Intel verkauft NAND-Speichersparte an SK Hynix für 9 Milliarden Dollar

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Intel verkauft NAND-Speichersparte an SK Hynix für 9 Milliarden Dollar
Quelle: Intel

Intel verkauft den Großteil seines Geschäftsbereichs mit NAND-Speicher inklusive SSDs an SK Hynix und will den Erlös investieren.

Intel und der südkoreanische Hableiterhersteller haben laut Pressemitteilung am 20. Oktober eine Vereinbarung unterzeichnet, gemäß der SK Hynix das NAND-Speicher- und Storage-Geschäft von Intel für 9 Milliarden US-Dollar übernehmen wird. Die Transaktion umfasst demnach das Geschäft mit NAND-Komponenten, -Wafern und -SSDs sowie die NAND-Speicherproduktionsstätte Dalian in China, während Intel sein Geschäft mit Optane-Speicher als eigenständige Sparte behalten soll. Beide Unternehmen wollen dabei zusammenarbeiten, um einen nahtlosen Übergang für Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter zu gewährleisten.

Als nächstes sollen nun die erforderlichen behördlichen Genehmigungen eingeholt werden, die man für Ende 2021 erwartet. Nach Erhalt dieser Genehmigungen wird SK Hynix von Intel das NAND SSD-Geschäft, einschließlich dazu gehörigem geistigem Eigentum und Mitarbeiter, sowie die Anlage in Dalian mit der ersten Zahlung von 7 Milliarden US-Dollar erwerben. Anschließend wird SK Hynix von Intel die verbleibenden Vermögenswerte, einschließlich dem Know-how zur Herstellung und dem Design von NAND-Flash-Wafern, Forschungs- und Entwicklungsmitarbeiter sowie die Belegschaft der Fabrik in Dalian mit der verbleibenden Zahlung von 2 Milliarden US-Dollar erwerben, was zum endgültigen Abschluss des Geschäfts für März 2025 erwartet wird. Bis dahin soll Intel die besagte Fab sowie das geistige Eigentum zur Herstellung und Design von NAND-Flash-Wafern weiter nutzen.

Mit der Übernahme will SK Hynix nach eigenen Angaben die Wettbewerbsfähigkeit seiner Speicherlösungen, einschließlich Unternehmens-SSDs, im schnell wachsenden NAND-Flash-Bereich verbessern "und weiter den Sprung nach vorn als eines der führenden globalen Halbleiterunternehmen der Branche vollziehen". Intels Lösungstechnologie und Fertigungskapazitäten sollen kombiniert genutzt werden, um ein 3D-NAND-Lösungsportfolio mit höherem Mehrwert zu schaffen, das auch Unternehmens-SSDs umfasst.

Als Ausblick auf die Rentabilität der Übernahme heißt es in der Pressemitteilung des südkoreanischen Unternehmens, dass Intels NAND-Geschäfte in den ersten sechs Monaten bis zum 27. Juni dieses Jahres etwa 2,8 Milliarden US-Dollar des Umsatzes von Intels "Non-volatile Memory Solutions Group" (NSG) für nichtflüchtigen Speicher ausmachte und mit etwa 600 Millionen US-Dollar zum Betriebsergebnis der Sparte bei trug. Intel beabsichtigt derweil, den Erlös aus der 9-Milliarden-Dollar-Transaktion zu investieren, um "führende Produkte zu liefern und seine langfristigen Wachstumsprioritäten voranzutreiben, darunter künstliche Intelligenz, 5G-Vernetzung und der intelligente, autonome Edge".

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Der Satz ist offensichtlich (sogar grammatikalisch) verkürzt. Natürlich kann man Gewinne prinzipiell auch mit Konkurrenz machen (Gerüchten zu Folge hat Intel im x86-Bereich seit einiger Zeit wieder Konkurrenz und Einnahmen gleichzeitig ), aber es geht wesentlich besser ohne. Und in Märkten mit sehr harter Konkurrenz, wozu Speicher ohne Zweifehl gehört, sinkt die Gewinnspanne gegebenenfalls tatsächlich auf Null oder darunter, zumindest aber so weit, dass sie verglichen mit den Margen in konkurrenzlosen Märkten tatsächlich keine Beachtung mehr verdient. Man also "keinen Gewinn" mehr hat.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Der Satz ist offensichtlich (sogar grammatikalisch) verkürzt. Natürlich kann man Gewinne prinzipiell auch mit Konkurrenz machen (Gerüchten zu Folge hat Intel im x86-Bereich seit einiger Zeit wieder Konkurrenz und Einnahmen gleichzeitig ), aber es geht wesentlich besser ohne. Und in Märkten mit sehr harter Konkurrenz, wozu Speicher ohne Zweifehl gehört, sinkt die Gewinnspanne gegebenenfalls tatsächlich auf Null oder darunter, zumindest aber so weit, dass sie verglichen mit den Margen in konkurrenzlosen Märkten tatsächlich keine Beachtung mehr verdient. Man also "keinen Gewinn" mehr hat.
      • Von RtZk Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Gewinne macht man halt da, wo man keine Konkurrenz hat.
        Ich hoffe mit dem Satz implizierst du nicht ernsthaft, dass man mit Konkurrenz nicht Gewinn machen kann, zumindest liest es sich exakt so.
        Ansonsten solltest du dich eventuell mal mit Kalkulationen von Produkten auseinandersetzen. Absichtlich auf +-0 gehen oder gar absichtlich Verlust machen wird selten gemacht und in einem solchen Fall hat es immer den Sinn ein anderes Produkt (und die Marke), welches deutlich Gewinn abwirft und den zuvor gemachten Verlust bzw. den fehlenden Gewinn des anderen Produkts ausgleicht, zu fördern.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Gewinne macht man halt da, wo man keine Konkurrenz hat. Das ist bei Flash ist ganz klar das Gegenteil der Fall, bei CPUs kann Intel allein schon über den verbleibenden Marktanteil von Skaleneffekten profitieren, die den Gewinn deutlich steigern. Man darf nicht vergessen, dass die Stückkosten eher so in der Größenordnung von einem Viertel des Endpreises liegen. Wer viermal mehr Prozessoren verkauft, hat also absurd größere Summen zur Verfügung, die er in die Entwicklung stecken, als Profit ausweisen oder in attraktivitätssteigernde Maßnahmen kann (z.B. doppelt so viele Kerne auf doppelt so viel Silizium in der gleichen Klassen anbieten). So kann man technischen Rückstand eine Zeit lang vertuschen – und ehrlich gesagt hatte Intel gegenüber Zen1, also bis vor gut einem Jahr, gar keinen Rückstand, sondern nur den alten Vorsprung abgebaut und in vielen wichtigen Märkten hat AMD sogar erst durch Renoir gleichgezogen, dessen Verkauf irgendwann zwischen Frühjahr und Weihnachten dieses Jahrs startete. Also kein Grund für Panik bei Intel: Die von uns Endkunden deutlich wahrgenommene Überlegenheit von AMD in einer Preisklasse ist doch eben darauf zurückzuführen, dass Intel immer noch sehr gut an den Core i verdient.
      • Von SilentHunter Software-Overclocker(in)
        Ja das stimmt wohl aber hatte es eher auf die genutzte Technik bezogen. Schon seltsam die Produktion die Intel für IT Welt Verhältnisse gefühlt nun seit ewig nur Probleme beschert steigert sogar zum Teil noch beträchtlich ihren Beitrag zum Konzerngewinn. Während die Technik für Intel die läuft nicht mit Gewinn läuft. Die hätten besser bei der Nand Fertigung die selben Versager wie in der Cpu fertigung nehmen sollen. Wenn die nix können aber mit Pfusch und Pleiten Pech & Pannen kein Verlust zu machen läuft bestens das soll mal wer verstehen.

        Der alte Werbeslogan auf aktuellem Stand wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel.

        Intel
        14nm
        Inside
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von SilentHunter
        Salopp gesagt aber eins der wenigen das bei Intel rollte statt zu eiern. Die Fertigung/Prozess hing auch nicht Jahre hinter dem Intel eigenen Zeitplan zurück wie bei ihrer ruhmreichen Cpu Produktion. .
        Mit Flash machte Intel seit Jahren Verlust, mit CPUs Milliardengewinne
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