Digital Markets Act beeinflusst auch Epic Games Store & Co.

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Apple gegen DMA: Sideloading auf iPhones ist gefährlich, so Tim Cook.
Quelle: Areamobile

Für welche digitalen Plattformanbieter gilt der Digital Markets Act in der EU? Was droht Unternehmen bei Verstößen?

In der EU sind von der DMA-Regelung nur sogenannte Gatekeeper betroffen, also Unternehmen, die digitale Plattform-Dienste anbieten und mindestens 45 Millionen monatlich aktive Nutzer in der EU oder über 10.000 gewerbliche europäische Privatnutzer haben. Zudem muss der Jahresumsatz in den EU-Mitgliedsstaaten bei mindestens 7,5 Milliarden Euro liegen oder das Unternehmen mindestens 75 Milliarden Euro an der Börse wert sein. Zentrale digitale Plattformanbieter, für die der DMA gilt, sind:

  • Digitale Stores und Marktplätze für Software, wie etwa den Apple App-Store oder Steam,
  • Suchmaschinen, wie etwa Google,
  • Soziale Netzwerke, wie etwa Facebook,
  • Clouddienste, wie etwa Microsoft Onedrive,
  • Werbedienste, wie etwa Google Ads,
  • Sprachassistenten, wie etwa Amazon Alexa,
  • Webbrowser, wie etwa Google Chrome,

In Artikel 6 im Digital Markets Act steht geschrieben, dass Betriebssysteme den Gerätenutzern die freie Wahl lassen müssen, welche Software die Anwender nutzen wollen. Nur Programme, die unverzichtbar für den Betrieb des OS sind, sind ausgenommen. So muss es etwa eine Wahlfreiheit geben, welcher Webbrowser zum Standard definiert werden soll. Zudem muss Sideloading auf Endgeräten ermöglicht werden und jeder Plattformbetreiber andere Zahlungsmittel auf der eigenen Plattform zulassen. Mit diesem Schritt hat die EU quasi das Verfahren Apple vs. Epic Games im Auge, sodass es auch auf iOS künftig verschiedene Bezahloptionen geben muss. Welche einzelnen Bestandteile der Digital Markets Act haben wird, haben wir in einem separaten Artikel aufgelistet. Die Europäische Union ist mit ihren Bestrebungen nicht alleine, denn auch die US-Regierung um Joe Biden möchte Sideloading ebenfalls verpflichtend auf den Endgeräten sehen, um einen fairen Wettbewerb herzustellen.

Hohe Strafen bei Verstößen gegen den Digital Markets Act

Falls einer der Gatekeeper ab Mitte 2023 gegen den geltenden Digital Markets Act verstößt, werden hohe Strafzahlungen an die EU fällig. Bis zu 10 Prozent des weltweiten Gesamtumsatzes kann es als Strafe geben, im Wiederholungsfall sogar bis zu 20 Prozent. Wenn ein Unternehmen mindestens dreimal in acht Jahren gegen den DMA verstößt, kann die EU Zukäufe des Konzerns verbieten oder sogar die Zerschlagung anordnen.

Ebenfalls lesenswert: Apple iPhone: Zwingt die EU zum Sideloading für iPhones?

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Sammlung zur möglichen Sideloading-Option auf iPhones dank DMA:

  • Auf der Datenschutzkonferenz der International Association of Privacy Professionals erklärte der Apple-CEO Tim Cook, dass ein erzwungenes Sideloading für iPhones gefährlich werden könnte.
  • Schließlich würde nur das abgeschottete iOS samt Apple App-Store Sicherheit bieten.
  • Die EU will jedoch im Oktober den Digital Markets Act beschließen und dabei sogenannte Gatekeeper strenger regulieren. So soll etwa Sideloading verpflichtend werden, damit ein fairer Wettbewerb hergestellt wird.

Quellen: IAPP, EC

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  2. Seite 2 Digital Markets Act beeinflusst auch Epic Games Store & Co.
    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Kubiac Software-Overclocker(in)
        Mein erster Gedanke, als ich den Artikel gelesen habe: "Tim Cook, halt einfach dein M**l!"
      • Von Kubiac Software-Overclocker(in)
        Mein erster Gedanke, als ich den Artikel gelesen habe: "Tim Cook, halt einfach dein M**l!"
      • Von mhmilo24 Freizeitschrauber(in)
        Also eigentlich ist ja dann nicht nur das Sideloading gefährlich, sondern prinzipiell Smartphones besitzen. Damit sollte man Smartphones auch verbieten. Tim Cook, bitte den selben Maßstab anwenden.
      • Von AdelskroneExport Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von BrollyLSSJ
        OK, weil bei uns in der Firma werden die Apps immer noch per Browser runtergeladen und installiert. Da kommt nichts per Apple Appstore rein (zumindest öffnet der Browser auch kein iTunes, wie es bei normalen Verlinkungen bei z.B. MyDealz der Fall ist).
        Das kann ja sein.
        Apps die im Apple Business Manager freigegeben wurden werden ja über Links via https://apps.apple.com/ heruntergeladen.
        Dafür müssen diese aber im Appstore (öffentlich oder privat) vorhanden und für (vom Entwickler) und durch das Unternehmen selbst freigegeben sein.
      • Von HoodHood Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Hatuja
        Außerdem sollte ein Betriebssystem ja immer noch eine gewisse Sicherheit mitbringen incl. Rechtebeschränkung. Und laufen die 3rd Party-Apps bei iOS nicht so oder so in einer art Container?
        Soweit ich weiß laufen alle Apps in einer Sandbox, ja. Bin mir aber gerade nicht 100pro sicher. Und es gab in der Vergangenheit ja auch Fälle, wo Apps "ausgebrochen" sind.

        Edit: Apps sind sandboxed.
      • Von BrollyLSSJ PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von AdelskroneExport
        Hierfür braucht man nen Dev-Account + Dev-Programm und kann die Apps dann privat über den Appstore via Organisations-ID an Firmen verteilen.
        OK, weil bei uns in der Firma werden die Apps immer noch per Browser runtergeladen und installiert. Da kommt nichts per Apple Appstore rein (zumindest öffnet der Browser auch kein iTunes, wie es bei normalen Verlinkungen bei z.B. MyDealz der Fall ist).
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