Youtuber: Wie man mehr RAM herunterlädt und warum das dumm ist

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Linus Tech Tips: Wie man mehr RAM herunterlädt und warum das dumm ist (1)
Quelle: G.Skill

Diesen dummen Scherz hört man oft: "Dein Computer ist zu langsam? Dann lad einfach mehr Arbeitsspeicher aus dem Internet runter." Der YouTuber Linus Tech Tips hat dieses Experiment gewagt und in einem neuen Video gezeigt. Dazu erklärt er, warum das eigentlich eine ziemlich dumme Idee ist.

Anscheinend fußt der dumme Scherz, man solle sich mehr Arbeitsspeicher aus dem Internet herunterladen, doch ein wenig in der Wirklichkeit. Der bekannte YouTuber Linus Tech Tips hat es in einem neuen Video ausprobiert und die technischen Details erklärt.

YouTuber bindet Cloud-Speicher als RAM ein

In dem Video geht es zwar um das Herunterladen von extra RAM, aber eigentlich handelt es sich dabei um virtuellen Arbeitsspeicher, der einfach in die Cloud ausgelagert wird. Das funktioniert allerdings nur, indem man an der vorgegebenen Speicherhierarchie herumtrickst. Da Windows recht "schnippisch" ist und sich nicht an der Hierarchie herumfummeln lässt, funktioniert dieses Experiment nur mit Linux.

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Mit dem Programm rclone wird der Cloud-Speicher Google Drive einfach als weiteres Laufwerk eingebunden und die Rechenlast dahin ausgelagert. Eine Swap- oder Auslagerungsdatei leitet die Daten dann an den Cloud-Speicher weiter. In dem Experiment wurde eine Datei mit zehn Terabyte angelegt, sodass in der Theorie auch rund zehn Terabyte an virtuellem Arbeitsspeicher zur Verfügung stünden.

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Die Idee zu dem Experiment stammt übrigens vom Entwickler TJ Horner, der das Konzept auf Twitter verbreitet hat. Zudem hat er in einem Blogbeitrag erklärt, wie der Cloud-Speicher als RAM funktioniert. Weitere Details gibt es in dem Video von Linus Tech Tips.

Dazu gibt es noch eine Erklärung dazu, warum dieses Experiment eigentlich ziemlich dumm ist. Unter den derzeitigen realen Umständen ist diese Methode des virtuellen Arbeitsspeichers völlig unbrauchbar - und zwar wegen der Latenz. So erklärt Linus, dass der Zugriff auf seinen internen Speicher in etwa 61,8 Nanosekunden erfolgt. Die Internetverbindung auf den Cloud-Speicher dauert aber etwa 1 Millisekunde, was 16.000 Mal länger dauert als der Zugriff auf den internen RAM. Als Vergleich nennt er einen Vater, der eben 15 Minuten zum Laden gehen will und erst in fünf Monaten wieder auftaucht.

Quelle: TJ Horner Twitter, TJ Horner Blog, via GameStar

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    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sidewinder Software-Overclocker(in)
        Naja, "RAM herunterladen" ist wohl der falsche Ausdruck für diese Art der Erweiterung.

        Wir alle wissen ja, wie man den "echten" RAM herunterlädt:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ich selbst nutze die heruntergeladenen 16 GB DDR4-2400 schon mehrere Jahre ohne Probleme

        Grüße
      • Von Sidewinder Software-Overclocker(in)
        Naja, "RAM herunterladen" ist wohl der falsche Ausdruck für diese Art der Erweiterung.

        Wir alle wissen ja, wie man den "echten" RAM herunterlädt:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ich selbst nutze die heruntergeladenen 16 GB DDR4-2400 schon mehrere Jahre ohne Probleme

        Grüße
      • Von CyLord PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Pu244
        Nein, im lokalen Netzwerk ist es unter 1ms, der Switch benötigte z.B. selbst zu 100MBit Zeiten lediglich 20µs. Bei WLAN kann es allerdings deutlich höher sein, als wenn man Kabel verwendet.

        Selbst im Internet komme ich, bei GeForce Now, auf lediglich 6-8ms.
        Ich gehe von VDSL aus. Hier geht es aber um das Internet und nicht um das Intranet. Da ist klar, dass die Latenzen wesentlich geringer sind. Aber als Arbeitsspeicherersatz taugt keines dieser Wege. Da ist jede Auslagerung auf einem Datentraeger besser. Ich rede aber nicht von einer Diskette.
      • Von Klausikowski Freizeitschrauber(in)
        Ernsthaft mal, auf die Idee würde ich nicht mal nach ner Kiste Bier und dazu noch ner Pulle Whiskey kommen.
        Mein Speicherinhalt hat da draußen nix verloren und vom Tempo reden wir erst mal gar nicht.
        Wir sind hier schließlich in D und nicht etwa in Südkorea. Aber selbst dort wäre das massiv langsamer
        als lokaler Speicher.
        Für [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen][Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] könnte das evtl. sinnvoll sein, bei mir sehe ich das aber keinesfalls.
        Das Video hab ich jetzt nicht angeschaut, Linus ist mir etwas zu hektisch und ein wenig zu sehr auf Show gebürstet,
        aber ich denke, der Tenor dort wird ähnlich sein wie ich es sehe. Schaue ggf. später mal rein.
      • Von x2K Freizeitschrauber(in)
        1ms latenz zur Google cloud, für deutsche unvorstellbar....
      • Von Klausikowski Freizeitschrauber(in)
        Ich würde ne Datasette (etwa die C1530) nehmen, einfach neue Kassetten rein und den Speicher bis unendlich
        vergrößern. Die seriell per COM-Port mit Adapter an den Rechner anschließen und schon geht es los.
        Die Zugriffsgeschwindigkeit kann dazu jeder selbst festlegen: schneller wechseln, schnellerer Zugriff.
        Drauf achten: Keine Fe oder Fe-Cr-Bänder nehmen, die rosten und dann gibt es Bit-Rot.
        Also nur Cr-Kassetten!!
        TDK sind da recht gut. Wichtig: nur C30, C45 oder C60 verwenden, C90 und C120 sind nicht geeignet.
        Schon mit nur einer C30 Kassette gewinnt man rund 100 KB an Speicher.
        Poweruser verwenden dann noch "SoftTAPE", das komprimiert alle Bits um das sechsfache und erhöht die
        Leistung massiv.
        ***
        LTO und all das andere neumodische Gedöns werden sich niemals durchsetzen! Viel zu schnell!
      Direkt zum Diskussionsende
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