AMD Radeon VII im Test: Unser Fazit
Auf der letzten Seite unseres Tests zur Radeon VII ziehen wir ein Fazit: Wie gut ist die neue High-End-Grafikkarte von AMD?
Radeon VII im Test: Fazit
Die Radeon VII ist ein zweischneidiges Schwert, das ein entsprechend geteiltes Fazit benötigt. Fangen wir mit den eindeutig positiven Dingen an: Wer die Leistung einer Grafikkarte für produktive Zwecke wie Videoschnitt, Bildbearbeitung und Rendering verwenden möchte, wird mit der Radeon VII seine helle Freude haben, denn in diesen (OpenCL-)Disziplinen ist sie bärenstark. Ausnahmen von dieser Regel sind stark CUDA-optimierte Anwendungen; hier erreicht die Radeon VII aber mindestens gute Resultate. Die hohe Speichertransferrate und -kapazität von 16 GiByte sorgen dafür, dass beim Arbeiten mit der Radeon VII alles so reibungslos wie möglich erfolgt.
Wie bei vielen Radeon-Grafikkarten zuvor bleibt viel von dieser Brillanz auf der Strecke, wenn die Software reinem Spaß und Zeitvertrieb dient. Zweifelsohne ist die Radeon VII das mit Abstand beste AMD-Produkt für PC-Spieler. Allerdings muss sich die Seven den Vergleich mit älteren und aktuellen Nvidia-Produkten gefallen lassen. Blickt man auf die reine Spieleleistung, unterliegt die Radeon VII selbst der zwei Jahre alten Geforce GTX 1080 Ti respektive gleich schnellen Titan X Pascal von Mitte 2016. Zwar schrumpft der Abstand mit steigender Auflösung, ein lohnenswertes Aufrüstobjekt stellt die Radeon VII für Besitzer dieser Grafikkarten aber nicht dar. Aus alldem folgt, dass Nvidias Geforce RTX 2080, egal ob als Founders Edition oder mit Sparkühler, in den meisten Spielen schneller rendert als die Radeon VII. Deutliche Ausnahmen von dieser Regel sind derzeit Battlefield 5, Far Cry 5 und Sudden Strike 4, hier erreicht die Radeon VII das Niveau der schnellsten RTX-2080-Herstellerdesigns. Demgegenüber stehen viele Titel, bei denen eine (werkseitig übertaktete) RTX 2070 der nächste vergleichbare Gegner ist. Diese ist jedoch über 200 Euro günstiger.
Bei der Lautheit und Energieeffizienz regieren ebenfalls gemischte Gefühle. Im Leerlauf sparsam und leise, stößt die maximale Spiele-Leistungsaufnahme von 303 Watt (PCGH-Messung) sauer auf - Nvidia erreicht trotz nominell veralteter Fertigung eine bessere Energiebilanz. Daraus ergeben sich direkte Folgen für das Kühlsystem, welches bei der Radeon VII stark gefordert wird und somit laut aufdreht. Was bleibt, ist ein Alleinstellungsmerkmal: 16 GiByte Speicher. Das ist für die mit Abstand meisten Anwender ein Upgrade und eine willkommene Abwechslung zum jahrelangen Stillstand aufseiten Nvidias. Derzeit halten sich die Vorteile von 16 GiByte jedoch in Grenzen, allein Freunde hoher Auflösungen profitieren. Es macht definitiv Spaß, die Radeon VII in Ultra HD und darüber hinaus zu verwenden: Es stockt nicht, es kommt nicht zu sichtbarem Texturbrei, die Frametimes sind sehr gut, das Ansprechverhalten des PCs bleibt hoch, Speichermangel ist zu keiner Zeit ein Thema - so muss sich eine High-End-Grafikkarte anfühlen. Der Faktor "Texturbrei" ist übrigens weit früher ein Thema als hartes Ruckeln durch Speichermangel. PC Games Hardware bereitet derzeit eine umfassende Analyse der Auswirkungen von Speichermangel vor. Bis zu deren Fertigstellung wird noch die eine oder andere Woche vergehen, doch das Warten lohnt sich.
Wer ernsthaft mit einer Radeon VII liebäugelt, sollte sich beeilen. Aus mehreren Quellen ist unabhängig voneinander zu hören, dass die Anzahl der (anfangs) produzierten Grafikkarten relativ gering sein soll. AMD erhöht die Motivation aktuell mithilfe eines Spielebündels: Käufer einer Radeon VII in teilnehmenden Shops erhalten Game-Codes für die Titel Resident Evil 2, The Division 2 sowie Devil May Cry 5 dazu. Der Weg über einen entsprechenden Shop ist hierzulande der einzige Weg, um an eine R7 zu kommen. In den USA wird das Produkt auch über den hauseigenen AMD-Webshop verkauft - derzeit ohne Optionen, nach Übersee zu liefern.
Verpassen Sie auf keinen Fall unsere ausgelagerten Spezialmessungen der Radeon VII -> AMD Radeon VII im Test: Spezialbenchmarks mit 5K-Leistung, Compute, Tessellation und Undervolting

Hatte eine Sapphire für 684 Euro damals NEU gekauft,- und über Amazon.
Dafür wurde mir aber auch der komplette Kaufpreis bis zum Letzten Cent rückerstattet!
Dank Amazon!
Ich hatte damals für meine 57XT Angebote über 1000€ bekommen, wollte die Karte aber nicht irgendeinem Crypto-Mongo in den Rachen werfen und die 980Ti abstauben...
Hätten die Deppen damals nicht GraKas, sondern Silber gekauft, dann wären die heute stinkreich.
Aber den Leuten ist nicht zu helfen, jetzt der gleiche Schmarrn wieder, nur mit KI.