Raspberry Pi: Was steckt hinter dem RP2354?
Raspberry Pi erweitert seine Mikrocontroller-Familie um den RP2354 - eine weiterentwickelte Version des RP2350 mit integriertem 2 MB Flash-Speicher. Die neue Revision A4 bringt zudem verbesserte Sicherheit und wichtige Hardware-Korrekturen mit sich.
Vor knapp einem Jahr präsentierte Raspberry Pi den Mikrocontroller RP2350, der sich in damaligen Tests manierlich schlug. Nun kündigt das Unternehmen eine neue Revision an: Der "RP2354" kommt mit einem integrierten Flashspeicher mit einer Kapazität von 2 MB und soll so kompaktere Platinen ermöglichen. Preislich wird die frische Variante 20 Cent teurer als der ursprüngliche RP3250.
Neue A4-Revision bringt wichtige Verbesserungen
Die aktuell verfügbare A4-Revision des RP2354 adressiert mehrere kritische Hardware-Probleme der Vorgängerversionen. Darunter findet sich auch die Behebung des Erratum E9, welches das unerwartete "Latching"-Verhalten der integrierten Pull-Widerstände verursachte.
Zusätzlich implementiert die A4-Revision verbesserte Sicherheitsmaßnahmen als Reaktion auf die Ergebnisse der letztjährigen RP2350 Hacking Challenge. Die Forscher entdeckten verschiedene Angriffsvektoren, darunter Spannungsglitching-Attacken auf das OTP-Memory und Fault-Injection-Angriffe - diese Einfallstore gehören mit der neuen Revision der Vergangenheit an.
Verbesserte GPIO-Toleranz
Der RP2354 wird in zwei Gehäusevarianten angeboten: dem RP2354A mit 30 GPIO-Pins im 7×7mm QFN-60-Gehäuse und dem RP2354B mit 48 GPIO-Pins im 10×10mm QFN-80-Gehäuse. Die größere B-Variante bietet mit acht ADC-Kanälen gegenüber vier beim A-Modell erweiterte Analog-Eingabe-Möglichkeiten.
Eine weitere Neuerung der A4-Revision ist die 5V-Toleranz aller GPIO-Pins bei aktivierter Stromversorgung. Diese Verbesserung vereinfacht die Integration mit 5V-TTL-Logik erheblich und eliminiert die Notwendigkeit zusätzlicher Spannungswandler oder Pufferschaltungen.
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Quelle: Raspberry Pi
