Galileo wächst weiter: Zwei neue Satelliten verstärken Europas Navigationssystem

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Galileo wächst weiter: Zwei neue Satelliten verstärken Europas Navigationssystem
Quelle: ESA

Galileo hat zwei weitere Satelliten in den regulären Betrieb aufgenommen. Nutzer bemerken die Änderung meist nicht direkt, dennoch sollen die Neuzugänge die Stabilität und Verfügbarkeit des europäischen Navigationssystems verbessern.

Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo wächst weiter: Wie die Europäische Weltraumorganisation ESA mitteilt, sind die beiden Satelliten SAT 33 und SAT 34 offiziell in den regulären Betrieb aufgenommen worden. SAT 34 erhielt seine Freigabe am 23. Juli 2026, einen Tag später bestätigte die ESA den vollständigen Dienststart beider Satelliten.

Europa setzt auf mehr Unabhängigkeit

Mit den beiden Neuzugängen erweitert Europa sein eigenes globales Navigationssystem. Galileo wird von zahlreichen Smartphones, Navigationsgeräten und weiteren vernetzten Systemen gemeinsam mit anderen Satellitennavigationsdiensten wie GPS genutzt. Anwender müssen dafür in der Regel nichts unternehmen, da kompatible Geräte die verfügbaren Signale automatisch verwenden.

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Ein unmittelbarer Sprung bei der Positionsgenauigkeit ist durch die beiden zusätzlichen Satelliten allerdings nicht zu erwarten. Ihr größter Beitrag soll in einer höheren Verfügbarkeit und der Ausfallsicherheit des Gesamtsystems liegen. Je mehr Satelliten gleichzeitig zur Verfügung stehen, desto robuster arbeitet das Netzwerk. Das verbessert unter anderem die Signalabdeckung und erhöht die Zuverlässigkeit der Positionsbestimmung unter schwierigen Bedingungen.

Auch andere Bereiche profitieren

Von dieser Entwicklung profitieren nicht nur Smartphone-Nutzer. Auch Navigationssysteme in Fahrzeugen, Logistikunternehmen, der Bahnverkehr sowie maritime Anwendungen greifen auf Galileo zurück. Das System bildet damit eine wichtige Grundlage für zahlreiche digitale Dienste, die auf eine präzise Positionsbestimmung angewiesen sind.

Für Europa besitzt Galileo zudem eine strategische Bedeutung: Das Satellitennavigationssystem arbeitet unabhängig von anderen globalen Diensten und stärkt damit die technologische Eigenständigkeit im Bereich der Satellitennavigation. Einen Teil der Steuerung übernimmt dabei auch das Galileo Control Centre in Deutschland, das gemeinsam mit weiteren europäischen Einrichtungen den Betrieb des Systems sicherstellt.

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Quelle: ESA

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von keinnick Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von 4thVariety
        Ich finde mit dem Auto auch ohne Navi meine Ziele.
        Dauert dann halt nur länger.
        Zitat von 4thVariety
        Natürlich werden Navigationssysteme massenhaft zivil genutzt, aber ob es da massenhaft einen Vorteil gibt sei mal dahingestellt. Selbst ob die Logistik weiß wo genau gerade welcher Truck is, hat einen beschränkten Nutzen.
        Du kannst ja mal die Stunden zusammenrechnen, die Leute, die sich irgendwo ohne Navi nicht auskennen, sinnlos durch die Gegend eiern. Ich sehe da zumindest keinen Nachteil.

        Ich nutze auch auf meinem Arbeitsweg (21 km) das Navi. Vielleicht fragst Du Dich warum. Dann beschäftige Dich mal damit, was die Dinger heute so können. Mir ist schon geholfen, wenn ich nach der Arbeit die Bundesstraße nehme, statt auf die Autobahn zu fahren, wo 5km später ein Unfall passiert ist und die Leute auf unbestimmte Zeit stehen.
      • Von keinnick Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von 4thVariety
        Ich finde mit dem Auto auch ohne Navi meine Ziele.
        Dauert dann halt nur länger.
        Zitat von 4thVariety
        Natürlich werden Navigationssysteme massenhaft zivil genutzt, aber ob es da massenhaft einen Vorteil gibt sei mal dahingestellt. Selbst ob die Logistik weiß wo genau gerade welcher Truck is, hat einen beschränkten Nutzen.
        Du kannst ja mal die Stunden zusammenrechnen, die Leute, die sich irgendwo ohne Navi nicht auskennen, sinnlos durch die Gegend eiern. Ich sehe da zumindest keinen Nachteil.

        Ich nutze auch auf meinem Arbeitsweg (21 km) das Navi. Vielleicht fragst Du Dich warum. Dann beschäftige Dich mal damit, was die Dinger heute so können. Mir ist schon geholfen, wenn ich nach der Arbeit die Bundesstraße nehme, statt auf die Autobahn zu fahren, wo 5km später ein Unfall passiert ist und die Leute auf unbestimmte Zeit stehen.
      • Von 4thVariety BIOS-Overclocker(in)
        Ich finde mit dem Auto auch ohne Navi meine Ziele.

        Ich wüsste nicht, was mein Handy besser macht, wenn es weiß wo ich stehe, jenseits davon, dass es das an Hand des Handymast mit dem es verbunden ist eh schon weiß.

        Natürlich werden Navigationssysteme massenhaft zivil genutzt, aber ob es da massenhaft einen Vorteil gibt sei mal dahingestellt. Selbst ob die Logistik weiß wo genau gerade welcher Truck is, hat einen beschränkten Nutzen.

        Vielleicht wenn die erste KI gesteuerte GPS Rakete mal beim Zielanflug von selbst abschaltet, könnte ein ziviler Ort einen echten Nutzen von GPS Daten haben. Aktuell haben wir künstliche Begeisterung für Technikprodukte mit fragwürdigem Mehrwert aber unendlich Überwachungspotential.
      • Von Moderat Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von Andreas1975
        Woher kommen Deine Informationen?
        Aus einem unter Aluminiumfolie weichgekochtem Schwurblerhirn. Woher sonst 😁
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von rolandluis
        wem haben wir es bis heute zu verdanken das Galileo die gleiche beschissene "Auflösung" für private hat wie GPS
        Habe ich da die letzten Jahre etwas verpasst?
        Zitat von rolandluis
        Galileo ist genauso in der Hand der USA wie ihr GPS! Das ganze ist doch nur ein Backup um selbst kosten zu sparen und für den Fall der Fälle falls der Böse Chinese GPS killt, killt er auch Galileo, ergo kann die USA einem dann auch wieder mit in ihre Konflikte ziehen bzw. missbraucht Galileo zum Schutz ihrer Systeme.
        Woher kommen Deine Informationen?
      • Von rolandluis Kabelverknoter(in)
        Das Märchen der Unabhängigkeit, wer hatte noch mal politisch dafür gesorgt das Galileo zu 100% kompatibel zu GPS ist mit dem einzigen Hintergrund das es dann genauso einfach mit einem Mausklick verfälscht und abgeschaltet werden kann wie GPS, wem haben wir es bis heute zu verdanken das Galileo die gleiche beschissene "Auflösung" für private hat wie GPS obwohl es auch hier eigentlich mehr kann und auch eigentlich für den privaten mehr liefern sollte.
        Galileo ist genauso in der Hand der USA wie ihr GPS! Das ganze ist doch nur ein Backup um selbst kosten zu sparen und für den Fall der Fälle falls der Böse Chinese GPS killt, killt er auch Galileo, ergo kann die USA einem dann auch wieder mit in ihre Konflikte ziehen bzw. missbraucht Galileo zum Schutz ihrer Systeme.
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