DDR5: Neue HUDIMM-Speichermodule sollen Preise senken
Asrock, Teamgroup und Intel haben sich zusammengeschlossen und kooperieren bei der Entwicklung und Einführung der neuen HUDIMM-Speichermodule, welche dank nur eines Sub-Channels deutlich kosteneffizienter sein sollen.
Asrock, Teamgroup und Intel haben sich zusammengeschlossen und kooperieren bei der Entwicklung der neuen HUDIMM-Speichermodule, welche basierend auf einem neuen Standard mit einem sogenannten One Sub-Channel mit einmal 32-Bit im Vergleich zu Standard-UDIMM mit 2 × 32-Bit kosteneffizienter sein sollen.
Quelle: Asrock
Wie aus der offiziellen Pressemitteilung des taiwanesischen Herstellers hervorgeht, soll das neue Design mit nur einem Sub-Channel einen flexibleren Aufbau mit einer reduzierten Menge an Speicherbausteinen realisieren können und günstigere Speicherlösungen für Consumer-PCs und Notebooks bereitstellen.
Die neue Lösung, die von Asrock entwickelt und in Zusammenarbeit mit Intel und Teamgroup auf den Markt gebracht wird, schafft demnach auch neue Möglichkeiten für optimierte Speicherkonfigurationen mit verbesserter Leistung und geringerer Latenz, heißt es in der Pressemitteilung. Die HUDIMM-Speichermodule sind ausschließlich mit Intels 600er-, 700er- und 800er-Boards kompatibel.
Innovationen wie die One Sub-Channel DRAM-Technologie von Asrock sind entscheidend, um Desktop-Computing trotz der steigenden Nachfrage und Kosten für DDR5-Speicher erschwinglich zu halten.
Intel ist dankbar für die Unterstützung von Asrock bei der Markteinführung dieser Technologie für unsere Chipsätze der 600/700/800-Serie. So wird sichergestellt, dass Intel-Anwender auch in den kommenden Jahren besseren Zugang zu den Vorteilen von DDR5-Speicher haben.
— Robert Hallock, VP & GM im Intel Enthusiast Channel
Wann und zu welchen Preisen erste DDR5-Speicherkits auf der Basis der neuen HUDIMM-Speichermodule in den Handel kommen, ist bislang noch unbekannt.
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Quelle: Asrock

Das sind pro Transfer natürlich auch 64 Bit, aber eben in der granulareren Form 4 x 32 Bit statt DDR4 mit 2 x 64 Bit ...
Echtes Quad Channel sind 4 physische Module × 2 Sub-Kanäle pro Modul = 8 unabhängige 32bit Kanäle insg. 256bit.
Die Gesamtbusbreite mit 256bit (8×32bit) ist identisch mit einem klassischen 4x64bit Quad-Channel System.
Die Aufteilung bietet in 32bit Subkanäle signifikante Vorteile, eine höhere Effizienz, da zwei kleinere Zugriffe gleichzeitig stattfinden können, wird der Speicherbus effektiver ausgelastet.
Die Latenz bei kleinen Datenpaketen verringert sich. Die Burstrange wurde bei DDR5 verdoppelt (BL8 auf BL16), was zusammen mit den schmaleren 32bit Kanälen dazu führt, dass ein einzelner Zugriff weiterhin genau die Größe einer typischen CPU Cacheline liefert. Jeder der 32bit Kanäle auf einem Riegel hat sein eigenes Steuerprotokoll, was die Parallelität erhöht.
Einen Nachteil hat man nur, wenn 64 Byte (oder weniger) gereicht hätten und man den zweiten Zugriffsteil für etwas anderes hätte nehmen können. Das ist dann aber eben im Worst Case gleich ein Verlust von 50 Prozent durch 128-Byte-Bursts, wenn nicht die Datentransferrate, sondern die Zahl der Zugriffe limitiert.
Aber diese Aufteilung hat natürlich noch andere Effekte und dass so mehr Threads gleichzeitig Speicherzugriffe machen können, ist sicher auch ein Vorteil, auch wenn das natürlich dazu führt, dass die Übertragung der Daten aus einem Zugriff bei z.B. DDR5-6400 genau so lange dauert, wie bei DDR4-3200. Aber wenn man bedenkt, wie hoch die Latenzen sind, bis die Daten überhaupt fließen, ist wohl auch egal, ob die letztendliche Übertragung jetzt 2,5 oder 1,25 ns dauert.