Schlechte Aussichten für PCs: Micron entdeckt neue Anwendungsfelder für seine Speicher

48
News Karina Preiß Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Schlechte Aussichten für PCs: Micron entdeckt neue Anwendungsfelder für seine Speicher
Quelle: MediaTek 

Der Speicherbedarf moderner Technologien wächst aktuell schneller als je zuvor und wird zunehmend von KI-Anwendungen bestimmt. Laut Micron könnten neue Anwendungsfelder wie autonome Fahrzeuge und Robotik künftige Treiber für diese Entwicklung werden.

Nicht PCs und Smartphones stehen im Zentrum der nächsten Speicherwelle, sondern autonome Autos und humanoide Roboter: Laut Micron könnten diese Systeme bald hunderte GiB RAM pro Gerät benötigen. Gleichzeitig meldet der amerikanische Speicherhersteller außergewöhnlich starke Quartalszahlen und profitiert massiv vom KI-Boom. Mit einem Umsatz von rund 23,9 Milliarden US-Dollar zeigt sich, wie stark die Nachfrage nach DRAM und NAND-Speicher aktuell wächst - getrieben durch Rechenzentren und KI-Anwendungen, während der klassische Verbrauchermarkt immer mehr in den Hintergrund rückt.

Autonome Systeme als neuer Treiber

Für die Zukunft sieht Micron vor allem in autonomen Fahrzeugen und Robotik enormes Wachstumspotenzial. Während heutige Autos mit klassischen Fahrassistenzsystemen etwa 16 GiB RAM nutzen, könnten Fahrzeuge mit Autonomie-Level 4 künftig über 300 GiB benötigen. Ähnliche Anforderungen erwartet das Unternehmen bei humanoiden Robotern, deren Rechenplattform mit denen moderner Fahrzeuge vergleichbar sein soll. Damit verschiebt sich der Fokus großer Speicherhersteller zunehmend auf neue Anwendungsfelder, die weit über klassische PCs hinausgehen.

Knappes Angebot und neue Marktlogik

Micron profitiert also sehr stark von Investitionen in KI‑Infrastruktur sowie einer insgesamt knappen Versorgung mit DRAM und NAND-Speicher. Neue Produktionskapazitäten sollen zwar ab 2026 für eine Steigerung der Fertigung sorgen, dennoch bleibt das Angebot vorerst begrenzt. Laut Micron werde bereits an einem speziell entwickelten Automotive-LPDDR5-Speicher gearbeitet, um die Anforderungen autonomer Systeme erfüllen zu können. Damit positioniert sich das Unternehmen entsprechend, um von dieser Entwicklung zu profitieren: hohe Investitionen, neue Vertragsmodelle und ein klarer Fokus auf Zukunftstechnologien.

Was halten Sie davon? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns zudem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quelle: Micron via PC Gamer

48
    • Kommentare (48)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Zitat von DarkWing13
        Die Angst vor der Dampfmaschine während der industriellen Revolution war ein frühes Beispiel für Skepsis gegenüber neuen Technologien, vergleichbar mit heutigen Befürchtungen bezüglich künstlicher Intelligenz
        . Die Maschine wurde als unheimlich, laut und unhandlich empfunden.

        Hier sind die Hauptgründe für die damalige Angst:


        Arbeitsplatzverlust: Die Mechanisierung durch Dampfmaschinen führte dazu, dass viele manuelle Tätigkeiten überflüssig wurden, was Zukunftsängste und soziale Spannungen auslöste.
        Gefahr und Unberechenbarkeit: Die enorme Kraft und die Hitze der Maschinen, oft in Kombination mit Kesselexplosionen, schürten Furcht vor der neuen Technologie.
        Veränderung der Lebensweise: Die Industrialisierung zwang viele Menschen vom Land in die Städte und in ein fremdes, maschinengetaktetes Arbeitsumfeld.


        Diese Ängste waren durchaus berechtigt. Die Industrialisierung in Kombination mit dem unregulierten Raubtierkapitalismus hat ja auch sehr viel Massenelend gebracht. So wie es heute in den Entwicklungsländern immer noch ist und noch ne Stufe schlimmer.
        Noch in den ersten Jahrzehnten des 20. Jhdts. wurden Streiks gewaltsam niedergeschlagen, Wohlstand gabs nur für die Reichen.
        Arbeitnehmerrechte und Arbeitnehmerschutz wie wir es heute kennen entwickelte sich erst langsam nach dem 2. Weltkrieg. Und zwar DANK der gleichzeitigen Emanzipierung der Frau, die während dem 2. WK durchaus gemerkt haben, dass sie alles können, was wir Männer auch können.

        Und was haben wir heute? All die Errungenschaften sozialer Natur werden allmählich wieder zurückgefahren zugunsten einiger weniger. Gleichzeitig kommen immer mehr Technologien, die den Menschen ersetzbar machen. Deutet alles daraufhin, dass wir in einiger Zeit wieder genau den gleichen Raubtierkapitalismus und genau das gleiche Massenelend wieder haben werden, wie zu Zeiten der Industrialisierung.
      • Von Waylinkin Software-Overclocker(in)
        Zitat von DarkWing13
        Die Angst vor der Dampfmaschine während der industriellen Revolution war ein frühes Beispiel für Skepsis gegenüber neuen Technologien, vergleichbar mit heutigen Befürchtungen bezüglich künstlicher Intelligenz
        . Die Maschine wurde als unheimlich, laut und unhandlich empfunden.

        Hier sind die Hauptgründe für die damalige Angst:


        Arbeitsplatzverlust: Die Mechanisierung durch Dampfmaschinen führte dazu, dass viele manuelle Tätigkeiten überflüssig wurden, was Zukunftsängste und soziale Spannungen auslöste.
        Gefahr und Unberechenbarkeit: Die enorme Kraft und die Hitze der Maschinen, oft in Kombination mit Kesselexplosionen, schürten Furcht vor der neuen Technologie.
        Veränderung der Lebensweise: Die Industrialisierung zwang viele Menschen vom Land in die Städte und in ein fremdes, maschinengetaktetes Arbeitsumfeld.


        Diese Ängste waren durchaus berechtigt. Die Industrialisierung in Kombination mit dem unregulierten Raubtierkapitalismus hat ja auch sehr viel Massenelend gebracht. So wie es heute in den Entwicklungsländern immer noch ist und noch ne Stufe schlimmer.
        Noch in den ersten Jahrzehnten des 20. Jhdts. wurden Streiks gewaltsam niedergeschlagen, Wohlstand gabs nur für die Reichen.
        Arbeitnehmerrechte und Arbeitnehmerschutz wie wir es heute kennen entwickelte sich erst langsam nach dem 2. Weltkrieg. Und zwar DANK der gleichzeitigen Emanzipierung der Frau, die während dem 2. WK durchaus gemerkt haben, dass sie alles können, was wir Männer auch können.

        Und was haben wir heute? All die Errungenschaften sozialer Natur werden allmählich wieder zurückgefahren zugunsten einiger weniger. Gleichzeitig kommen immer mehr Technologien, die den Menschen ersetzbar machen. Deutet alles daraufhin, dass wir in einiger Zeit wieder genau den gleichen Raubtierkapitalismus und genau das gleiche Massenelend wieder haben werden, wie zu Zeiten der Industrialisierung.
      • Von G6WeaponXWolverine Komplett-PC-Käufer(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Wann kommt eigentlich ein Artikel zu Turboquant? 🤔
        Habe ich den übersehen oder passt er nicht in das Narrativ, dass die Speicherkrise noch viel, viel, viel, viel schlimmer wird?
      • Von Logos_Atum PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Zryachiy
        Ja, bitte, vernachlässigt die PCs immer weiter.
        Da darf gar nichts mehr für produziert werden!
        Verdammte altertümliche Technik.
        Irgendwann ist die Grundlage für Entwicklung so veraltet dass nichts mehr vorwärts geht. 🤣
        Alles was sie entwickeln wollten haben die Enthusiasten gezahlt. Das ist die Industrie, viel wird nicht bleiben. Außer es ist irgendwas was keiner wirklich will, das lassen sie einem.
      • Von Andreas1975 Volt-Modder(in)
        Zitat von Ellina
        Ich meine in forme von Ai und was was halt eher sehr zukunfts- Kram ist. was wir heute nicht vorstellen können Roboter die halt waren verteilen oder so was.
        Zukunft? Dieser Zukunftskram ist aus den 70ern. Hat sich aus diversen Gründen nicht durchgesetzt.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Ja da wird noch sehr viel kommen und hoffentlich auch viel gutes.
      • Von Ellina BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Andreas1975
        Gibt es doch schon. Mit WLAN Kamera für das Innenfach und KI Rezeptvorschläge auf Grundlage was da noch im Kühlraum liegt. Interessant wird es wenn man den verbauten Ram auch entnehmen kann für den heimischen PC.
        Ich meine in forme von Ai und was was halt eher sehr zukunfts- Kram ist. was wir heute nicht vorstellen können Roboter die halt waren verteilen oder so was.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk