Wie geht es mit der Speicherkrise weiter? Experte mit Horrorszenario

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Wie geht es mit der Speicherkrise weiter? Experte mit Horrorszenario
Quelle: PC Games Hardware

Die Investmentbank Jefferies prognostiziert in einem aktuellen Report, dass DRAM im dritten Quartal 2026 um bis zu 50 Prozent teurer werden könnte - und eine Entspannung frühestens 2028 in Sicht ist.

Die Speicherkrise lässt uns weiter nicht in Ruhe. Jüngst sorgte die Ankündigung des vierstelligen Preises zur Steam Machine für Aufmerksamkeit, der primär mit den teuren Komponenten zusammenhängt. Mit einer baldigen Entspannung ist nicht zu rechnen, und jetzt zeichnet die Investmentbank Jefferies in einem neuen Report eine düstere Prognose für die Preisentwicklung: Demnach könnten die Preise für DRAM noch weit ins Jahr 2027 hinein stark steigen. Mit einer merklichen Entlastung ist frühestens 2028 zu rechnen.

Die Zahlen im Detail

Konkret sieht Jefferies, das für diese Untersuchung mit einem nicht näher benannten "Speicherberater" gesprochen hat, für das dritte Quartal 2026 einen sequenziellen Preisanstieg von 40 bis 50 Prozent voraus. Im vierten Quartal sollen nochmals 30 bis 40 Prozent folgen. Für das Gesamtjahr 2027 rechnet der Analyst mit einem Anstieg von 40 bis 45 Prozent.

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China als Joker - aber erst 2028

Ein möglicher Gegenpol ist China: Ein früherer Samsung-Manager hatte im Mai 2026 darauf hingewiesen, dass chinesische Hersteller ihre Kapazitäten in der zweiten Hälfte 2027 um bis zu sechs Millionen Wafer pro Monat ausbauen könnten.

Den Jefferies-Analysten lässt das für 2026 und 2027 kalt: Der Technologierückstand chinesischer Hersteller gegenüber westlichen und südkoreanischen Konkurrenten sei zu groß. Erst 2028 könnte der chinesische Kapazitätsaufbau - zusammen mit einem möglicherweise nachlassenden KI-Bedarf - zu einer Entspannung führen. Laut der Prognose könnten die Preise 2028 erstmals wieder um 15 bis 20 Prozent nachgeben.


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Quelle: via WCCFTech

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Zitat von Pu244
        ..und in 40 Jahren findet jemand den Kommenar und denkt sich "wie naiv die Leute damals noch waren..."
        und kann dann gern drauf antworten
      • Von EM_EN Software-Overclocker(in)
        Zitat von Pu244
        ..und in 40 Jahren findet jemand den Kommenar und denkt sich "wie naiv die Leute damals noch waren..."
        und kann dann gern drauf antworten
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von EM_EN
        Geduld, Geduld, einfach aussitzen und wenn es bis 2030 geht.
        ...und in 40 Jahren findet jemand den Kommenar und denkt sich "wie naiv die Leute damals noch waren..."

        Zitat von Dreak77
        Ich drücke uns allen die Daumen das nichts vorzeitig das zeitliche Segnet
        Du hast doch sowieso Kingston RAM, da ist doch lebenslange Garantie drauf. Ich habe Corsair RAM, die geben in der EU "nur" 10 Jahre. Mein DDR3 RAM ist alllerdings auch von Kingston. Wenn alle Stricke Reißen: hallo i7 3960X und das dann nach 2035...

        Zitat von Dukek
        Trotzdem wird jede Woche der Ram-Buhmann wieder aus dem Schrank gezogen.
        Und jede Woche gibt es Leute, die sich die Mühe machen, auf die News zu klicken, dann zu kommentieren, um kundzutun, dass sie das ganze überhaupt nicht interessiert.

        Sachen gibt es...

        Zitat von PCGH_Torsten
        #OpaerzähltvonvordemKrieg
        Ich habe 2012 meine 32GB DDR3 RAM für 130€ gekauft. Wenn man mir damals erzählt hätte, dass man heute für 32GB RAM 400€ hinblättern darf. Um fair zu bleiben: es sind nur 200€, wenn man den alten Kaffee, von vor über 4 Jahren kauft.

        Ich hätte damals Schwierigkeiten gehabt, mir das vorzustellen.

        Zitat von cunhell
        Die Grafikkarten wurden damals während der Mining-Krise nicht mal doppelt so teuer.
        Die RTX 3080 hat, zum Höhepunkt, 3000€ gekostet, das ist mehr als vier mal die UVP von 699€. Um fair zu bleiben: es gab auch Karten, die nicht ganz so hoch gestiegen sind, die RTX 3090 hat z.B. "nur" 3900€ gekostet und damit 2,6 mal soviel. Die RX 6900XT gab es schon für 1500€ und damit das 1,5 fache. Übel war, dass man selbst für eine uralte GTX 970 ganze 400€ zahlen durfte.

        Zitat von Waltiturtle
        Kann nicht mal ein großer KI Riese pleite gehen und den ganzen aufgekauften RAM auf den Markt werfen?
        Würde nichts helfen, da es sich um HBM handelt.

        Zitat von Waltiturtle
        Man wird ja wohl noch träumen dürfen 😄
        Dann gibt es eine ausgewachsene Wirtschaftskrise und schon sind alle richtig im Eimer. "Ich hab zwar meinen Job verloren, aber wenigstens kann ich mir mit dem nicht mehr vorhandenem Geld RAM kaufen". Das heißt: nein, denn siehe oben.
      • Von Waltiturtle Freizeitschrauber(in)
        Kann nicht mal ein großer KI Riese pleite gehen und den ganzen aufgekauften RAM auf den Markt werfen? Gleichzeitig bekommen die Investoren einen Schreck und es werden kleinere Brötchen mit weniger RAM gebacken?

        Man wird ja wohl noch träumen dürfen 😄
      • Von DarthSouth Komplett-PC-Käufer(in)
        Und während RAMageddon Nachrichten wie diese auf uns jetzt fast täglich einprasseln, werden tausende Data Centers weltweit gebaut. Man könnte fast denken, man wolle das Ende der PC-Ära einläuten um sie durch die Ära des CC(cloud computer) zu ersetzen.

        Möge die Hardware die wir noch haben, noch sehr lange funktionieren!
      • Von cunhell PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Dukek
        Für Endkunden wie mich die sich alle 5-7 Jahre nen neuen PC gönnen noch immer ärgerlich....aber mehr auch nicht.

        Was wir für dauerhafte Preiserhöhungen erleben mittlerweile, die über das Jahr gesehen viel deutlicher zuschlagen...und das halt jährlich...Ram kaufe in in 10 Jahren 2 mal. Trotzdem gibts irgendwie kein anderes Thema und alle sind sooo entsetzt.

        Selbst wenn ich mir jetzt ein PC bauen würde, ist dieser Aufpreis am einfachsten zu verschmerzen von allen anderen Dinge in meinem Leben.

        Trotzdem wird jede Woche der Ram-Buhmann wieder aus dem Schrank gezogen.
        Der RAM-Preis hat sich vervierfacht. Das ist irssinn. Die Grafikkarten wurden damals während der Mining-Krise nicht mal doppelt so teuer. Abgesehen davon betrifft die Speicherkrise ja nicht nur den PC sondern alles was auch nur irgendwelchen Speicher braucht. Und wenn Du es schon erwähnst, gerade weil alles teurer wird ist der Anstieg der Preise bei Speicher und SSD etc. um so schmerzhafter. Für Dich mag der Anstieg zu verschmerzen sein, aber dann sehe ich nicht, dass Dir die gestiegenen Preise im Allgemeinen weh tun. Jemand der damit zu kämpfen hat, wird kaum sagen, dass er die jetzigen RAM-Preise verschmerzen könne. Er wird nämlich nicht mal einen Gedanken an einen neuen PC verschwenden.

        Cunhell
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