziemlich alles drin, was mal aktuell war oder noch aktuell ist, vom Threadripper 3970X bis hin zu einkernigen Prozessoren mit dreistelligen Taktfrequenzen. Es war unbedingt nötig, eine Bestandsliste zu erstellen, um den Überblick zu wahren. Das Ergebnis ist beeindruckend, denn wir haben über 180 Prozessoren in der Redaktion, darunter natürlich viele ältere Modelle. Angeteasert hatte ich das ja bereits auf meinem Account bei instagram.
Quelle: PC Games Hardware
Hier seht ihr einen Ausschnitt aus unserer Bestandsliste. Das war eine ganz schöne Arbeit, das könnt ihr mir glauben.
Das habe ich vor allem für mich gemacht, damit ich nicht ständig "meine" CPUs suchen muss. Auffallend beim Sammeln der Daten war, dass wir mehr als doppelt so viele AMD- als Intel-Prozessoren in der Redaktion haben. Nun weiß ich nicht, ob meine Vorgänger sehr spendabel mit Intel-CPUs waren oder AMD uns einfach lieber hat. Spaß beiseite, denn das ist manchmal ein richtiges Problem. Es gibt viele Artikel-Ideen, die ich nicht umsetzen kann, weil mir CPUs fehlen und andere Testreihen müssen darunter leiden, weil nicht genügend Exemplare eines bestimmten Modells vorhanden sind. Für manche Specials bringen die Kollegen gar ihre privaten Prozessoren mit in die Redaktion. Wir als PCGH leben dafür, doch richtig finde ich das nicht. AMD und vor allem Intel: Ihr habt doch die Kohle und seid eigentlich daran interessiert, dass wir über euch berichten, oder? Warum ist es dann so schwierig, uns mit ausreichend CPUs zu versorgen?
Alte Sachen neu erdacht
Nachdem die Prozessoren nun geordnet im Schrank liegen, konnte ich mich (endlich) dem CPU-Special widmen. Das war für die für euch kommende Ausgabe unglaublich spannend: Wir haben uns alte CPUs geschnappt, sie maximal übertaktet und dann gegen aktuelle Modelle antreten lassen. Gerade Raff hat da noch viele Perlen im privaten Umfeld aufgegabelt und sie mit in die Redaktion gebracht, zum Beispiel einen Core i7-2600K. Damit zocken ja immer noch einige von euch. Nun stellt euch vor, er würde mit 5 GHz und schnellerem Arbeitsspeicher betrieben werden.
Quelle: PC Games Hardware
Vorschau auf das CPU-Special in der kommenden Ausgabe :)
Genau davon handelt der Artikel. Ich wünsche mir da auch mehr Beachtung für die großartigen Aufmacher. Diese werden nämlich nicht nur einfach vom Layout hingeklascht, sondern durchlaufen nicht selten einen tagelangen Evolutions-Zyklus, der in Absprache durch Redakteur und Layouter erfolgt. Die Dampflok soll an dieser Stelle eine gut gealterte CPU darstellen. Natürlich gibt es bessere und modernere Modelle, aber deswegen gehört die "alte" CPU noch lange nicht zum alten Eisen. Die Ergebnisse sind jedenfalls erstaunlich und ich hoffe, dass ihr euch über dieses neue CPU-Schmuckstück freut. Der Titel schließlich drückt meine Liebe für eine ganz bestimmte Trilogie aus.
Wir haben bei den Benchmarks für dieses Special viele Abenteuer erlebt. Es ist viel aufregender, sich mit diesen "alten" Dingen zu beschäftigen, da dort Schutzschaltungen und andere automatische Begrenzer noch nicht so weit entwickelt waren. Manche Einstellung im BIOS hat uns dann das System zerschossen. Im Artikel ist das dokumentiert, neben vielen anderen Dingen.
DaveGame HomeAlone
Dieser Blog nimmt nun auch schon sein Ende. Wegen Corona ist diesen Monat alles anders gelaufen als geplant, auch im privaten Umfeld. Wir müssen zusammenhalten und gestärkt aus der Situation herausgehen. Eine andere Wahl haben wir nicht. Ich freue mich daher jetzt schon auf den nächsten Monat. Dort wird es frische neue Bilder für euch geben, es wird endlich wärmer draußen und die Ausgangsbeschränkungen sind hoffentlich aufgehoben. Marty! Du musst mit mir zurückkommen! Wohin? Zurück in die Zukunft!



Ich schaue mal, wie es Anfang Mai aussieht. Dann bringe ich die Vol. 4 halt einfach sehr früh im Mai.
So lange tunen wir einfach unsere Systeme !
Und die restlichen 9.800 Zeichen und Bilder fülle ich dann mit ....?
Ich möchte hier nur kurz ankündigen, dass es im April keinen Blog geben wird.
Das liegt einfach daran, dass alle PCGH-Redakteure den Monat April zu 95 Prozent im Home-Office verbracht haben.
Es gibt schlichtweg nichts zu zeigen oder berichten