AMD Zen 4 mit 3D-V-Cache: Leaker erwarten Dominanz über Raptor Lake
Mehr Cache in einem Prozessor ist sehr teuer, effektiv und soll bei Zen 4 ebenfalls wieder eingesetzt werden, um die Spieleleistung zu maximieren. Dadurch versprechen sich die Leaker "Moore's Law is Dead" und "Greymon55" eine deutlich höhere Spieleleistung als Intels Raptor Lake. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.
AMD hat mit dem Ryzen 7 5800X3D bewiesen, dass 3D-V-Cache je nach Spiel einen deutlichen Einfluss auf die Performance hat und sich die Spielkrone für den Chip geholt. Gleichzeitig wurden für den Launch von Zen 4 allerdings keine Chips mit dieser funktionalen, aber wohl doch teuren Technologie angekündigt. Nachdem Intels Raptor Lake-S aber in einigen Benchmarks gegen die kommenden Ryzen-7000-Prozessoren anscheinend sehr gut abschneidet, könnte AMD gezwungen sein, abermals eine solche Version zu veröffentlichen.
Laut "Moore's Law is Dead" entwickelt AMD bereits ein Zen 4 + 3D-V-Cache-Chiplet, das im Vergleich zu Zen 3 mit geringeren Latenzen und Bandbreitenproblemen arbeiten soll. Anders als die neuen Zen-4-CCDs, die im 5-nm-Prozess bei TSMC hergestellt werden sollen, könnte der Die mit dem 3D-V-Cache im älteren 6-nm-Verfahren gefertigt werden, da es nur den Speicher enthält und nicht die neueste Fertigungstechnologie erfordert. Wenngleich die Ryzen-7000-Chips bei Release bereits durch die verbesserte IPC und die neue Architektur eine höhere Spieleleistung als die bisherigen Ryzen-5000-Chips bieten, sollen die X3D-Modelle abermals schneller sein.
Sowohl Moore's Law is Dead als auch der Leaker Greymon55 scheinen sich darin einig zu sein, dass AMD mit Ryzen-7000-X3D abermals die Erfolgsstory des Ryzen 7 5800X3D wiederholen möchte und dass die Ryzen-7000-X3D-Modelle Intels kommende Raptor-Lake-Modelle bei der Spieleleistung problemlos im Zaum halten können. Bisher ist jedoch weder bekannt, wann AMD eventuelle X3D-Modelle veröffentlicht, noch ob es diesmal eventuell auch Prozessoren mit mehr Kernen und 3D-V-Cache geben wird. Das bisher einzige Modell mit 3D-V-Cache, der Ryzen 7 5800X3D, ist bisher noch eine der schnellsten Gaming-CPUs und eine Empfehlung für diejenigen, die nicht auf einen neuen Spiele-PC warten können oder wollen. Ab 455 Euro wechselt er aktuell im PCGH-Preisvergleich den Besitzer.
Quelle: Techpowerup

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Zusätzliche Erklärung: Sieht man sich das gute Abschneiden von Ice Lake SP gegen Milan an, darf man vermuten, dass hier auch AVX-512 genutzt wird. Dennoch kann die SPR-HBM-Version beträchtlich ggü. der Nicht-HBM-Variante zulegen.
*) Zusätzlich hat der HBM2E bei Intel aber noch einen weitere Verwendungsmöglichkeit, da dessen Adressraum auch komplett eigenständig genutzt werden kann als zusätzlicher extrem schneller RAM, d. h. bestimmte, speziell darauf hin entwickelte Applikationen könnten wohlselektierte Daten in diesen 64 GiB unterbringen, auf die sie mit 800 bis 1200 GiB/s Bandbreite zugreifen können. (Angeblich soll gar auch ein DDR-less-Desing möglich sein, d. h. man nutzt grundsätzlich nur den HBM2E als RAM ohne klassisches RAM in Form von DIMMs, jedoch dürfte das nur für einige sehr spezielle Server oder eher Workstations eine echte Option sein.)
**) Abschließende Anmerkung: Intel hat sich offensichtlich sehr bewusst für derart große Caches mittels HBM2E entschieden, denn die Möglichkeiten für "regulär" großes Caches hatten sie ebenso gehabt, da bspw. SPR bereits ein EMIB-Design darstellt und man hier im einfachsten Fall anstatt des HBM zusätzliche Cache-Tiles planar hätte anflanschen können. Offensichtlich sah man HBM2E für den Server/HPC-Bereich für die sinnvollere Wahl an.
Bei AMD darf man vermuten, dass der V-Cache nur ein Zwischenschritt und die sogenannte Low-Hanging-Fruit darstellt, da man hier gleichermaßen sämtliche Chiplet-CPUs mit auf einen Schlag bedienen kann. HBM2 kommt hier ebenso, so mindestens in deren Datacenter-APU-Desing, dass x86-Kerne mit CDNA3 kombinieren soll. In deutlich früheren Leaks entdeckte man bereits für HBM2 spezifische Codestrukturen in Treibercode, die Frage ist also nur noch, ob es auch eine reguläre Epyc/Genoa-Version mit HBM2 geben wird oder ob sich diese Entdeckung breits unmittelbar auf das APU-Design bezog.
MLiD berief sich kürzlich auf neueste Aussagen seiner Quellen, die den V-Cache in Verbindung mit Zen4 nicht vor 1Q23 verfügbar sehen (eher an dessen Ende als am Anfang).
Da AMD diese offizielle Aussage getätigt hat, wird sicherlich irgendwas zum/im Dezember im Consumer-Segment kommen, vermutlich wird sich das aber eher wie beim 5800X3D-Launch darstellen, d. h. sehr kleine Stückzahlen und schnell steigende Preise aufgrund der schlechten Verfügbarkeit. Ein V-Cache-Modell noch in diesem Jahr wird für den Großteil des Marktes (der derartiges erwägt) wohl eher keine echte Option sein, sondern da wird man wohl noch etwas länger warten müssen.
In Anlehnung an Torstens Überlegung ist halt die Frage was AMD bzgl. Zen4 mit V-Cache für wichtiger erachtet. AMD hat hier nur einen einzigen Wurf, da man bis Zen5 (der aktuell für 2024 gehandelt wird) nichts Neues mehr nachreichen kann.
Also, sieht man es bei AMD entweder als wichtiger an schnell einen signifikanten Abstand zum Konkurrenten und seinem Raptor Lake zu schaffen, da dem regulären Zen4 das in Consumer-Workloads möglicherweise nicht gelingen wird oder wird man den V-Cache zusätzlich bewusst etwas hinauszögern um diesen eher gegen Meteor Lake-S zu verwenden, denn der wird Zen4 sicherlich deutlich hinter sich lassen.
Das Problem ist, dass zumindest die Fachpresse aktuell nicht gesichert zu sagen weiß, wann Meteor Lake-S in 2023 erscheinen soll. Tappt AMD hier ebenso im Dunkeln, könnten sie sich für einen Mittelweg entscheiden, etwas später aber nicht zu spät und zusätzlich der "vorgezogene" marketingtechnische Teaser in diesem Jahr noch vergleichsweise nahe am RPL-Launch.
Aktuell würde ich davon ausgehen, dass sie zurzeit genau so etwas versuchen, wenn nicht gar die fertigungstechnische Roadmap möglicherweise per se keinen echten Volumen-Launch vor 1Q23 zulässt. Am Ende sieht das wie eine Wette bei AMD darauf aus, dass Meteor Lake-S möglicherweise erst spät in 2023 erscheinen wird, denn wäre dem nicht so hätte man erst mal nichts für die kommenden Monate zum Nachlegen.
Aber nachdem ich meinen i7-6700K ausrangiert habe und auch jemanden kenne, der weiß, wo man noch ein Mainboard dafür bekommen kann, könnte sie auch jederzeit ein Upgrade bekommen – wenn sie will und für diesen Willen bereit ist, den Rechner aus dem Kabel-und-sonstwas-Chaos unter ihrem Schreibtisch zu betreiben. Wenn nicht bleibt auch das RAM-Upgrade auf 16 GiB weiterhin im Schrank liegen.
(Und das wird dann vermutlich noch lange der Fall sein. Im Gegensatz zu mir kapiert sie nämlich, was Casual-Games ist => Sie kann Dorfromantik flüssig auf einer Budget-CPU von 2009 spielen. Wenn ich damit den 6700K in die Knie gezwungen habe und jetzt beim 9900K nur wenige tausend Kacheln später im RAM-Limit hänge.)
Topic: mal gespannt wo die Reise hin geht. Und die Preise vor allem. Aktuell sieht es für AMD gut aus.
Der Kiste habe ich auch nur eine neue, billige SSD verpasst
+
das Gehäuse verkleinert, da meine Eltern mein Thermaltake Armor komischerweise nicht so geil fanden
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6600K ... verwöhntes Pack
Spaß muss sein
Topic: Ich werde Zen 4 aussetzen. Nächstes Jahr kommt erstmal ein Upgrade auf den 5700X.
Und dann mal weiter gucken und beobachten was auf dem Markt so abgeht. Vielleicht dann Zen 5 später.