Neue EU-Richtlinie verpflichtet Hersteller von Hard- und Software zur Haftung bei Fehlern

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Neue EU-Richtlinie verpflichtet Hersteller von Hard- und Software zur Haftung bei Fehlern
Quelle: PC Games Hardware

Eine neue Produkthaftungsrichtlinie verpflichtet Hersteller von Hard- und Software zur EU-weiten Haftung für Fehler. Open-Source-Software bleibt von dieser neuen Regelung ausgenommen.

Eine neue EU-weite Regelung mit dem etwas sperrigen Namen "Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Haftung für fehlerhafte Produkte" ist in Kraft getreten. Erstmals müssen Hersteller von Hardware und Software für Fehler in ihren Produkten haften, was bisher nicht der Fall gewesen ist.

Ausweitung der Produkthaftung durch neue EU-Richtlinie

Mit der neuen Produkthaftungsrichtlinie werden die Regelungen angepasst und umfassen nun auch Roboter oder Smart-Home-Geräte. Wichtigste Neuerung der EU-weiten Richtlinie, die ursprünglich aus dem Jahr 1985 stammt, ist die Ausweitung der Produkthaftung auf Software und Hardware. So gelten die neuen Regelungen sowohl für einzelne Programme als auch für Cloud-Produkte und integrierte Softwarekomponenten.

Open-Source-Software ist von der Produkthaftungsrichtlinie der EU ausgenommen, sofern sie nicht kommerziell angeboten wird. Die neue Gesetzgebung ermöglicht Kunden eine weitreichende Haftung für Softwareprodukte, auch wenn kein direkter Vertrag mit dem jeweiligen Hersteller besteht. Dabei müssen Softwareanbieter für ihre Programme haften, solange sie die Kontrolle über ihre Softwareprodukte haben.

Die "Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Haftung für fehlerhafte Produkte" gilt auch für Online-Händler, die Produkte in die EU importieren. Die EU-Mitgliedstaaten haben nun zwei Jahre Zeit, die neue Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

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Quelle: Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Haftung für fehlerhafte Produkte (PDF) via Golem

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Millennial_24K Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Vielleicht sind dann neu erschienene Vollpreis-Spieletitel endlich wieder ab Tag 1 fertig, anstatt erst nach 2 Jahren durch zahllose Patches...
      • Von Millennial_24K Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Vielleicht sind dann neu erschienene Vollpreis-Spieletitel endlich wieder ab Tag 1 fertig, anstatt erst nach 2 Jahren durch zahllose Patches...
      • Von Raffnek30000 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Sesambrötchen
        Ist mit haftung nicht gemeint, dass die für entstandene Schäden aufkommen müssen?
        Da muss man sich halt immer fragen, ob dir ein Schaden dabei entsteht, wenn du die Software nach 10 Jahren nicht mehr nutzen kannst?

        Ich denke das ist eher etwas für kommerzielle Software, wenn dir z.B als Händler ein Softwarefehler dein Produkt für 1€ verkauft, anstelle von 100€. Dann entsteht dir ein Schaden und die Softwarefirma kann haftbar gemacht werden.

        Schade, dass in dem Artikel nicht näher beschrieben wird was genau das für uns bedeutet.
        klar, wenn schäden entstehen könnte man in die richtung denken dasjenige das zahlt der es verursacht hat. in deutschland muss das nachgewiesen werden. allerdings gibt es ja mehr probleme mit produkten wie software als man anfangs denkt. ja mir ist auch nicht klar was genau gemeint ist, dazu müsste man dann das gesetz lesen und selbst dann ist es oft schwierig.
      • Von Sesambrötchen Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Parrallax
        das heisst wenn ich mir ein Spiel kaufe und nach 10 Jahren funktioniert es nicht mehr haftet der Hersteller des Spiels?
        Zitat von Raffnek30000
        da bin ich mir nicht sicher. ich mag ubi ja genau deswegen nicht, weil sie spiele verkaufen die dann wegen dem kopierschutz nicht funktionieren. die argumentatikon war dann das das spiel ja nicht für win7,8 oder 10 gebaut wurde und das produkt auch nicht so beschrieben ist das es läuft. wenn du also ein spiel hast was auf windows 10 laut hersteller läuft und du dann aber windows 11 benutzt und es deswegen nicht funktioniert können sie sich zum beispiel damit raus reden das du etwas versuchst was ja laut produktbeschreibung nicht vorgesehen ist. damit ist es juristisch kein mangel, es würde sich ja auch niemand darüber beschweren das ein benziner nicht mit diesel läuft ...
        Ist mit haftung nicht gemeint, dass die für entstandene Schäden aufkommen müssen?
        Da muss man sich halt immer fragen, ob dir ein Schaden dabei entsteht, wenn du die Software nach 10 Jahren nicht mehr nutzen kannst?

        Ich denke das ist eher etwas für kommerzielle Software, wenn dir z.B als Händler ein Softwarefehler dein Produkt für 1€ verkauft, anstelle von 100€. Dann entsteht dir ein Schaden und die Softwarefirma kann haftbar gemacht werden.

        Schade, dass in dem Artikel nicht näher beschrieben wird was genau das für uns bedeutet.
      • Von Raffnek30000 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Parrallax
        das heisst wenn ich mir ein Spiel kaufe und nach 10 Jahren funktioniert es nicht mehr haftet der Hersteller des Spiels?
        da bin ich mir nicht sicher. ich mag ubi ja genau deswegen nicht, weil sie spiele verkaufen die dann wegen dem kopierschutz nicht funktionieren. die argumentatikon war dann das das spiel ja nicht für win7,8 oder 10 gebaut wurde und das produkt auch nicht so beschrieben ist das es läuft. wenn du also ein spiel hast was auf windows 10 laut hersteller läuft und du dann aber windows 11 benutzt und es deswegen nicht funktioniert können sie sich zum beispiel damit raus reden das du etwas versuchst was ja laut produktbeschreibung nicht vorgesehen ist. damit ist es juristisch kein mangel, es würde sich ja auch niemand darüber beschweren das ein benziner nicht mit diesel läuft ...
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        "Die EU-Mitgliedstaaten haben nun zwei Jahre Zeit, die neue Richtlinie in nationales Recht umzusetzen."

        Ist also noch gar nichts in Kraft getreten, das Gesetz wurde lediglich in der EU verabschiedet.
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