Teamgroup-CEO mit eindringlicher Warnung: DRAM und SSDs sollen noch teurer werden

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Teamgroup-CEO mit eindringlicher Warnung: DRAM und SSDs sollen noch teurer werden
Quelle: IT Media

Teamgroup-CEO Gerry Chen rät zum sofortigen Kauf: Server-Speicher verteuert sich um 30 Prozent pro Quartal - und Consumer-RAM sowie SSDs sollen folgen.

Die Speicherkrise dominiert seit Monaten die Schlagzeilen der Hardware-Branche. Ein Ende ist nicht in Sicht - zumindest, wenn es nach Teamgroup-CEO Gerry Chen geht, der in einem Interview mit dem japanischen Hardware-Portal Hermitage Akihabara eine klare Ansage macht: Wer RAM oder eine SSD benötigt, sollte nicht auf bessere Preise warten.

KI schluckt fast die Hälfte der Speicherproduktion

Server-Speicher verteuere sich laut Chen derzeit um rund 30 Prozent pro Quartal - und der Consumer-Markt habe diesen Anstieg bisher noch nicht vollständig mitgemacht. Chen nennt einen konkreten Treiber für die Lage, der kaum verwundern dürfte.

"Derzeit ist die KI-bezogene Nachfrage im gesamten Speichermarkt sehr hoch - sie macht 40 bis 50 Prozent des Gesamtangebots aus."

- Gerry Chen, Teamgroup-CEO

Hinzu komme, dass der Großteil der DRAM-Produktion für 2026 und 2027 bereits feste Abnehmer habe. Neue Kapazitäten für den Consumer-Markt sind damit vorerst nicht in Sicht. Das Problem beschränke sich allerdings nicht auf DRAM, wie Chen betont. NAND-Flash erlebe demnach eine ähnliche Angebotsknappheit, was über den gesamten Markt hinweg zu einer angespannten Situation führt. Seine Prognose: Bis 2028 sei mit anhaltenden Engpässen zu rechnen.

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Server zuerst - Consumer folgen

Chen unterscheidet zwei Märkte mit unterschiedlichem Verlauf: Server-Speicher habe sich bereits drastisch verteuert, Consumer-Produkte seien bisher "vergleichsweise niedrig" geblieben. Aber die Richtung sei klar: "Wenn die Server-Marktpreise weiter steigen, glauben wir mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass die Preise für PC-Produkte insgesamt folgen werden".

Einen Anhaltspunkt, wie weit das gehen kann, liefert PC Gamer mit einer konkreten Beobachtung: Eine MP44-NVMe-SSD von Teamgroup lag vor einem Jahr noch bei rund 230 US-Dollar. Heute werden für dieselbe SSD über 500 US-Dollar fällig.

PC Gamer stellt hier einen weiteren wichtigen Kontext her: Teamgroup produziert weder DRAM- noch NAND-Flash in Eigenfertigung. Das Unternehmen bezieht diese bei den üblichen Verdächtigen SK Hynix, Micron und Samsung und verarbeitet sie anschließend zu eigenen DDR5-Kits und SSDs.

Chen spricht damit also nicht als einer der obszön profitierenden Chiphersteller, sondern als Abnehmer. Ein CEO, der zum sofortigen Kauf rät, hat aber naturgemäß ein Eigeninteresse - das sollte man dennoch bei den Aussagen berücksichtigen.


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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von WirrWicht Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von Cleriker
        Sie brauchen diese Preistreiberei doch nur nicht mitmachen, schon sind die anderen gezwungen es ihnen gleich zu tun... oder es geht einmalig und für immer in die Hose und ihren Laden gibts danach nicht mehr.
        Letzteres ist wahrscheinlicher, aber wie sagte Darkwing Duck schon immer: Zwo, eins, Risiko.
        Wie soll Teamgroup das denn machen? Sie basteln RAM Module zusammen, stellen die Speicherchips aber nicht her. Und die Speicherhersteller können alles problemlos verkaufen. Also sollen sie aussteigen aus dem Markt? Bin eher gespannt, wie weit Asus das treiben kann.

        PS: Hier liegen noch 64GB g.skill 6000MT CL 30 auf einem Regal herum. Habe Juli 2025 noch auf 192GB aufgerüstet. Gut, nicht mehr ganz so flott in der Spitze, aber nichts ist langsamer, als zu wenig Speicher. Und 100-120GB habe ich hier häufiger belegt.
      • Von WirrWicht Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von Cleriker
        Sie brauchen diese Preistreiberei doch nur nicht mitmachen, schon sind die anderen gezwungen es ihnen gleich zu tun... oder es geht einmalig und für immer in die Hose und ihren Laden gibts danach nicht mehr.
        Letzteres ist wahrscheinlicher, aber wie sagte Darkwing Duck schon immer: Zwo, eins, Risiko.
        Wie soll Teamgroup das denn machen? Sie basteln RAM Module zusammen, stellen die Speicherchips aber nicht her. Und die Speicherhersteller können alles problemlos verkaufen. Also sollen sie aussteigen aus dem Markt? Bin eher gespannt, wie weit Asus das treiben kann.

        PS: Hier liegen noch 64GB g.skill 6000MT CL 30 auf einem Regal herum. Habe Juli 2025 noch auf 192GB aufgerüstet. Gut, nicht mehr ganz so flott in der Spitze, aber nichts ist langsamer, als zu wenig Speicher. Und 100-120GB habe ich hier häufiger belegt.
      • Von Sepheran Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von VulturesRevenge
        Meiner bescheidenen Meinung nach sind die 60€ Zeiten für ne Stange RAM vorbei. Auch nach der KI -Aufrüstzeit wird es nicht mehr so günstig werden.
        Mit Glück kommen wir wieder an Preise vor 2020.
        Das kann man nicht vorher sehen was passieren wird, es ist genauso möglich das es dann ein Überangebot gibt und die Preise dann in den Keller fallen.

        Aber der CEO hat schon recht, erstmal wird es noch teurer werden
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Sie brauchen diese Preistreiberei doch nur nicht mitmachen, schon sind die anderen gezwungen es ihnen gleich zu tun... oder es geht einmalig und für immer in die Hose und ihren Laden gibts danach nicht mehr.
        Letzteres ist wahrscheinlicher, aber wie sagte Darkwing Duck schon immer: Zwo, eins, Risiko.
      • Von SimonG Software-Overclocker(in)
        Eigeninteresse hin oder her. Die Hersteller sprechen Warnungen nicht komplett unbegründet aus.
      • Von VulturesRevenge Freizeitschrauber(in)
        Ich finde, das ist keine Panikmache, was dieser CEO da von sich gibt.
        Leute außerhalb unserer Bubble haben meist keine Ahnung bzw andere Interessen.
        Wenn ich die xx PCs in meiner Firma erneuern wollte, wäre sowas ein gutes Indiz, diese Investition nicht mehr aufzuschieben.

        Meiner bescheidenen Meinung nach sind die 60€ Zeiten für ne Stange RAM vorbei. Auch nach der KI -Aufrüstzeit wird es nicht mehr so günstig werden.
        Mit Glück kommen wir wieder an Preise vor 2020.
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