Speicherkrise im Mai 2026: DDR5 in Deutschland +300 Prozent und "kaum Hoffnung"
Die historische Speicherkrise hält auch Deutschland weiter fest im Griff: Laut 3DCenter.org kosten DDR5-Speicherkits im Mai 2026 hierzulande über 300 Prozent mehr als noch im Juli 2025. Eine Entspannung ist wohl noch lange nicht in Sicht.
Wie 3DCenter.org im aktuellen "Speicherkrise-Preisindex Mai 2026" dokumentiert, hat sich die Lage am deutschen Arbeitsspeicher-Markt erneut verschärft. Während die Preise für DDR5-Speicherkits im April nur um durchschnittlich zwei Prozent zulegten, fiel der Anstieg im Mai mit weiteren rund vier Prozent gegenüber dem Vormonat deutlich stärker aus. Seit Juli 2025 stiegen die Preise um mehr als 300 % an.
Quelle: 3DCenter.org
Speicherkrise-Preisindex von 3DCenter.org zeigt den aktuellen Preistrend bei DDR5-Speicherkits.
Im Vergleich zum Juli des Vorjahres, dem Ausgangspunkt der historischen Speicherkrise, müssen Käufer hierzulande mittlerweile durchschnittlich satte 314 % mehr für ein DDR5-Speicherkit bezahlen. Besonders stark betroffen sind demnach die populären Speicherkits mit 32 GiB DDR5-6000 (+384 %) und hohen Kapazitäten wie beispielsweise 2 × 48 GiB DDR5-6400 (+386 %). Im Vergleich zum Vormonat sind lediglich Einzelmodule mit 32 GiB DDR5-5600 (-13 %) stärker im Preis gefallen.
Deutschland: Seit März keine echte Entspannung mehr in Sicht
Wie auch den Erhebungen von 3DCenter hervorgeht, sieht der deutsche Einzelhandel seit März 2026 keine echte Entspannung mehr. Während andere Märkte wie China und die USA zuletzt teils sinkende DDR5-Speicherpreise verzeichneten, zementiert sich die Preisübertreibung im PCGH-Preisvergleich von Geizhals auf historischem Niveau.
Quelle: 3DCenter.org
Der Speicherkrise-Preisindex von 3DCenter.org zeigt die Preisentwicklung seit Juli 2025.
Ausgangspunkt der Krise sind die OpenAI-Verträge mit Samsung und SK Hynix, durch die sich der KI-Gigant laut 3DCenter im November 2025 den Zugriff auf in etwa 40 Prozent der weltweiten DRAM-Produktion gesichert hat. Der dadurch ausgelöste "DRAM-Supercycle" drückt nicht nur DDR5-Arbeitsspeicher, sondern auch DDR4, LPDDR5 und LPDDR5X sowie SO-DIMMs und SSDs auf neue Rekordpreise.
Lediglich Grafikkarten zeigen mit einer durchschnittlichen Preisübertreibung von etwas mehr als 12 Prozent (AMD: +5 %, Nvidia: +15 %) eine spürbare Entspannung gegenüber dem Höchststand vom Februar. Auch wer auf DDR4-Speicher setzt, profitierte zuletzt von einer leichten Entspannung auf höchstem Niveau.
Quelle: 3DCenter.org
Auch die DDR4-Speicherkits sind aktuell nach wie vor extrem teuer.
Ausblick: Kein Ende der Speicherkrise vor 2027
Eine zeitnahe Entspannung erscheint laut Marktbeobachtern weiterhin unrealistisch. TrendForce und 3DCenter gehen übereinstimmend davon aus, dass die DDR5-Preise das gesamte Jahr 2026 auf Rekordniveau verharren werden. Erst gegen Jahresende dürfte der absolute Höhepunkt der RAM-Preise erreicht sein, mit nennenswerten Preissenkungen ist - wenn überhaupt - frühestens ab Mitte 2027 zu rechnen.
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Quelle: 3DCenter.org via Wccftech

Freie Produktionskapazitäten wachsen nicht wie Pilze ausm Boden - also kann man an "günstigen" Preisen dieses Jahr und 100% auch nächstes Jahr einen Haken setzen
Entweder man braucht es und muss leider tief in die Tasche greifen oder man kann einigen Jahre aussitzen.
Groß mehr Möglichkeiten gibts nicht