[19/09/2014] Mein Ersteindruck von der Radeon RX 6000... ist noch nicht final, denn erst einmal will ich natürlich wissen, wie die neuen AMD-Karten tatsächlich performen werden. Und auch was die neuen Features, das Raytracing, die Lautheit und die Verfügbarkeit angeht, muss sich AMD erst noch in der realen Welt beweisen. Aber prinzipiell scheint AMD einen ziemlich großen Sprung gemacht zu haben und die offenkundig hohe Nervösität Nvidias in den letzten Wochen und Monaten scheint das nochmals zu untermauern. Ich hoffe, der Launch läuft rund und AMD hat genügend Karten vorproduziert, um die sicherlich nicht geringe Nachfrage stillen zu können. Falls das aber alles passt beziehungsweise nirgendwo größere Ärgernisse auftreten, dürften sich einige glückliche Abnehmer finden. Auch ich würde mich prinzipiell für eine neue Grafikkarte interessieren und „dank“ Nvidias VRAM-Geiz (und der für mich preislich absolut außerhalb jeglicher Argumentation stehenden RTX 3090), wirken eigentlich nur die neuen AMD-Grafikkarten interessant. Aber selbst wenn ich sofort eine 6800 XT und tatsächlich auch für 649 Euro bzw. US$ kaufen könnte, würde ich persönlich wohl noch ein wenig warten. Zum ersten spiele ich (außer Doom Eternal, aber da bekomme ich mit ein paar Tweaks schon mit der GTX 1080 Ti rund 150 Fps in WQHD und viel mehr macht mein Display eh nicht mit – das limitiert bei 165 Hz, beziehungsweise dann setzt Gsync aus) aktuell nur relativ wenig wirklich anspruchsvolle Spiele und vertreibe mir den Feierabend eher mit Titeln wie Stellaris, Crusader Kings 3, Elite Dangerous oder den einen oder anderen Retro-Shooter, die mich beim gemütlichen Zocken daheim nicht auch noch beständig an die Arbeit erinnern. Zum anderen gehe ich davon aus, dass Nvidia AMD wohl schnellstmöglichst zu kontern gedenkt – und dann gibt es entweder bessere Angebote und mehr VRAM bei Nvidia oder sinkende Preise bei AMD. Bestenfalls sogar beides zusammen. Dann kann ich mir einen Neukauf nochmal durch den Kopf gehen lassen. Also warte ich noch ein bisschen. Wenn mir die GTX 1080 Ti wirklich bis dahin zu langweilig oder träge wird, dann schnappe ich mir eben hin und wieder mal eine der neuen Karten zum längerfristigen Testen – es hat schließlich auch gute Seiten, dass Grafikkarten und Hardware im Allgemeinen zu meinen Arbeitswerkzeugen gehören.