[19/09/2014] Mein Ersteindruck von der Radeon RX 6000... übertrifft meine Erwartungen – und das ist verdammt gut so! Ich verkneife mir an dieser Stelle eine Abhandlung darüber, wie viele Chancen AMDs Grafiksparte in den vergangenen Jahren vertan oder ignoriert hat, und verbleibe stattdessen im Vorfreude-Modus. Erstmals seit 2015 zanken wieder zwei „Big Chips“ um die Krone, erstmals seit 2013 hat AMD die Chance auf eche Siege. Der dicke L3-Cache scheint all das möglich zu machen, denn ein einfach verdoppelter Navi 10 (ebenfalls 5.120 FP32-ALUs) könnte es nur bei perfekter Skalierung mit einer RTX 2080 Ti oder RTX 3070 aufnehmen, nicht aber mit GA102. Und dann ist da noch die zukunftssichere Speicherkapazität aller drei RX-6000-Modelle. Während Nvidia beide Augen zukneift und „Wenn wir fest daran glauben, wird’s schon reichen“ summt, macht AMD Nägel mit Köpfen und stattet seine Next-Gen-Architektur konsequent mit einer Next-Gen-Kapazität für die Next-Gen-Spiele aus. Alles andere ist inkonsequent oder Kalkül (geplante Obsoleszenz). Ich bin jedenfalls so gespannt wie schon lange nicht mehr auf die Samples und hoffe, Ihnen bald auch über die tatsächliche Raytracing-Leistung berichten zu können. Mein Gefühl sagt nämlich, dass Nvidias Pionierpaket, bestehend aus RTX und DLSS, hier erst mal ungeschlagen sein wird. Aber Gefühle können täuschen …