Google: Kartellklage wegen Standard-Suchmaschine auf Apples iPhones
Das US-Justizministerium hat eine Klage gegen Google eingereicht. Es geht dabei vor allem um den Vorwurf, dass das Unternehmen wettbewerbswidrige Praktiken angewandt habe, etwa die Standard-Suchmaschine auf allen iPhones zu sein.
Das amerikanische Unternehmen Google hat als eine Einnahmequelle den Verkauf von Anzeigen, sodass mittels gesammelter Nutzerdaten möglichst personalisierte Werbung in diversen Produkten möglich wird. So ist die Suchmaschine der Firma die wohl meistgenutzte der Welt, mit entsprechend vielen Ergebnissen pro Query. Nun hat das US-Justizministerium eine Kartellklage gegen Google gestartet. Es wird vorgeworfen, dass Google wettbewerbswidrige Praktiken auf den Such- und Werbemärkten angewandt habe, um sein Monopol aufrechtzuerhalten. Im Fokus der Ermittlungen ist hierbei eine Vereinbarung zwischen Apple und Google.
Ist die jährliche Zahlung von Google an Apple ein Beweis für wettbewerbswidrige Praktiken?
Seit dem Jahr 2017 gilt eine erneuerte Vereinbarung zwischen den Unternehmen, sodass Google als Standard-Suchmaschine auf Apple-Geräten voreingestellt bleibt. Dies lässt sich Apple jährlich bezahlen. Laut der New York Times soll der Anbieter der Suchmaschine pro Jahr zwischen acht bis zwölf Milliarden US-Dollar an den iPhone-Hersteller zahlen. Die US-Staatsanwaltschaft sind derartige Abkommen ein Dorn im Auge, da sie dies als Beweis für illegale Taktiken ansehen, wie Google die Konkurrenz wie etwa Microsofts Bing unterdrücken soll.
Den gleichen Vorwurf sah sich vor Jahren auch Microsoft ausgesetzt, als man den Internet Explorer als Standard-Web-Browser auf jedem PC mit Windows auslieferte. Schlussendlich muss Microsoft seitdem einen Auswahlbildschirm beim ersten Aufruf des Internet Explorers anzeigen, sodass der Nutzer zwischen verschiedenen Web-Browsern auswählen kann, die man auf dem PC verwenden will. Bei Android gibt es ebenfalls einen Auswahlbildschirm für alternative Browser- und Suchmaschinen. Zurück zum aktuellen Verfahren gegen Google.
Einstellung als Standard-Suchmaschine wichtig für möglichst hohe Reichweite von Google
Mozilla ist ebenso wie Apple betroffen vom Kartellverfahren. Schließlich gibt es auch im Browser Firefox die Google-Suche als Standardauswahl und dafür bekommt Mozilla jährlich Geld von Google. Für das Unternehmen aus Mountainview sind solche Vereinbarungen zwar mit Kosten verbunden, doch ist die erzielbare Reichweite wichtiger, da man durch die Voreinstellungen noch mehr Nutzer erreichen und somit mehr Daten sammeln kann, um letztlich die Suchergebnisse verbessern zu können und attraktiver für Werbekunden zu werden, die für die Platzierung ihrer Werbebanner Geld an Google zahlen müssen und etwa den Service Google Ads benutzen können.
Falls Google keine solchen Zahlungen mehr leisten darf, wäre das mit finanziellen Einbußen für Mozilla und Apple verbunden. Beim iPhone-Hersteller machen etwa die von Google gezahlten Einnahmen zwischen 14 bis 21 Prozent der jährlichen Gewinne aus, so Schätzungen aus der Branche. Es dürfte also im Interesse von Apple sein, dass Google auch weiterhin jährlich Geld bezahlen darf, um die Standard-Suchmaschine auf iPhone, bei iPads und Co. sein zu dürfen. Für Mozilla sind die Zahlungen von Google ebenso wichtig, um die Mitarbeiter bezahlen zu können, die an Produkten wie etwa dem Firefox arbeiten. Das nun gestartete Kartellverfahren gegen Google wird wohl mehrere Jahre dauern - Ausgang ungewiss.
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Sammlung zur Kartellklage des US-Justizministeriums gegen Google:
- Das US-Justizministerium hat eine Kartellklage gegen Google gestartet. Es wird vorgeworfen, dass Google wettbewerbswidrige Praktiken auf den Such- und Werbemärkten angewandt habe, um sein Monopol aufrechtzuerhalten.
- Als Beispiel wird etwa eine Vereinbarung zwischen Google und Apple genannt. Hierbei zahlt Google jährlich einen Betrag, um auf allen Apple-Geräten als Standard-Suchmaschine eingestellt zu sein.
- Die Zielsetzung seitens Google ist es, so an mehr Suchanfragen zu kommen, um die Suchergebnisse zu verbessern und attraktiver für Werbekunden zu werden, da man mit einem kostenpflichtigen Werbebanner bei Google so viele Menschen erreichen kann.
- Es ist aktuell völlig offen, wie das Kartellverfahren gegen Google ausgehen wird.
Quellen: New York Times (1), New York Times (2), Google, Süddeutsche Zeitung, Elbnetz

Das Konzept ist, dass die Werbung einblenden und umso passender diese für den Benutzer ist, desto mehr Geld erhält Google von den Werbetreibenden. Ergo wirst du ausspioniert und bezahlst damit, Google wird dir erstmal nichts bezahlen.
Wir profitieren im Moment vermutlich davon, aber sicher sagen kann mans nicht. Und gleichermaßen birgt das Gefahren.
Mit großer Macht kommt große Verantwortung. Hat schon Opa Parker gesagt.
Problem dabei, dass es einige noch mächtigere da draußen gibt, dies nicht so mit Verantwortung haben.
Zum Glück holen sich die Amis diesmal den Biden als Präsidenten, dann braucht man ein paar Jahre erstmal keine Sorge haben, dass alles aus dem Ruder läuft.
Wenn das untersagt wird, bin ich mir nicht sicher wen es härter trifft.
iPhone zieht mehr Klicks an als iMac oder Firefox.