Ryzen 7000 mit RDNA3: Erste Benchmarks der integrierten Grafik gesichtet
In China sind erstmals Benchmark-Ergebnisse einer Ryzen-APU mit RDNA3-Grafik aufgetaucht. Konkret konnte sich ein Ryzen 9 7940HS im 3DMark Time Spy beweisen.
Bei früheren Grafik-Architekturen wie beispielsweise Vega oder RDNA2 hat es teils sehr lange gedauert, bis sie auch in APUs verwendet wurden. Bei AMDs neuer RDNA3-Architektur ist das anders: Nachdem im November die RX-7000-Grafikkarten veröffentlicht wurden, hat das Unternehmen schon im Januar die ersten entsprechenden APUs angekündigt. Konkret sollen die "Phoenix"-APUs aus der Ryzen-7040-Reihe Zen-4-Kerne mit einer RDNA3-GPU kombinieren.
Erste Details zur Performance
Bislang sind die entsprechenden Prozessoren zwar noch nicht erschienen, und es gibt auch noch keinen exakten Release-Termin, doch angeblich sollen spätestens im März entsprechende Notebooks in den Handel kommen. Dann dürften auch offizielle Tests erscheinen, die die Leistungsvorteile von Zen 4 und RDNA3 einordnen. Einen groben Vorgeschmack gibt es dabei schon jetzt: Auf der chinesischen Social-Media-Website Bilibili wurden Screenshots veröffentlicht, die erste Benchmarks mit einem Ryzen 9 7940HS zeigen sollen. Diesem standen dabei angeblich zwei 16-GB-Module DDR5-5600-RAM zur Verfügung, womit die für die GPU besonders wichtige Speicherbandbreite voll ausgenutzt wurde.
In dieser Konfiguration wurde die APU einmal mit 25 W TDP und einmal mit 54 W TDP getestet. Im 3DMark Time Spy erreichten die 768 RDNA3-Shader so angeblich 2.486 beziehungsweise 2.791 Punkte, wohingegen die acht Zen-4-Kerne auf 8.448 beziehungsweise 11.343 Punkte kamen. Damit wäre AMDs schnellste Notebook-APU deutlich flotter als ein Ryzen 9 6900HX, dessen GPU laut Videocardz auf maximal 2.437 Punkte kommt. Gigantisch ist der Sprung aber nicht: Bei der Grafik-Wertung wäre es für den Ryzen 9 7940HS ein Vorteil von 14,5 Prozent, wohingegen sich die CPU um 13,2 Prozent absetzen könnte.
| CPU | GPU (25W) | GPU (54W) | CPU (25W) | CPU (54W) |
|---|---|---|---|---|
| AMD Ryzen 9 7940HS | 2.486 | 2.791 | 8.448 | 11.313 |
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Wie üblich sollten derartigen Vorab-Ergebnisse aber nicht überbewertet werden. Schließlich ist ein einziges Benchmark-Resultat nur bedingt aussagekräftig. Zudem sind viele Faktoren wie die Kühlung, der Einsatz eines potentiellen Vorserienmodells sowie vielleicht unfertige Treiber kaum abschätzbar, und in der Praxis ist neben der Leistung insbesondere auch die Effizienz wichtig. Für eine genauere Einordnung von AMDs neuen Phoenix-APUs mit RDNA3-Grafik muss man deshalb weitere, ausführlichere Tests abwarten.
Quelle: Bilibili via Videocardz

. Die Desktop Teile darauf bin ich gespannt
.
Für mich wären diese APU´s durchaus interessant aber erst wenn sie ein deutlichen Leistungssprung gegenüber dem Ryzen 5000G hätten. Als Low-End-Gamingsystem mit sehr niedriger Leistungsaufnahme und dennoch akzepablem Bildraten. Eine Art Desktoppendant zum (oder besser als) der >AMD Ryzen™ 9 6900HX<.
Nachtrag: Interessant wäre zu dem zu wissen ob die APU´s "nur" mit CU´s kommen oder auch RT- und KI-Einheiten haben. Aber wie schon klar gemacht wurde, Tests abwarten und sich über die hohen Grafikkartenpreise ärgern.