Ultraram wird gefördert: Nanometer-Fertigung und Kleinserienproduktion als Ziel
Die auf dem Papier fantastische Speichertechnologie Ultraram wird vom britischen Staat gefördert. Mit den bereitgestellten Finanzmitteln will das Unternehmen dahinter nun kleinere Speicherzellen im Nanometer-Bereich herstellen, und mit Partnern eine Kleinserienproduktion vorbereiten.
Mit Ultraram arbeitet das britische Unternehmen Quinas Technology an einer neuen Speichertechnik, die auf dem Papier fantastisch klingt. Sie soll im Grundaufbau einer NAND-Zelle ähneln, aber zwischen Kanal und Floating Gate auf eine Struktur mit drei Barrieren aus Aluminiumantimonid und Indiumarsenid setzen. Diese Triple-Barrier-Resonant-Tunneling-Struktur (TBRT) soll den Speicher einerseits persistent, und andererseits deutlich haltbarer, schneller und effizienter als bisherige Speichertechnologien machen.
Finanzielle Förderung
Im Gegensatz zu einigen anderen Technologien, die ähnlich wahnsinnige Fortschritte versprechen und anschließend nie auf dem Markt erscheinen, hofft Quinas Technology dabei offenbar tatsächlich auf eine Massentauglichkeit. So konnte sich das Unternehmen laut Tom's Hardware für eine staatliche Förderung qualifizieren. Deren Höhe ist zwar noch unbekannt, sie wurde aber offenbar für die herausragende Forschung und den Nachweis eines möglichen, kommerziellen Einsatzes vergeben.
Mit der Finanzierungssumme sollen nun angeblich zwei Ziele verfolgt werden. Einerseits will Quinas Technology die Speicherzellen deutlich verkleinern, um im Nanometer-Bereich anzukommen, und andererseits sollen Investoren für eine Kleinserienproduktion gesucht werden.
Quelle: Ultraram (Youtube)
Ultraram wird gefördert: Nanometer-Fertigung und Kleinserienproduktion als Ziel (1)
Der erste Schritt dürfte dabei zunächst wichtiger sein, denn aktuell basieren die fantastischen Eckdaten von Ultraram noch auf Hochrechnungen deutlich größerer Zellen. Mit dem zur Verfügung stehenden Equipment könnten aber angeblich Zellen mit bis zu 20 nm hergestellt werden, wobei Quinas Technology vom indischen Forschungsinstitut in Roorkee unterstützt wird.
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Falls die Fertigung derart kleiner Ultraram-Zellen zeitnah gelingt, wäre die Speichertechnik zumindest im Bereich aktueller Produkte. Wenn sich die prognostizierten Vorteile in dieser Fertigungsgröße dann bewahrheiten, und die Herstellungskosten einigermaßen im Rahmen bleiben, dürfte einer deutlich größeren Finanzierung und den Vorbereitungen für eine Produktion wohl nichts mehr im Wege stehen. Sicher ist all das aktuell aber natürlich noch nicht.
Quelle: Tom's Hardware

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