Neue Preise im Stundentakt: Erbitterter Kampf um die letzten DRAM-Chips
Auf dem RAM-Markt herrscht nach wie vor Ausnahmezustand: Die Preise für DRAM verändern sich inzwischen stündlich, während zahlreiche kleinere Unternehmen um die geringen verbleibenden Liefermengen konkurrieren.
Der globale Markt für Arbeitsspeicher befindet sich derzeit in einer ungewöhnlich angespannten Phase. Die Preise für DRAM haben sich zuletzt so stark verändert, dass sie teilweise sogar stündlich angepasst werden, weil Angebot und Nachfrage so stark schwanken. Hintergrund ist der anhaltende Boom um KI-Rechenzentren, die enorme Mengen an Speicherchips verbrauchen. Große Abnehmer werden von Hardwareherstellern priorisiert, während kleine Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten haben, überhaupt noch ausreichend Speicher zu festen Preisen zu bekommen.
Großkonzerne sichern sich den Großteil der Produktion
Besonders große Technologieunternehmen verfügen über genug Marktmacht, um sich langfristige Lieferverträge zu sichern. Der Markt teilt sich also zunehmend in zwei Gruppen auf: rund 100 Großkunden und mehr als 190.000 kleinere Unternehmen, die gleichzeitig weltweit um die verbleibenden Kapazitäten auf dem Markt konkurrieren. Cloud-Anbieter, Smartphone-Hersteller und große Automobilkonzerne zählen zu den wichtigsten Kunden der Speicherhersteller.
Unternehmen wie Samsung, SK Hynix oder Micron beliefern diese Großkunden bevorzugt, da sie stabile Umsätze mit hohen Abnahmemengen garantieren. Dadurch verschlechtert sich die Situation für kleinere Firmen: Häufig müssen sie kurzfristig bestellen und teilweise sogar Vorauszahlungen leisten, um überhaupt Lieferungen zu erhalten.
Preisexplosionen in vielen Branchen
Die stark steigenden Speicherpreise wirken sich inzwischen auf viele Bereiche im Hardwaremarkt aus. Einige Hersteller reagieren bereits mit angepassten Produktionsplänen oder reduzieren ihre Nachfrage, um Kosten zu begrenzen. Es werden trotzdem weitere Preissteigerungen erwartet: So könnte der DRAM-Preis im ersten Quartal 2026 um 90 bis 95 Prozent gegenüber dem Vorquartal steigen, während auch NAND-Flash deutlich teurer wird.
Der Anteil von Speicher an den Gesamtkosten eines PCs steigt dementsprechend mit an - bei einigen Herstellern macht DRAM bereits rund 35 Prozent der Produktionskosten aus. Mit einer kurzfristigen Entspannung auf dem Hardwaremarkt ist nicht zu rechnen, da die Nachfrage nach Speicherchips aus KI-Rechenzentren weiterhin hoch bleibt und den Großteil verfügbarer Produktionskapazitäten bindet.
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Quelle: via Tom's Hardware


Mal Abwarten wie sich der Markt entwickelt und ob es bei der Angebotsseite künftig neue Marktteilnehmer geben wird. Da werden aber auch ganz sicher nur wenige familiengeführte altruistisch handelnde Chiphersteller gegründet.
Wenn Angebot und Nachfrage in Deutschland steigen, steigen auch die Preise. Oder willst du den Preis vorschreiben?
Wieso sollte dann eine Firma in den Standort Deutschland investieren, wenn die Preise per Gesetz diktiert werden?
Eine Krise haste dann, wenn zwingend notwendige Produkte für weite Teile der Bevölkerung unbezahlbar werden oder gar nicht mehr zur Verfügung stehen. Grundnahrungsmittel, Strom/Heizung und so. Manchmnal sollte man sich aus seinem Luxusleben kurz erheben und mal rüberschauen wie es den Leuten in der Ukraine, dem Nahen Osten usw. grade geht. Ich zahle liebend gerne den 3-fachen RAM-, Benzin- und Kuchenpreis wenn ich dafür nicht mit denen tauschen muss.
Dass die Preise von RAM, NAND usw. hoch sind und hoch bleiben und wahrscheinlich noch höher werden sollte nun wirklich jedem so langsam klar sein. Dass damit immer noch so viele Klicks auf die Artikel dazu gezogen werden können ist mir ehrlich gesagt ein bisschen rätselhaft^^
Dennoch werden sich viele jetzt das Hobby PC abschminken.
Erinnert mich an meine Jugendzeit in den 90´ern, wo ich kein Geld für einen eigenen PC und ausschließlich auf Konsolen gespielt hatte.