Apple gegen DMA: Sideloading auf iPhones ist gefährlich, so Tim Cook

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Apple gegen DMA: Sideloading auf iPhones ist gefährlich, so Tim Cook.
Quelle: Areamobile

Der Apple-CEO Tim Cook wehrt sich dagegen, dass es bald durch den Digital Markets Act (DMA) in der EU dazu kommen könnte, dass Sideloading auch auf iPhones erlaubt sein muss. Seiner Meinung nach ist die App-Installation außerhalb des Apple App-Stores gefährlich für die iPhones.

EU-Vizepräsidentin Margrethe Vestager hat offiziell bestätigt, dass der Digital Markets Act (DMA) in den Trilog-Verhandlungen verabschiedet wurde. Wenn der Digital Markets Act im Oktober offiziell in Kraft treten wird, werden etliche Änderungen auf Apple, Microsoft, Sony & Co. zukommen. Erst am 12. April wehrte sich Apple öffentlich gegen den DMA. CEO Tim Cook bezeichnete auf der Datenschutzkonferenz der International Association of Privacy Professionals eine erzwungene Öffnung des App-Stores als "gefährlich".

So könnte es Hackern & Co. erleichtert werden, die umfassenden Sicherheitsmaßnahmen von iOS zu umgehen, sodass iPhones zum Sicherheitsrisiko werden könnten. Apple ist prinzipiell offen für eine Regulierung des Datenschutzes, wie die Umsetzung der europäischen DSGVO zeigt, so Cook. "Aber wir sind zutiefst besorgt über Regelungen, die den Datenschutz und die Sicherheit im Dienste anderer Ziele untergraben würden."

Sicherheitsprobleme nur auf Android-Geräten?

Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Ransomware-Angriffe auf Smartphones, allerdings waren davon immer nur Nutzer von Android-Geräten betroffen, so Tim Cook. Schließlich ist Android ein offenes Betriebssystem inklusive der Option zum Sideloading im Gegensatz zu Apples iOS. Was der Apple-Chef allerdings verschweigt, ist die Tatsache, dass es auch auf iPhones bereits etliche Sicherheitsprobleme gegeben hat, etwa Malware, die sich über die Beta-Testumgebung "Testflight" installiert hatte oder die offizielle Option, Unternehmenssoftware außerhalb des Apple App-Stores zu installieren. Zudem ist es auch auf iPhones möglich, Web-Apps zu nutzen. Das Sideloading, also die Installation von Apps außerhalb des Apple App-Stores, ist jedoch nur über Jailbreaking und den Garantieverlust möglich.

Schließlich verdient Apple jährlich Milliarden US-Dollar mit In-App-Käufen und anderen Käufen innerhalb des vorinstallierten App-Stores. Folglich hat das Unternehmen aus Cupertino große Sorge, dass diese Einnahmen künftig geringer ausfallen könnten, wenn der Digital Markets Act im Oktober 2022 in der EU in Kraft tritt und nach der Übergangsfrist von sechs Monaten Mitte 2023 als Gesetz in allen EU-Mitgliedsstaaten gelten wird. Wen aber betrifft der Digital Markets Act? Lesen Sie dazu mehr auf der nächsten Seite.

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  1. Seite 1 So wehrt sich Apple gegen den Digital Markets Act
  2. Seite 2 Digital Markets Act beeinflusst auch Epic Games Store & Co.
    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Kubiac Software-Overclocker(in)
        Mein erster Gedanke, als ich den Artikel gelesen habe: "Tim Cook, halt einfach dein M**l!"
      • Von Kubiac Software-Overclocker(in)
        Mein erster Gedanke, als ich den Artikel gelesen habe: "Tim Cook, halt einfach dein M**l!"
      • Von mhmilo24 Freizeitschrauber(in)
        Also eigentlich ist ja dann nicht nur das Sideloading gefährlich, sondern prinzipiell Smartphones besitzen. Damit sollte man Smartphones auch verbieten. Tim Cook, bitte den selben Maßstab anwenden.
      • Von AdelskroneExport Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von BrollyLSSJ
        OK, weil bei uns in der Firma werden die Apps immer noch per Browser runtergeladen und installiert. Da kommt nichts per Apple Appstore rein (zumindest öffnet der Browser auch kein iTunes, wie es bei normalen Verlinkungen bei z.B. MyDealz der Fall ist).
        Das kann ja sein.
        Apps die im Apple Business Manager freigegeben wurden werden ja über Links via https://apps.apple.com/ heruntergeladen.
        Dafür müssen diese aber im Appstore (öffentlich oder privat) vorhanden und für (vom Entwickler) und durch das Unternehmen selbst freigegeben sein.
      • Von HoodHood Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Hatuja
        Außerdem sollte ein Betriebssystem ja immer noch eine gewisse Sicherheit mitbringen incl. Rechtebeschränkung. Und laufen die 3rd Party-Apps bei iOS nicht so oder so in einer art Container?
        Soweit ich weiß laufen alle Apps in einer Sandbox, ja. Bin mir aber gerade nicht 100pro sicher. Und es gab in der Vergangenheit ja auch Fälle, wo Apps "ausgebrochen" sind.

        Edit: Apps sind sandboxed.
      • Von BrollyLSSJ PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von AdelskroneExport
        Hierfür braucht man nen Dev-Account + Dev-Programm und kann die Apps dann privat über den Appstore via Organisations-ID an Firmen verteilen.
        OK, weil bei uns in der Firma werden die Apps immer noch per Browser runtergeladen und installiert. Da kommt nichts per Apple Appstore rein (zumindest öffnet der Browser auch kein iTunes, wie es bei normalen Verlinkungen bei z.B. MyDealz der Fall ist).
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